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Statt red button: Anschneiden der Torte
Süßer Start: Statt eines Knopfdrucks gemeinsamer Tortenanschnitt © georg-foto.de
Offenbach.de – das gemeinsame Internetportal der Stadt Offenbach und der Stadtwerke Unternehmensgruppe – hat seit dieser Woche ein neues, frisches Gesicht: auf den Nutzer reagierend, zukunftsfähig und einfach in seinen Funktionalitäten, intuitiv und übersichtlich in der Benutzerführung. Die Internetseiten von offenbach.de und allen anderen Adressen des Portals passen sich automatisch auf die Formate von Desktop, Smartphone und Tablet an, sodass Nutzer die Inhalte immer in einem optimal an die Bildschirmgröße angepassten Format sehen.

Offiziell in Betrieb genommen wurden die neuen Internetseiten am Donnerstag, 18. Juni. Bei der Vorstellung des neuen Auftritts betonte Oberbürgermeister Horst Schneider, dass Stadt und Stadtwerke den Bürgerinnen und Bürgern künftig einen noch schnelleren und besseren Online-Service bieten wollen. Darüber hinaus unterstreiche der neue Internetauftritt, wie sich die Stadt modernisiert und neugestaltet: „6000 Menschen ziehen bald in die neuen Wohnungen, die überall in unserer Stadt derzeit gebaut werden. Ihnen präsentiert sich Offenbach nun auch im Netz als moderne Kommune.“

Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding, verwies auf die Besonderheit, dass offenbach.de ein gemeinsames Portal von Stadtverwaltung und Stadtkonzern ist: „Offenbach zählt zu den wenigen Kommunen in Deutschland, die im Interesse der Nutzer alle Leistungen auf einer Seite darstellt, egal ob sie von der Verwaltung oder von städtischen Gesellschaften erbracht werden. Das erspart den Nutzern eine doppelte Suche und der Unternehmensgruppe und der Stadt Offenbach doppelte Kosten.“

Zweieinhalb Jahre dauerte der Prozess von der Auftaktveranstaltung im Januar 2013 bis zur Freischaltung. Die Internetredaktion der OSG Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft mbH, die als Betreibergesellschaft das Gesamtprojekt verantwortet, konzipierte, gestaltete und beschrieb gemeinsam mit den zuständigen Ämtern und Gesellschaften mehr als 500 kommunale Produkte. Alle Leistungen beispielsweise der Stadtplanung, der Kultur, in Sport und Freizeit, für den Umweltschutz oder die Kreativwirtschaft mussten in den neuen Auftritt eingepasst werden. Das Redaktionsteam hat viele Texte komplett neu verfasst und ansprechend bebildert. Die städtischen Museen erhielten eigene Unterseiten, so genannte Microsites. Ebenso haben Capitol, Stadthalle, An den Eichen, Hafen Offenbach, Sparda-Bank-Hessen Stadion, die Leitstelle Elektromobilität und die GBO eigene Microsites innerhalb des Portals erhalten, um ihrem Vermarkungsauftrag marktgerecht im Web nachkommen zu können.

Umfangreiche Adresslisten, beispielsweise das Forum Einzelhandel oder der Senioren-Wegweiser, wurden komplett von der alten in die neue Datenbank übertragen. Die Redaktion hat den Bildungsbereich, Schwerpunkt der Stadtpolitik, neu strukturiert. Bislang eigenständige Webseiten wie die der Stadthalle und des Capitols konnten in den neuen Auftritt ebenso integriert werden wie Fachverfahren beispielsweise zur Terminvergabe im Bürgerbüro. Regina Preis, Geschäftsführerin der OSG: „Die Leistungspalette von Stadt und Tochterunternehmen ist ausgesprochen vielfältig und heterogen. Wir mussten zwischen all den verschiedenen Anforderungen Brücken schlagen in Navigation und Design. Das Leistungsverzeichnis im Vergabeverfahren umfasste rund 85 Seiten, prall gefüllt mit technischen Spezifikationen.“

