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Offenbach am Main, 18.11.2016 – Das Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz eine Fortbildung zum Artenschutz an Häusern für Architekten und Handwerker organisiert. „Das hab ich so nicht gewusst“, stellen manche Teilnehmer auf der Fachveranstaltung fest. Auf den täglichen Baustellen ist Natur- u. Artenschutz im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen bisher nicht vorrangig.

Zum Dialog waren am 1. November 2016 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Energieberatung, Handwerk und Architektur eingeladen und informierten sich unter anderem über Naturfaserdämmstoffe und die Effizienzhäuser 50, 40 und 40 plus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich aus, lernten neue Kontakte kennen und erfuhren Expertenvorträge viel Neues zu diesem Spezialthema.

„ Für unsere Zielgruppe ist es wichtig, bei Bauvorhaben oder Sanierungen, zuverlässige Partner für die jeweiligen Projekte zu kennen und an der Seite zu haben, daher wollten wir mit dieser Veranstaltung die Vernetzung der Arbeitsbereiche fördern“, so Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Sie moderierte die Veranstaltung. „Gleichzeitig geht es aber auch um die Vermeidung von Straftaten, denn genau in dieses Dilemma kann ein Handwerker oder Hausherr kommen, wenn beispielsweise Brutstätten von geschützten Arten im Dachgebälk zerstört oder entfernt werden.“

Die Veranstaltung wurde vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Modellhafte Erarbeitung regionaler und örtlicher Energiekonzepte unter den Gesichtspunkten von Naturschutz und Landschaftspflege“ als Öffentlichkeitsmaßnahme gefördert.

Das Projekt, an dem die Stadt Offenbach als Modellregion teilnimmt, soll aufzeigen, wie Konflikte zwischen Klimaschutzmaßnahmen und dem Naturschutz vermieden und Synergien genutzt werden können.

Naturfaserdämmstoffe war das Thema von Eva Riks, vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Sie zeigte auf, welche Vorteile damit verbunden sind, wie zum Beispiel Schallschutz, Vermeidung von Algenbefall oder Brandschutz.

Neues aus dem Bereich erneuerbare Energien und Speicherlösungen berichtete Norbert Orth vom Institut für Umweltenergie, dort werden energieeffiziente, energieunabhängige Baulösungen entwickelt, bei denen das Ziel ist, weitgehend Kohlendioxid-freie Lösungen zu finden und auch Speicherlösungen zu betrachten.

Daniel Engelhard, Biologe vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz erläuterte dann das Thema Artenschutz, gesetzliche Vorgaben und wie erkannt werden kann, ob eine Niststätte vorhanden ist.

Am Ende der Veranstaltung wünschten sich viele der Anwesenden eine Fortführung der Veranstaltung als Serie. „Wir bieten auch den Innungen der Handwerker an, die Fortbildung für sie kostenlos durchzuführen, das Thema ist zu wichtig! Auch Bauherren können sich direkt bei uns informieren“, so Heike Hollerbach. Das Umweltamt ist zu erreichen unter umweltamtoffenbachde oder 069 8065 2557. Im Internet bietet das Umweltamt zusätzliches Informationsmaterial unter http://www.offenbach.de/.../flyer-artenschutz-und-sanierung.php an.


Bildinformationen

1) Austausch bei der Fachveranstaltung zum Artenschutz an Gebäuden

2) Referenten bei der Fachveranstaltung zum Artenschutz an Gebäuden Fotos: Stadt Offenbach