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Entgegen den Befürchtungen einiger Pessimisten erwies sich das Offenbacher Lichterfest 2014 am vergangenen Samstagabend wieder als voller Erfolg. Die beiden Veranstalter Matthias Müller und Regina Preis von der Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft mbH (OSG) sowie das Organisationsteam unter Leitung von Michèle Latzke zogen nach der Veranstaltung ein durchweg positives Fazit. „Wir haben trotz der vielen Kritik im Vorfeld unter Beweis stellen können, dass das Lichterfest auch mit Eintritt und Sicherheitskonzept funktioniert“, sagte Regina Preis. „Wir hatten ein großartiges Publikum und unser Dank gilt insbesondere den beteiligten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Vereine.“

Auch Matthias Müller zeigte sich erleichtert – nicht nur wegen des großen Zuspruchs. Rund 6600 Menschen, darunter viele Familien, fanden sich im Büsingpark ein, um dem Konzert der in Offenbach beheimateten Neuen Philharmonie Frankfurt zu lauschen und die stimmungsvollen Kerzenmotive zu bewundern. „Wir sind wieder zu den Wurzeln der Veranstaltung – einem klassischen Konzert im Lichtermeer – zurückgekehrt und glücklicherweise war das Wetter auf unserer Seite, nachdem wir noch am Nachmittag zuvor befürchten mussten, dass uns ein Unwetter zum vorzeitigen Abbruch zwingen würde.“ Tatsächlich genossen am Samstag die Besucher einen herrlichen Sommerabend mit einer leichten Brise, angenehmen Temperaturen und kühlen Getränken. „Mit der von Sicherheitsexperten veranschlagten Anzahl von 7000 Menschen im Park befinden wir uns auf der sicheren Seite, sodass im kommenden Jahr noch etwa 500 Besucher mehr teilnehmen können.“

Wie sehr sich das Fest in seiner nunmehr elften Auflage zu einem Publikumsmagneten entwickelt hat, zeigten auch die Kennzeichen der vielen Fahrzeuge aus Frankfurt und Darmstadt, die rund um den Büsingpark einen Parkplatz gefunden hatten. „Wir hatten viele Besucher, die aus der großen Nachbarstadt oder dem Kreis Offenbach zu uns gekommen sind“, so Michèle Latzke. Für sie ist das auch ein Indiz dafür, dass sich das Image der Stadt zum Positiven wandelt. Zwar hatten die Veranstalter in der vergangenen Woche beinahe täglich dazu geraten, sich eines der Eintrittsbändchen schon im Vorverkauf zu sichern. Viele Besucher entschieden sich dennoch – wohl auch wegen der unsicheren Wettervorhersage – kurzfristig für einen Besuch. Übermäßig lange Warteschlangen an den drei Abendkassen blieben jedoch aus. „Die überwältigende Mehrheit der Besucher empfand die neuen Regelungen und die auf diese Weise begrenzte Besucheranzahl als äußerst angenehm.“ Und auch zuvor kritische Stimmen aus den Vereinen zeigten sich während der Veranstaltung versöhnlich.

Ebenfalls reibungslos funktionierte der Verkehr am Samstagabend, nachdem die Kaiserstraße in Höhe des Büsingparks in Richtung Mainufer halbseitig gesperrt worden war. „Wir haben bis jetzt keinerlei Beschwerden verzeichnet“, teilte Ordnungsamtsleiter Peter Weigand mit. Für Matthias Müller und Regina Preis sind der reibungslose Ablauf und der Erfolg des Festes letztlich auch die Bestätigung dafür, bei der Entscheidung über das notwendig gewordene Sicherheitskonzept die richtigen Kompromisse eingegangen zu sein. „Ich denke, auf dieser Basis können wir das Fest auch in Zukunft ausrichten“, kündigt Regina Preis an. Monatelang hatten die beiden OSG-Geschäftsführer mit Ordnungsamt, Feuerwehr, Sanitätsdiensten und einer privaten Sicherheitsfirma die Modalitäten ausgehandelt, mit Hilfe derer die gesetzlichen Vorgaben für ein Sicherheitskonzept umgesetzt werden mussten. „Das war kraftraubend und zeitintensiv, aber letztlich haben wir offenbar alles richtig gemacht“, lautet das Fazit der Beiden. „Das bestätigen uns auch die vielen positiven Rückmeldungen, die wir vernommen haben.“

Bildunterschriften
Bild 1: Alles ist erleuchtet
Bild 2: Die Kinder von „OK Kids Elternverein Offenbach“ mit leuchtender Schultüte
Fotos: Stadt Offenbach