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Offenbach investiert in Bildung. Rund 169 Millionen Euro inklusive Zuschüsse von Land und Bund beispielsweise aus dem Konjunkturprogramm hat die Stadt in den Jahren 2007 bis 2012 für die Erweiterung und Sanierung von Schulen und Kindertagestätten ausgegeben. Im Jahr 2013 fließen weitere 14 Millionen Euro in die Ertüchtigung der Waldschule Tempelsee, die im Frühsommer der Schulgemeinde übergeben wurde, und in den Neubau einer zweizügigen Grundschule in Bieber Waldhof. Weiterhin stehen Mittel für den Neubau der Hafenschule mit Kita sowie für die Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule zur Verfügung.

In 27 Schulen an 30 Standorten werden derzeit auf rund 216.000 Quadratmetern Jungen und Mädchen in Offenbach unterrichtet. Offenbach ist eine junge Stadt. Die Schülerzahlen haben sich hier auf einem hohen Niveau stabilisiert. Besonders die Quartiere rund um die Innenstadt sind bei jungen Familien beliebt. Deshalb muss in dem neuen Stadtviertel Hafen, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nordend, in den nächsten Jahren eine weitere Schule gebaut werden. An den übrigen Schulen in Offenbach besteht ein zusätzlicher Raumbedarf von rund 45.000 Quadratmetern.

Oberbürgermeister Horst Schneider: „Mehr Klassenräume, Ganztagsunterricht und das Abarbeiten des über Jahre aufgelaufenen Sanierungsstaus sind die Grundlagen unseres Sanierungsprogramms. Wir sind nach wie vor auf Kurs. Unser Ziel ist, alle Offenbacher Schulen zu modernen Lernorten zu machen. Unsere Kinder müssen für die Anforderungen, die die moderne Welt an Wissen und Kompetenzen stellt, gut gerüstet sein. Nur eine moderne Ausstattung unserer Schulen, gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern, ermöglicht Chancengleichheit und Höchstleistungen. Moderne und gut ausgestattete Schulen verbessern die Zukunftschancen der nachwachsenden Generation und machen Offenbach als Wohnort für junge, bildungsorientierte Familien attraktiv.“

Mit Mitteln aus dem Schulsanierungsprogramm sowie mit Geldern aus dem Konjunkturprogramm II und dem RiLi-Invest (Bund-Länder Programm zur Förderung der energetischen Modernisierung sozialer Infrastruktur in den Kommunen – Investitionspakt) konnte in den vergangenen Jahren an 17 der insgesamt 27 Offenbacher Schulen und an 7 Kitastandorten die bauliche und pädagogische Situation wesentlich verbessert werden.

An neun Offenbacher Schulen ist die Sanierung beziehungsweise Erweiterung weitestgehend abgeschlossen. Drei dieser Schulen (Beethovenschule / gemeinsame Erweiterung Theodor-Heuss-Schule und Käthe-Kollwitz-Schule) sind über eine öffentlich private Partnerschaft erweitert beziehungsweise neu gebaut worden. Die Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule wurde aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus dem ÖPP-Projekt genommen. Der erweiterte Grundsatzbeschluss für die anstehende Gesamtsanierung wurde bereits im 2. Quartal 2013 von den Stadtverordneten beschlossen, der Projektbeschluss ist für das 4. Quartal dieses Jahres vorgesehen.

Ziel: ganztägiges Angebot an allen Schulen
Dank der zusätzlichen Förderprogramme waren in den Jahren 2009 bis 2011 an sieben weiteren Schulen notwendige Einzelmaßnahmen und an sieben Kitas Gesamtsanierungen möglich. Insgesamt wurden mit den Förderprogrammen zusätzlich 21 Bauprojekte unterschiedlicher Größenordnungen von ca. 800.000 Euro bis 10 Millionen Euro an Schulen und Kitas realisiert.

