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Die Lage mitten in der Metropolregion Rhein-Main, eine gute Infrastruktur und das gesamte Angebot rücken Offenbach zunehmend als Wohnstandort ins Blickfeld. Das belegt auch der aktuelle Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Immobilienwerte eindrücklich. So hat sich unter anderem die Zahl der Transaktionen beinahe verdoppelt: 1305 Verträge wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen, 2011 waren es noch 869.

Damit wurde auch die bisherige Rekordmarke der Vertragsaufkommen aus dem Jahr 1993 mit 1122 Verträgen weit übertroffen. 67 Prozent der Verträge entfielen auf Wohnungs- und Teileigentum, 26 Prozent auf bebaute Grundstücke und 7 Prozent auf unbebaute Grundstücke. Die meisten unbebauten Grundstücke wurden 2012 in Bürgel verkauft (35), bebaute Grundstücke waren vor allem im Innerstädtischen Bereich, im Lauterborn und im Nordend gefragt (210).
Auch in puncto Flächenumsatz hat das Jahr 2012 Rekordniveau erreicht, nur 1991 waren es mehr Quadratmeter: 66,5 Hektar Fläche wurden im vergangenen Jahr verkauft, das entspricht 1,5 Prozent des Stadtgebietes. Der Geldumsatz entwickelte sich entsprechend: 415,0 Millionen EURO wurden auf dem Offenbacher Immobilienmarkt umgesetzt, 2011 waren es noch 196,4 Millionen.
Auch für die nächsten Jahren blickt Oberbürgermeister und Planungsdezernent Horst Schneider optimistisch in die Zukunft: „Wir leben in einer Boomregion und vielen gilt Offenbach als unentdecktes Juwel.“ Nicht zuletzt habe die Stadt in den vergangenen Jahren die Weichen gestellt, um den Strukturwandel vom Industriestandort zur Wohn- und Dienstleistungsstadt zu gestalten. Vor allem die Entwicklung des Hafens geht gut voran, so konnte die für die Entwicklung des 256.000 Quadratmeter großen Areals verantwortliche OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH nach den Vermarktungserfolgen im Bereich Wohnbebauung und Einzelhandel unlängst auch den ersten Investor für Büroflächen bekannt geben.
„Lage und Preis sprechen für sich“, erläutert Cornelia Jokisch, Leiterin des Vermessungsamts, „denn während ein Quadratmeter gewerbliche Baufläche in Frankfurt über 200 EURO kostet, liegt der Preis in Offenbach bei durchschnittlich 180 EURO pro Quadratmeter.“
Auch beim Wohnen bietet die Stadt eine gute Alternative zu den Hochpreislagen in Frankfurt, Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis. Dort kostet ein Quadratmeter 400 EURO und mehr, in Offenbach musste man 2012 durchschnittlich 370 EURO pro Quadratmeter Wohnfläche im individuellen Wohnungsbau oder im Geschosswohnungsbau bezahlen. Wenn es um Wohnungseigentum geht, ist Rumpenheim die teuerste Lage der Stadt: rund 186.000 EURO kostete eine 75 Quadratmeter große Eigentumswohnung im Neubau dort im vergangenen Jahr. 180.000 EURO waren es in Bieber und 173.000 EURO in Offenbach und Bürgel.
Seit 2010 erfasst der Immobilienmarktbericht auch Reihenhäuser und Doppelhaushälften nach WEG auf. Auch hier zeigt die Entwicklung: „Offenbach ist unübersehbar im Wohnungsmarkt angekommen“, so Schneider. Denn von 16 Verträgen in 2010 und 19 in 2011 stieg deren Zahl im vergangenen Jahr auf 112 Verträge, davon entfielen 96 auf Reihenhäuser und 16 auf Doppelhaushälften. Weitere Verträge werden folgen: Im Baugebiet „An den Eichen“ hat die Vermarktung des zweiten Bauabschnitts begonnen und in den nächsten Jahren sind weiter Neubaugebiete in Bieber-Nord, Bürgel-Ost und Waldhof 2 geplant.
Ob Reihenhaus, Eigentumswohnung oder Investitionsobjekt: der Immobilienmarkt in Offenbach hat an Fahrt gewonnen. Er habe zwar Ideen für einige wenige exponierte Villengrundstücke, so Schneider weiter, „aber letztlich heißt unser Thema Nachverdichtung“. So befindet sich das innerstädtische Wohnquartier Luisenhof derzeit in der Bauvorbereitungsphase und werden in absehbarer Zeit auch Brachen wie das Jado-Gelände an Bettina- und Taunusstraße und das Friedel-Gelände an der Gerberstraße als Wohnraum für Singles und Familien entwickelt.