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Offenbach am Main, 28.11.2016 – Noch sind die neuen Umkleideräume im Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe eine Baustelle, aber nach der Fertigstellung im Dezember stehen sie Schulklassen zur Verfügung. Dort, wo sich bisher lediglich sanitäre Anlagen im Eingangsbereich des Schwimmbads befanden, sind helle Räume und Duschen entstanden. „Bislang stapelten sich Kleidung und Rucksäcke der Schüler wild durcheinander, das war kein Zustand“, erklärt Irene Becker, Schatzmeisterin des EOSC. Der Erste Offenbacher Schwimmclub ist seit den 50er Jahren Betreiber des einzig verbliebenen Bads der Stadt, die den Verein mit einem Zuschuss in Höhe von derzeit 493.000 Euro plus Verlustausgleich unterstützt. 2.500 Mitglieder zählt der EOSC aktuell, insgesamt neun Mitarbeiter, drei davon in Teilzeit, kümmern sich um Technik, Kasse und Aufsicht.

Weil der finanzielle Spielraum eng ist, wird mit Bedacht investiert. So wurden beispielsweise 2009/2010 aus Konjunkturmitteln des Landes und des Bundes das 50-Meter-Becken mit Edelstahl ausgekleidet sowie 2015 die technische Anlage und die Damenduschen erneuert. „Das 1951 eingeweihte Waldschwimmbad war ursprünglich als Sommerbad konzipiert“, weiß Manfred Ginder, Leiter des städtischen Sportmanagements. Seit 1995 wird es in der Wintersaison mit einer Traglufthalle versehen, da das Tambourbad geschlossen und sowohl Park- als auch Lehrschwimmbad verkauft wurden. Das Parkbad ist heute Empfangslobby eines Hotels, und auf dem Areal des Tambourbads wurde der Sana-Sportpark errichtet.

Die ursprünglichen Pläne, die Sportstätte mit den Verkaufserlösen neuzugestalten, wurden nicht realisiert, daher gab es auf der Rosenhöhe keine Schüler- und Familienumkleidemöglichkeiten. Das Waldschwimmbad wird von Schulen, Vereinen, Familien und Schwimmbegeisterten genutzt. Nach und nach versucht der Verein daher, das Bad mit Unterstützung der Stadt Offenbach im Bestand zu modernisieren. Der Dusch- und Umkleidebereich für Damen wurde vor zwei Jahren erneuert, den der Herren will der Verein in den nächsten Monaten angehen. Wann genau lässt Schatzmeisterin Becker offen, schließlich sollte das Kinderbecken auch schon während der Sommersaison in Betrieb genommen werden, was aber auf nächstes Jahr verschoben werden musste.

Fertiggestellt hingegen ist die neue Zufahrt für Rettungswagen direkt am Technikgebäude. „Damit können Verletzte jetzt schneller und diskreter abtransportiert werden“, erläutert Becker. Bislang mussten die Einsatzkräfte über den Haupteingang fahren, „das hat immer auch Schaulustige angezogen.“ Ohnehin ist im Außenbereich noch einiges geplant, um das Bad auch langfristig attraktiv zu machen. Ideen gibt es, wie immer, viele. Für den Moment dürfen sich auch Familien freuen, denn diese sollen die neuen Gruppenumkleideräume abends und an den Wochenenden nutzen dürfen. „Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten allen gerecht zu werden“, betont Becker. So hat der Verein in der diesjährigen Sommersaison erstmals auch einen Familien- und einen Abendtarif angeboten und damit gute Erfahrungen gemacht. Für Sportmanagementleiter Ginder ein Schritt in die richtige Richtung: „Schwimmen ist elementar. Wir versuchen, den Verein nach Kräften in seiner Arbeit zu unterstützen, damit Schulen und Privatschwimmer im einzigen Offenbacher Schwimmbad weiterhin gute Bedingungen für die Ausübung des Sports haben.“

 

Bildinformation:

1) Sportamtsleiter Manfred Ginder und EOSC-Schatzmeisterin Irene Becker auf der Rosenhöhe

2) Fast fertig: die neuen sanitären Anlagen der Gruppenräume

Fotos: Stadt Offenbach