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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Pressetermin am vergangenen Donnerstag, 20. Februar 2014, nicht teilnehmen konnten.

Die Einladungen zum Come-together und Netzwerken gehören inzwischen zu einer guten Tradition der Wirtschaftsförderung und werden von den Vertretern der Kreativwirtschaft gerne angenommen. So auch für den Jahresauftakt im Ostpol, der 20. Februar, stattfand. „Die Resonanz war auch dieses Mal wieder überwältigend“, so Jürgen Amberger, Leiter der Wirtschaftsförderung und freut sich, dass die Aufbauarbeit der letzten Jahre nun Früchte trägt. Seit die Universität Trier 2007 der Stadt Offenbach mit einer Studie das umfassende Potential der Kreativwirtschaft bescheinigte, sei schließlich viel getan worden, um den Vertretern der Kunst- und Kreativwirtschaft optimale Bedingungen zu schaffen. Dass das natürlich nicht „das Ei des Kolumbus zur Lösung aller Probleme des Strukturwandels“ sei, weiß auch Oberbürgermeister Horst Schneider, „aber die Kreativwirtschaft ist ein Wachstumsmarkt und trägt zudem positiv zum Imagewandel unserer Stadt bei.“ Immerhin rund 1.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Bereichen Musik, Kunst, Kultur gab es im vergangenen Jahr, hinzu komme mindestens nochmal derselbe Anteil Selbstständiger. 292 Millionen EURO Umsatz generierten „nur“ 550 Unternehmen der „K.u.K“(Kunst und Kultur)-Branche im Jahr 2011, für das Jahr 2013 dürften die Zahlen entsprechend höher ausfallen.

Den positiven Effekt kann Tarek Al-Wazir, Offenbacher und seit kurzem Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, nur bestätigen: „Aus wirtschaftspolitischer Sicht ist Offenbach durchaus ein Sorgenkind. Aber gleichzeitig wird hier aus der Krise eine Chance gemacht und viel vorangetrieben.“ Das Nordend und die Entwicklung des ehemaligen Industriehafens seien beispielhaft und auf das, was in den letzten 20 Jahren in der Heyne-Fabrik entstanden ist, könne man ebenso stolz sein wie auf die Offenbacher Mikrokredite für Gründer, die, inzwischen quasi ein Exportmodell, vom Land Hessen übernommen wurden. Auch die schnelle und unbürokratische Umnutzung des ehemaligen Zollhauses sei ein guter Beleg für den Willen zum Wandel und das Bestreben, die kreativen Kräfte in der Stadt zu halten: „Offenbach bietet Möglichkeiten, die es woanders nicht gibt“. Daher sucht Al Wazir auch noch nach einer Anschlussfinanzierung für das Projekt „Lokale Ökonomie“, deren Förderung im April ausläuft. Auch wenn er nicht alles Geld nach Offenbach bringen könne, so Al Wazir, so sei er doch ansprechbar: „Nutzen Sie die Chance, einen Wirtschaftsminister aus Offenbach zu haben!“
Mit einem neu geschaffenen Referat will er zudem Kunst und Kultur als Wirtschaftsfaktor stärken und damit die kreativen Kräfte in Hessen halten: „Es muss also nicht immer Berlin sein“. 

Bildunterschrift:
v.l.n.r.: Der Leiter der Wirtschaftsförderung Jürgen Amberger mit dem Hess. Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir, Winfried Männche, Geschäftsführer der GBO, und Oberbürgermeister Horst Schneider beim Jahresauftakt im Ostpol
Bild: Stadt Offenbach