Sprungmarken
Suche
Suche

Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Fototermin am vergangenen Dienstag nicht teilnehmen konnten.

Ein Kleinod ist das Gebäude in der Parkstraße 60 schon aufgrund seiner Lage: umrahmt von den Grünflächen des Dreieichparks und mit guter Anbindung in alle Richtungen beherbergte die 1873 von den Maschinenfabrikanten Collet und Engelhard erbaute Villa bis 2011 das Rosenheim-Museum. Nach dessen Schließung erwarben die Frankfurter Steuerberater und Wirtschaftsprüfer „Reitbauer und Herbst“ Ende 2012 das eindrucksvolle Gebäude.

Von Mitte Oktober bis Januar 2013 wurden die Räume aufwendig renoviert und saniert. Mehr als zehn Gewerke waren mit den Arbeiten betraut und in mehr als 5.000 Arbeitsstunden wurden die Stuckdecken wiederhergestellt, neue Fenster eingebaut und das Gebäude für die Nutzung als Kanzleisitz umgebaut. „Unser Architekt hat Moderne und Tradition bestens miteinander vereinbart und eine bleibende Wertigkeit geschaffen“: sichtlich stolz präsentierten die neuen Eigentümer Herbert Reitbauer und Klaus Herbst ihre neue Dependance, die, so Herbert Reitbauer, auch von den Mandanten gut angenommen werde. Die Kanzlei besteht seit 30 Jahren und betreut Mittelständler aus Frankfurt, Offenbach und der Umgebung. Bis Januar 2013 hatte die Kanzlei ihren Sitz in Frankfurt und da der Mietvertrag endete, waren die Wirtschaftsprüfer schon länger auf der Suche nach neuen, angemessenen Räumlichkeiten.

Die Entscheidung für den Standort Offenbach sei nicht schwer gefallen, schließlich wohnen Klaus Herbst und Boris Reitbauer (jun.) im Offenbacher Westend. Kauf und Sanierung waren denn auch eine Herzensangelegenheit, berichtet Klaus Herbst. Er kennt das als Villa Jäger bekannte Gebäude aus seiner Kindheit, sein Schulweg führte ihn jeden Tag an ihr vorbei: „Die Villa ist ein städtisches Kleinod und es ist daher alles andere als selbstverständlich, dass diese in Privatbesitz übergeht. Auch Bernd Rosenheim hat sich nur schweren Herzens getrennt und uns aber seine Arbeiten als Leihgaben überlassen.“ Der Offenbacher Künstler lebt und arbeitet inzwischen in Irland und in der Schweiz, mit seiner gleichnamigen Stiftung fördert er zeitgenössische Kunst und vergibt alle zwei Jahre einen Kunstpreis. Die ausgewählten Werke der aktuellen Ausschreibung werden übrigens Ende März im Museum für Stadtgeschichte gezeigt.

Wer sich für eine Tätigkeit im schmucken Ambiente der Villa interessiert, ist nach Auskunft der Geschäftsführer herzlich zu einer Besichtigung eingeladen. Derzeit hat die Kanzlei 14 Beschäftigte, aber noch Raum zur Erweiterung.


BU: v.l.n.r.: Barbara Berghofer vom Liegenschaftsamt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Klaus Herbst, Oberbürgermeister Horst Schneider, Boris Reitbauer und Herbert Reitbauer mit Jürgen Amberger und Andreas Nagel von der Wirtschaftsförderung vor der Villa in der Parkstraße 60.