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Schon lange wollte sich Özlem Senol den Traum vom eigenen Kosmetikstudio erfüllen. Sie bereitete sich gut vor und arbeitete ein ausführliches Unternehmenskonzept und einen Finanzierungsplan aus. Als Kapital zum Start wurden 5.000 Euro benötigt, ein vergleichsweise kleiner Betrag für eine Unternehmensgründung. Da Frau Senol damals keine besonderen Sicherheiten vorweisen konnte, schied ein Bankkredit aus.

 Eine gute Idee und viel Engagement, aber keine Sicherheiten – da sagen die meisten Banken „Nein“ zu einem Kredit für Unternehmer. Zumal wenn es nur um ein paar Tausend Euro geht. Denn dann sind die Kosten für die Bearbeitung in einem solchen Fall schnell höher als der Zinsertrag.

In Offenbach gibt es jedoch eine Alternative für Kleinunternehmer mit Finanzbedarf - den „Ostpol-Kredit“. Damit konnte ein Kredit in der erforderlichen Höhe für Frau Senol ermöglicht werden. Somit stand dem Start dieser erfolgreichen Gründung nichts mehr im Wege. „Der Mikrokredit ermöglichte mir, mein eigenes Kosmetikstudio zu eröffnen. Endlich konnte ich meinen Kunden in einem schönen Ambiente und in meinen eigenen Räumen, spezielle Wellness und Kosmetik anbieten. Ich konnte mit der Finanzierung den Laden übernehmen, renovieren und neue Produkte sowie Geräte anschaffen. Ich bin sehr glücklich und dankbar über diese Chance und ich konnte mit der Hilfe einen neuen Schritt im Leben gehen“, berichtet Özlem Senol.

Die Stadt hatte 2009 einen Fonds in Höhe von knapp 50.000 Euro aufgelegt. Damit wurden Mikrokredite an Gründer und kleine Unternehmen in der Stadt Offenbach möglich gemacht, für die man ein besonderes Verfahren der Vergabe und Betreuung entwickelt hat. Das Konzept stammt von der KIZ GmbH, die im Ostpol° Unternehmer qualifiziert und Gründer betreut, aber auch umfangreiche Erfahrungen mit Mikrokrediten einbringen konnte. Dazu kam die Expertise des Netzwerks „Gründerstadt Offenbach“, der KIZ Finanzkontor, der Sparkasse Offenbach, der IHK, der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach mbH (GBO) und der Arbeitsförderung der Stadt. Die Netzwerkpartner bilden den Vergabeausschuss, der über jede einzelne Kreditvergabe gemeinsam entscheidet.
Mit dem Ostpol-Kredit-Fonds der Stadt wurde zudem die Voraussetzung für Kredite aus dem Mikrokreditfonds Deutschland für Offenbacher Unternehmer geschaffen.

Bisher wurden insgesamt 55 Kredite vergeben, wovon 65% bereits vollständig zurückgezahlt sind. 16 Kredite laufen noch. Nur drei Kredite mussten ausgebucht werden, weil die Schuldner die Rückzahlung nicht leisten konnten. Das ist, wie Petra Bünz, Geschäftsführerin von KIZ erläutert, ein vergleichsweise sehr niedriger Wert. Im normalen Kreditgeschäft mit Gründern rechnet man mit wesentlich höheren Ausfallraten. „Hierauf sind wir stolz, denn es bedeutet ja, dass der Ostpol°-Vergabeausschuss den richtigen Menschen Vertrauen geschenkt und diese mit der Bewilligung ihres Kreditantrages unterstützt hat“, so Petra Bünz, Geschäftsführerin von KIZ.

"Der ostpol und der ostpol-Kredit sind damit weiterhin wesentliche Fundamente unserer erfolgreichen Arbeit als Gründerstadt", so der zuständige Stadtrat Felix Schwenke. "Deshalb gibt es das Angebot des Ostpol-Kredits auch im Jahr 2014." Wie bisher ist ein Darlehen von bis zu 5.000 Euro für überzeugende neue Geschäftsideen oder Maßnahmen zur Entwicklung bestehender Geschäfte möglich. Wenn der erste Kredit erfolgreich zurückgezahlt wurde, kann der entsprechende Unternehmer für weitere Maßnahmen zur Geschäftsausweitung sogar bis zu 20.000 Euro als Darlehen erhalten. Die Laufzeit beträgt bis zu 32 Monaten, der Zins 8,9 Prozent.

Nähere Informationen zum Ostpol°-Kredit erhalten Sie unter www.ostpolkredit.de  oder 069-667796-620 bei Evangelia Kapousis.