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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Pressetermin am vergangenen Freitag nicht teilnehmen konnten.

Ein "Atelierhaus Offenbach für Kultur- und Kreativschaffende", so der Arbeitstitel, soll schon in Kürze in der ehemaligen Bundeszollverwaltung, Frankfurter Straße 91, entstehen. Das sechsstöckige Gebäude gegenüber dem Deutschen Ledermuseum bietet Raum für bis zu 50 Ateliers, Büros und Studios. Damit erhält die lebhafte Künstlerszene der Stadt, die ab Sommer auf die Ateliers in der MATO-Fabrik verzichten muss, neue Perspektiven.

„Mit dem Atelierhaus in Kernstadtlage möchten wir die Kreativwirtschaft in Offenbach weiter stärken und unsere City insgesamt aufwerten“, sagte Oberbürgermeister Horst Schneider bei einem Vor-Ort-Termin. Auf seine Initiative hin hat GBO-Geschäftsführer Winfried Männche mit der Eigentümerin des Gebäudes, der Immobilienverwaltung des Bundes, optional Konditionen ausgehandelt, die direkt an die potenziellen Mieter weitergegeben werden sollen. „Wir rechnen mit einer Kaltmiete von etwa 5 Euro pro Quadratmeter“, erklärte Männche. Damit seien die Kosten weitestgehend gedeckt, auf einen Gewinn werde im Interesse der Stadt verzichtet.

Vor-Ort-Termin für Interessierte am 27. Januar
Noch sind die fertig ausgehandelten Verträge nicht unterzeichnet – denn Voraussetzung dafür ist, dass sich genügend Teilnehmer für das Projekt finden. Für Montag, 27. Januar, sind ab 10 Uhr alle interessierten Künstler und Kreativwirtschaftler in das Gebäude eingeladen, danach beginnt das Bewerbungsverfahren. Das Amt für Kulturmanagement habe bereits zahlreiche Einladungen für den Termin verschickt, teilte Amtsleiter Dr. Ralph Philipp Ziegler mit.

Das Gebäude, das seit 10 Jahren leer steht, verfügt über insgesamt etwa 2.000 m² Nutzfläche und ist mit Fernwärme ausgestattet. Die 6. Etage bietet die Möglichkeit für einen großen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum mit Blick über die Dächer Offenbachs. Die GBO plant, das Alte Zollhaus von der Bundesanstalt für Immobilien fünf Jahre lang zu mieten, danach soll es für die Erweiterung des angrenzenden Luisenhofs abgerissen werden.

An der Entwicklung des Atelierhauses beteiligt sind auch die städtische Wirtschaftsförderung und Vertreter der Hochschule für Gestaltung. „Wir sind begeistert von dem Projekt, das für die Kunst- und Kreativszene aufgrund seiner Konzentration und Lage einen großen Schritt nach vorn bedeutet“, betonte HfG-Professor Kai Vöckler. Die Hochschule wolle vor Ort präsent sein und das Gebäude mit nutzen.

Sollten sich alle Vorstellungen abschließend als stimmig erweisen und das Projekt umgesetzt werden, könnte die Nutzung noch im ersten Halbjahr 2014 beginnen, kündigte Kulturdezernent Schneider an. So bietet das Atelierhaus auch eine Auffangmöglichkeit für die Künstler der MATO-Fabrik, deren Mietverträge aufgrund der geplanten Wohnbebauung zum Sommer gekündigt worden sind. Der OB betonte: „Wir wollen die Szene in Offenbach halten und ein neues pulsierendes Zentrum von Kunst- und Kreativschaffenden entwickeln.“