Ehrgeiziges Ziel der Offenbacher Investitionen in Bildung: Ein ganztägiges Angebot an allen Schulen möglich machen. Dr. Felix Schwenke, Schuldezernent: „Die 14 Offenbacher Grundschulen haben in Eigenregie, meist mit tatkräftiger Unterstützung von Fördervereinen und freien Trägern, Betreuungsangebote eingerichtet. Das Land Hessen stellt zusätzliche Lehrer zur Verfügung, die kommunalen Schulträger steuern zusätzliches Personal, beispielsweise für Küchen und Bibliotheken, bei und sorgen für die räumliche und sachliche Ausstattung“. Notwendig für einen erfolgreichen Ganztagsbetrieb sind Cafeterien für das Mittagessen, Versorgungsküchen, Begegnungs- und Freizeitbereiche, Schulbibliotheken beziehungsweise Mediotheken und Räume für Hausaufgabenhilfe, Arbeitsgruppen, Stillarbeit sowie Lehrerarbeitsplätze.

„Wir als Schulträger haben entschieden“ so Schwenke weiter, „dass in Offenbach zunächst der Mindeststandard des Profils 1 flächendeckend eingeführt werden soll, bevor Profilwechsel vorgenommen werden können. Dieses Ziel kann im Schuljahr 2014/15 erreicht werden, wenn das Hessische Kultusministerium weiterhin die gleichen Ressourcen zur Verfügung stellt“. Das Land lasse sich, so der Schuldezernent, gerne für den Ausbau der Ganztagsschulen feiern, aber der kommunale Beitrag sei erheblich. „Die Stadt stellt jährlich etwa 774.000 Euro für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung, davon 508.000 Euro für Personal. Die Zuwendungen des Landes belaufen sich jährlich auf circa ca. 563.000 Euro“.

Für die Projektentwicklung verantwortlich ist das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement/-Bereich Hochbaumanagement, und übernimmt für die Baumaßnahmen die Gesamtprojektleitung. Die EEG Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH verantwortet die Projektsteuerung und treuhänderische Bauabwicklung, die Bewirtschaftung der Liegenschaften obliegt der GBM Gebäudemanagement GmbH, zwei Tochtergesellschaften der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH).

„Dank der guten Zusammenarbeit vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement und der EEG Entwicklung Erschließung Gebäudemanagement GmbH sowie der GBM Gebäudemanagement GmbH konnten wir auch dieses Jahr wieder einen reibungslosen und fristgerechten Ablauf der zahlreichen Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen in den Offenbacher Schulen und Kitas gewährleisten und unseren Beitrag zum Abschluss der ersten Tranche des Schulsanierungsprogramms der Stadt Offenbach leisten," so Daniela Matha, die gemeinsam mit Winfried Männche seit April 2013 die Geschäftsführung der beiden SOH-Gesellschaften EEG und GBM verantwortet.


Maßnahmen der EEG
Die EEG ist als Projektsteuerungs- und Planungsgesellschaft mit der Umsetzung von kommunalen Baumaßnahmen beauftragt. Diese beinhalten Neubauten und Erweiterungen, aber auch Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten, um den Wert der Liegenschaften zu erhalten bzw. zu steigern. Im Rahmen der ersten Tranche des Schulsanierungsprogramms der Stadt Offenbach konnte so die EEG die Sanierung und Erweiterung der Waldschule Tempelsee im April 2013 abschließen. Seit Februar 2012 läuft der Neubau der Grundschule Bieber/Außenstelle Waldhof, der voraussichtlich im April 2014 beendet sein wird. In diesem Jahr betreut die EEG insgesamt 28 Projekte; 6 davon betreffen Schulen und Kindertagesstätten.


Maßnahmen der GBM
Die GBM Gebäudemanagement GmbH Offenbach ist für die technische, infrastrukturelle und kaufmännische Unterhaltung und Instandhaltung öffentlicher Gebäude und Liegenschaften der Stadt Offenbach zuständig. Dazu gehören unter anderem die Betreuung von kleineren Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, Hausmeisterdienste, Gebäudereinigung, Spielplatzkontrollen sowie die Pflege, Unterhaltung und Betreuung von Sportanlagen. Für Instandhaltung und kleinere Baumaßnahmen stehen der GBM im Haushaltsplan 2013 rund 4,9 Millionen Euro zur Verfügung. Circa 70 % davon werden für Schulen und Kitas genutzt. Die GBM hat in den sechs Wochen Sommerferien technische Anlagen erneuert, verschiedene Sanierungsarbeiten und Brandschutzmaßnahmen an insgesamt neun Schulen realisiert. Überdies wird die Sommerpause von den Mitarbeitern der GBM auch für den jährlichen Großputz in den Schulen genutzt.