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07. Oktober 2015: Respektlosigkeit gegenüber Alten oder Jungen, Frauen oder Männern, Deutschen oder Nichtdeutschen, Kranken oder Behinderten, Radfahrern oder Fußgängern, Reichen oder Armen ist der Nährboden für Konflikte, manchmal auch für Gewalt. Wer selbst Respekt zeigt, wird Respekt ernten. „Weil Respekt wichtig ist für das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt und anderswo, war dies auch das Motto des Offenbacher Präventionstages im Ringcenter“, berichtet Stadtrat Dr. Felix Schwenke, der als Vorsitzender des Offenbacher Präventionsrates Schirmherr des 8. Offenbacher Präventionstages am 30. September im Ringcenter war. Kooperationspartner waren die Stadt Offenbach, die GBO – Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach, die Polizei und weitere Aktiven in der Präventionsarbeit. Gemeinsam mit Polizeivizepräsidentin Anja Wetz eröffnete Dr. Schwenke die Veranstaltung um 10 Uhr.

Für junge wie ältere Besucher gab es Informationen rund um Respekt und Prävention. Pro familia bot für Schulklassen Workshops an zum respektvollen Umgang mit sexueller Vielfalt. „Die Nachfrage von Schulklassen nach diesen Workshops war riesig“, teilt Frank Weber mit, stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes und federführend für die Organisation der Veranstaltung zuständig. „Offensichtlich hat pro familia ein Thema mit großem Informationsbedarf ausgewählt!“

Wie Respekt im Netz funktioniert, erläuterte die Medien-Etage des Jugendamtes. Das Ordnungsamt sprach mit Passanten an Ort und Stelle über Respekt und Respektlosigkeiten. Was „HeRoes“, ein neues Projekt gegen Unterdrückung im Namen der Ehre und für Gleichberechtigung, mit Respekt zu tun hat, erläuterte das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem Netzwerk gegen Gewalt. Auch wie sich junge Männer an dem Projekt in Offenbach beteiligen können.

Besonderen Respekt verdienen auch Senioren und Behinderte. Die DAK ließ junge Leute mit einem Alterssimulationsanzug erleben wie sich das anfühlt, wenn man älter wird. Jugendliche wie auch andere Interessierte konnten in einem Rollatoren- und Rollstuhlparcours von Caritas, DAK und Verkehrswacht in die Rolle mobilitätseingeschränkter Menschen schlüpfen und die dadurch erschwerten Zugangsmöglichkeiten in einen Bus der OVB testen.

Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Respektlosigkeiten führen. Alkohol ist eine Droge, deren Gefahrenpotenzial man respektieren sollte, so das Suchthilfezentrum Wildhof. Die Fachstelle für Suchtprävention klärte über die Risiken auf und stellte das Projekt „HaLT“ zur Prävention von Alkoholvergiftungen vor. Mit Rauschbrillen wurden die Auswirkungen von Alkoholkonsum unmittelbar simuliert. Auch über die Gefahren von Glückspiel wurde informiert. Wie man einer Anmache im Bus begegnen kann, zeigten Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule

Respekt im Straßenverkehr ist der Verkehrswacht ein besonderes Anliegen. Fahrsimulatoren und Reaktionstestgerät fand besonderes Interesse bei den jüngeren Besuchern. Für Respekt gegenüber Opfern von Gewalt setzt sich der Weiße Ring ein. Dort wurde nachgefragt, welche Unterstützung Opfer von Gewalt erfahren können. Auch Respekt und Respektlosigkeiten gegenüber Ordnungs-, Polizei und Rettungsdienste wurden beim Präventionstag thematisiert.Wie sich Respekt und Toleranz tänzerisch auszudrücken lässt, zeigten eindrucksvoll die Akteure von People’s Theater. Welche Rolle Respekt im Boxsport spielt, erläutert der Boxclub Nordend: Er präsentierte Trainingseinheiten des Nachwuchses.

Informationen  zu Hilfs- und Präventionsangeboten in Offenbach erhielten Interessierte an den diversen Informationsständen der in der Präventionsarbeit tätigen Organisationen. Die Videodokumentation des Präventionstages erfolgte durch  das Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main der LPR Hessen und wird zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.

Neben den genannten Organisationen waren diesmal erstmals auch die Seniorenhilfe und das Engagement-Netz Offenbach mit Informationsständen präsent. Das Gewinnspiel wurde durch die GBO organisiert, die Moderation erfolgte durch das Quartiersmanagement.

Filmbeitrag zum 8. Offenbacher Präventionstag vom Offenen Kanal

Alle Fotos: Stadt Offenbach