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Die Stadt Offenbach am Main hat sich mit dem bis dato größten Schuldscheindarlehen der kommunalen Geschichte am Kapitalmarkt refinanziert. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren wurden 140 Millionen Euro eingeworben; das Darlehen wurde zu 100 Prozent im Versicherungssektor platziert. Damit geht Offenbach als eine der ersten Kommunen den Weg, Kassenkredite in strategisch günstigere, langfristige Schuldscheine umzuwandeln. Bislang hatte sich die Stadt überwiegend durch Darlehen mit kurzer Laufzeit finanziert.

Mit der Platzierung dieses Schuldscheindarlehens beweist die Stadt Offenbach, dass sie „eine sehr gute Schuldnerin mit einer hervorragenden Bonität und besten Entwicklungschancen“ ist, betont Oberbürgermeister und Kämmerer Horst Schneider. „Wir haben unsere Hausaufgaben in den vergangenen Jahren gemacht. Insgesamt haben wir in diesem Jahr bereits knapp 200 Millionen Euro unserer Verbindlichkeiten erfolgreich über Schuldscheindarlehen refinanziert.“ Dadurch entlaste die Kommune ihre Bank-Kreditlinien und sichere sich die derzeit günstigen Kapitalmarktzinsen langfristig. „Auf diesem Wege schaffen wir Planungssicherheit für künftige Haushaltsjahre, um unsere Stadt erfolgreich in die Zukunft zu führen", erklärt Schneider.

Die Fachleute der Kämmerei betonen: „Die Vorbereitung des Schuldscheindarlehens und die Begleitung während des gesamten Prozesses durch die Kandler Gruppe waren für uns eine völlig neue Erfahrung.“ Obwohl Offenbach bereits zuvor Schuldscheindarlehen platziert habe, habe für dieses Großprojekt vieles anders gemacht werden müssen, um einen für die Stadt neuen Kreis von Investoren ansprechen zu können. Durch die hervorragende Unterstützung der Kandler Gruppe seien die gesetzten Ziele vollständig erreicht worden. Auch die Konditionen waren nach Ansicht der Kämmerei so, wie sich die Stadt das vorgestellt habe. Über die genauen Modalitäten sowie darüber, wer das Schuldscheindarlehen erworben hat, wurde wie üblich zwischen allen Parteien Stillschweigen vereinbart.