Der technische Portalrealisierer wurde in einem Teilnahmewettbewerb ermittelt, an den sich eine gut zweimonatige, intensive Verhandlungsphase anschloss. Am Ende entschied sich die Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft gemeinsam mit der Steuerungsgruppe für das Content Management System „InfoSite 6“ der Firma Sitepark. Die Gründe: Sitepark hat eine große Erfahrung und Kompetenz in der Umsetzung kommunaler Internetportale, insbesondere für Großstädte, und machte gemessen am Preis-/Leistungsverhältnis das beste Angebot. Matthias Müller, Geschäftsführer der OSG: „Das Internet entwickelt sich rasant. Fast täglich kommen neue Anwendungen hinzu. Die Einpassung dieser Applikationen ist teuer. Deshalb macht es Sinn, einen Anbieter zu finden, der fest in der kommunalen Familie verankert ist, um die Kosten zu verteilen. Sitepark hat in Hessen mehrere Ausschreibungen gewonnen. Die Software ist mit einer zertifizierten Schnittstelle mit dem Behördenwegweiser des Landes verbunden. Daten müssen also nicht mehrfach eingegeben werden“.

Offenbach.de sei, so Müller weiter, für künftige Neuerungen und Veränderungen im Netz gerüstet. Offenbach.de ist mobilfähig, passt sich der individuellen Bildschirmgröße an. Offenbach.de ist interaktiv. In den kommenden Monaten sollen zusätzliche Dienstleistungen ins Netz eingestellt werden, damit Menschen ihre Behördengänge bequem von zuhause aus erledigen können. Offenbach.de ist partizipativ. Über Blogs und Foren können Interessierte mit der Stadt über Planungen und Projekte kommunizieren.

Oberbürgermeister Horst Schneider: „Der Relaunch ist ein Meilenstein unserer E-Government-Strategie, Prozesse werden einfacher und effizienter. Wir wollen den Service für unsere Bürger optimieren und im gleichen Atemzug die internen Abläufe und Arbeitsschritte, verbessern“. Warenkorb und E-Payment sind bereits beauftragt und werden in den kommenden Monaten implementiert. Weitere interne Basiselemente wie ein Dokumenten-Management-System stehen auf der Offenbacher Agenda. Eine Reihe von Online-Formularen steht bereits zur Verfügung. Weitere werden folgen sowie perspektivisch sicherlich auch die rechtssichere Kommunikation mittels Signatur oder der Identifikation durch den neuen Personalausweis

Das Design

In einem ansprechenden und klar strukturierten Design begrüßen Ämter, Gesellschaften und andere Organisationseinheiten die Nutzer. Die Aufmachung ist sowohl auf die neuen Gestaltungsrichtlinien der Stadt Offenbach als auch der Stadtwerke Offenbach Holding abgestimmt. Die Freischaltung des Portals ist damit ein weiterer Meilenstein, um die aufeinander abgestimmten neuen Erscheinungsbilder von Stadt und Stadtwerke Unternehmensgruppe umzusetzen. Neue Fachanwendungen und innovative Applikationen machen das Abrufen von Dienstleistungen und den Dialog schneller und einfacher. Der moderne Auftritt soll das Image der Stadt mitprägen. Für die Gestaltung der Benutzeroberflächen wurde „die firma gmbh“ verpflichtet. Die auf digitale Kommunikation spezialisierte, vielfach ausgezeichnete Projektagentur beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem nutzerzentrierten Design elektronischer Services und Produkte. Zu den Kunden gehören sowohl öffentliche Auftraggeber und Verbände wie die Hochschule Fulda oder der Zentralverband Elektronikindustrie als auch national und international tätige Industrie- und Wirtschaftsunternehmen wie Bosch Rexroth, Claas, Dow Corning, Lufthansa Airplus, Messe Frankfurt und Deutsche Telekom.

