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Drehscheibe zwischen Handel und Verwaltung, Brücke zwischen der Stadt und ihrem Fluss, von der S-Bahn-Station „Marktplatz“ her das Tor zu City, Spielplatz, Bühne für Feste und Märkte - die Anforderungen an den Stadthof, mitten in der Offenbacher Fußgängerzone, sind vielfältig. Ende September 2013 begannen nun die Arbeiten, um den zentralen Platz neu zu formen. Oberbürgermeister Horst Schneider: „Wir entwickeln Offenbach aus dem Kern. Die Gestaltung der Innenstadt prägt das Bild und Image einer Kommune in den Köpfen der Menschen maßgeblich. Ästhetik, Gestaltung und Flair sind wichtig im Wettbewerb um Kunden und Mieter“.

Ursprünglich sollte mit der Neuausrichtung des Stadthofs aus Haushaltsgründen erst zu einem späteren Zeitpunkt begonnen werden. Schäden an der Decke der Tiefgarage unter dem Platz erzwangen, die Maßnahme vorzuziehen. Nach der unabdingbaren Erneuerung der Abdichtung über der Parkgarage, werden jetzt im Anschluss die neuen Platten verlegt. Das spart unnötige Doppelarbeiten.

Vorausgegangen ist im September 2012 der Projektbeschluss der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung. Nach einem Wettbewerb im Jahr 2011, an dem sich 25 Planungsbüros beteiligten, hat eine Jury den Vorschlag des Büros Stötzer Landschaftsarchitekten Freiburg, als Grundlage für den „neuen Stadthof“ ausgewählt. Die Verwaltung hat die Arbeiten für das 2,7 Millionen Euro teure Projekt am 3. Juli 2013 vergeben. Die Bauzeit für die Neugestaltung der circa 5.500 Quadratmeter großen Fläche beträgt voraussichtlich 13 Monate. Gefördert wird die Maßnahme vom Land Hessen aus Mitteln für „Aktive Kernbereiche“.

Der Stadthof wirkt „in die Jahre gekommen“, gestalterisch ein Flickenteppich an zentraler Stelle. An der heterogenen Färbung des Pflasters lassen sich die unterschiedlichen Bauphasen der Vergangenheit erahnen. Verwerfungen, verursacht durch das Wurzelwerk der Bäume machen den Belag an manchen Stellen zur Stolperfalle. Bürger und Bürgerinnen konnten sich an drei Abenden im Mai 2011 an der Planung beteiligen. Ihre Wünsche: Ausreichende Sitzmöglichkeiten, Wasserspiele, Bäume und eine höhere Aufenthaltsqualität.

Ziel der Planer ist eine einheitliche und zeitgemäße Gestaltung, die der Bedeutung der zentralen Verbindung zwischen Fußgängerzone und Rathausvorplatz angemessen ist. Den Anforderungen für die Veranstaltung von Festen und Märkten soll ebenso Rechnung getragen werden, wie den Bedürfnissen der Gastronomie.

Der jetzt realisierte Entwurf des Büros Stötzer Architekten verbindet Bürgerwunsch und Vorstellungen der Planer. Er setzt auf viel freie Fläche, zusätzliche Bäume und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Die vorgesehenen Möglichkeiten den Platz zu bespielen, aber auch gestalterische Akzente gefielen den Fachpreisrichtern, Stadtverordneten und Sachverständigen, die am 4. November 2011 die Siegerentwürfe auswählten. Das Planungsbüro Stötzer überzeugte einem Bodenbelag aus großen Platten, flachen Wasserbecken („Wassertischen“) sowie in den Boden eingelassenen LED-Leuchtbändern. In den zwei entlang des Rathauses angeordneten Becken kann das Wasser sanft fließen. Fontänen können zum Wasserspiel für Kinder werden.

Die gesamte Fläche des Stadthofs bleibt – bis auf die bestehenden Pavillons und den künstlerisch gestalteten Abgang zur Tiefgarage -,unverbaut und ermöglicht so größtmögliche Flexibilität. Die Lichtbänder und die Durchrasterung der Platten mit helleren Belagsbändern setzen abwechslungsreiche Akzente und werten den gesamten Raum gestalterisch auf.

Die Maßnahme wird in einzelne Bauabschnitte aufgeteilt. Die Baustelle „wandert“, um die Geschäfte und Lokale am Rande der Fläche so wenig wie möglich zu belasten. Die Arbeiten beginnen jetzt über der Tiefgarage. Über die Auswirkungen der Bauarbeiten werden die Anlieger und Geschäfte jeweils individuell informiert.

Da der spezielle Belag für die Oberflächen auf der Tiefgarage nur bei trockener und frostfreier Witterung aufgetragen werden kann, ist es möglich, dass bis November 2013 lediglich ein Teilbereich wieder freigegeben werden kann. Um die Bauzeit nicht zu verlängern, ist geplant bereits ab circa November 2013 mit der Gestaltung zwischen Tiefgarage und Frankfurter Straße zu beginnen. Dieser Bereich soll voraussichtlich im Mai 2014 freigegeben werden.

Die Randbereiche der Tiefgarage seitlich des Polizei- und Cafepavillon werden in Abhängikeit zu den jeweiligen Bauabschnitten ausgebaut und neu gestaltet. Als letzte Maßnahme werden die restlichen Abschnitte vor dem Bürgerbüro und der Kirche ausgebaut. Das Ende der Maßnahme Umgestaltung Stadthof ist auf September 2014 terminiert.