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Die Beteiligung der Stadt Offenbach am Main an der Energiewirtschaft spielt auch weiterhin eine zentrale Rolle, die Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB) haben sich positiv entwickelt und das Klinikum trübt nicht länger die Bilanz: „Im vergangenen Jahr hatten wir erfreulicherweise eine stabile Situation bei den städtischen Beteiligungen“, teilte Stadtrat und Kämmerer Dr. Felix Schwenke bei der Vorstellung des Beteiligungsberichts 2014 im Rathaus mit.
Die Stadt Offenbach ist an 31 privatrechtlich organisierten Gesellschaften beziehungsweise Eigenbetrieben mittel- oder unmittelbar mit mindestens zwanzig Prozent beteiligt. Der Beteiligungsbericht dokumentiert ihre wirtschaftlichen Eckdaten und prognostiziert die Zukunftsaussichten der Unternehmen inklusive einer Risikobewertung.

In insgesamt sechs Geschäftsfeldern ist die kommunale Wirtschaft aktiv: Ver- und Entsorgung, Mobilität, Gesundheit und Soziales, Information, Kultur und Messe sowie Immobilien. Hinzu kommt die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe mit ihren Einzelgesellschaften. Über eine Milliarde Euro Umsatz haben die Unternehmen im vergangenen Jahr erwirtschaftet, das Eigenkapital aller Gesellschaften belief sich zum Jahresende auf etwa 140 Millionen Euro.

Positiv hat sich beispielsweise die Situation bei den Offenbacher Verkehrsbetrieben entwickelt: Dem hohen Krankenstand der Busfahrer und somit gestiegenen Personalkosten wurde mit einem betrieblichen Eingliederungsmanagement und Krankenrückkehrgesprächen begegnet. Dessen ungeachtet fahren die Busse wie in vielen anderen Kommunen auch weiterhin ein Defizit ein. Auch künftig soll die Zufriedenheit der Mitarbeiter unter anderem mit Veränderungen im Dienstplanrhythmus verbessert werden, erläuterte Schwenke. Die EVO dagegen bleibt – wenn auch mit fallender Tendenz – eine Haupteinnahmequelle der Stadt, insgesamt 48,45 Prozent hält Offenbach an dem Energieversorger. Im vergangenen Jahr flossen 7,35 Millionen Euro an die Stadt zur Finanzierung des ÖPNV. Allerdings geht Schwenke davon aus, dass der ökologische Umbau der EVO in den kommenden Jahren kleinere Renditen zur Folge haben wird. So wird für 2016 nur noch mit 6,3 Millionen Euro gerechnet. „Diese Quersubventionierung“, so Schwenke, „ist keine Offenbacher Spezialität. Die Finanzierung des Nahverkehrs ist und bleibt in vielen Kommunen eine Herausforderung.“

Neu in dem dreiteiligen Bericht ist der Teil „Zahlen, Daten, Fakten 2014“, der die wichtigsten Kennzahlen und Veränderungen in kompakter Form zusammenfasst und die folgende Vorstellung der einzelnen Gesellschaften mit ihren Tätigkeitsfeldern, einem Lagebericht sowie der möglichen wirtschaftlichen Entwicklung sinnvoll ergänzt. Damit könne sich die interessierte Öffentlichkeit schnell einen Überblick verschaffen, erklärt Schwenke, der den Bericht noch weiterentwickeln möchte: Er kann sich vorstellen, in einer der nächsten Ausgaben auch die Bewertung der jeweiligen Beteiligungen vorzunehmen. Denn dann, so der Kämmerer weiter, habe man mit dem Beteiligungsbericht ein weiteres Steuerungsinstrument zur Hand: „Für die finanzielle Situation der Stadt Offenbach ist es von besonderer Bedeutung, dass die Beteiligungen der Stadt effizient arbeiten und mit ihrer Aufgabenerfüllung einen Beitrag zur Entlastung des städtischen Haushalts leisten.“