Die Navigation

Die Navigation orientiert sich an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzern und nicht an der Ämterstruktur der Stadtverwaltung oder der Organisation von Einzelgesellschaften. Um die Orientierung zu erleichtern, wurden zudem die Suchfunktionen verbessert. Wer ein bestimmtes Thema sucht, kann entweder das freie Suchfeld im Kopf der Website nutzen oder das Stichwortverzeichnis von A bis Z. Die Seiten sind suchmaschinenoptimiert und die interne Stichwortsuche wurde erheblich verbessert. Es wurden Schnittstellen zu externen Anwendungen wie dem Hessenfinder geschaffen. Erneut eingebunden ist die Meldeplattform "Offenbacher Mängelmelder", betrieben von der wer|denkt|was GmbH, auf der Offenbacher und Offenbacherinnen Anliegen und Schäden melden an die Stadt können. Besonderheit des Mängelmelders der Stadt Offenbach ist die Einbindung des individuellen Stadtplans, auf dem die Mängel markiert sind. Dieser bietet auf der untersten Zoomstufe eine Katasterkarte des Stadtgebiets. Die Suche erfasst nun außerdem auch Veranstaltungen sowie Dokumente aus dem Politischen Informationssystem. Um besondere Einrichtungen, Projekte oder Produktmarken optimal darzustellen und zu vermarkten, bietet das neue System die Möglichkeit, Subportale mit eigener Domain und in einer eigenen Varianz des Rahmenlayouts in das Gesamtportal zu integrieren.

Die Macher

Über zweieinhalb Jahre haben die Relaunch-Projektgruppen der Stadt und der SOH unter der Federführung von Simone Kaucher-Quade redaktionelle Konzepte entwickelt, technische Anforderungen und Wünsche der einzelnen Ämter und Gesellschaften aufgelistet, auf dieser Basis die europaweite Ausschreibung vorbereitet und durchgeführt sowie einen separaten Prozess für die Designentwicklung gemanagt. Dabei unterstützte City & Bits bei der strategischen Ausrichtung und Konzeption und erarbeitete ein technisches Lastenheft, das Grundlage für die Ausschreibung war. City & Bits begleitete die Ausschreibung, die Bewertung von Angeboten und die Umsetzungsphase.

Die Erarbeitung der neuen Seiten erfolgte parallel zur laufenden Programmierung. Für die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe waren hier vor allem Oliver Gaksch, Nicole Unruh, Sabine Eyert-Kobler, Katharina Skalli und Gabi Klußmann unter der Leitung von Regina Preis tätig. Für die Stadt Offenbach Matthias Müller, Simone Kaucher-Quade, Andrea Ehrig, Anna Fee-Neugebauer, Stefanie Ehret, Marc-Oliver Schmitt und Nicole Unruh. Der Prozess wurde von einer Steuerungsgruppe mit Mitarbeitern aus Verwaltung und Stadtwerkegruppe begleitet, der auch IT-Spezialisten angehörten.

Zahlen, Daten, Fakten

Budget: 200.000 Euro, davon 171.000 Euro für Technik und Design. Das entspricht exakt dem Angebot. Der Rest für Ausschreibung plus Beratung.

CMS Anbieter: Firma Sitepark

Projektlaufzeit:  2,5 Jahre

Anzahl der integrierten Auftritte in Stadt und Konzern:       circa 15

Anzahl der Einzelseiten Stand Juni:   circa 4.200

Dokumentation des Realisierungsprozesses/Lastenheft:  94 Seiten

Betreibergesellschaft:   OSG

Besonderheiten: komplett neues Erscheinungsbild im Einklang mit den CI-Richtlinien von Stadt und SOH, bundesweit eines der wenigen integrierten Portale von Stadt und städtischen Gesellschaften, eines von bundesweit unter 50 responsiven Stadtportalen, eines der ersten in Hessen.