Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 09.12.2016 – In Offenbach ist ein Ableger des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorübergehend eingerichtet worden. Hier werden Anhörungen im Asylverfahren durchgeführt. Nachdem es Kritik an der Situation von Flüchtlingen vor Ort gab, hatte sich die private Offenbacher Flüchtlingshilfe eingeschaltet. Der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, Horst Schneider, startete eine Anfrage an die Behörde. Wie das BAMF mitteilt, wurde inzwischen auf verschiedenen Ebenen auf die Kritik reagiert. So wurden die Ladungsschreiben um Hinweise auf Wartezeiten ergänzt und darin angeregt, eigene Nahrungsmittel mitzubringen. Die Koordination der Ladungen wird jetzt auch zentral aus Offenbach gesteuert. Zugleich wurde mit Wohlfahrtsverbänden vereinbart, dass die wartenden Antragsteller im Gebäude mit Tee, Wasser, Käsebrötchen und gegebenenfalls Obst oder Gebäck versorgt werden können.

Der Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Offenbach, Reinhard Knecht, besuchte nun die Einrichtung. Es gibt jetzt eine kleine Teeküche. Für Asylbewerber mit Kindern wurde ein Raum zum Spielen eingerichtet. Hier gibt es auch eine Kinderbetreuung. „Beteiligt sind die Offenbacher Flüchtlingshilfe, Caritas sowie die Aktion „Wärme und Essen“. Knecht traf mehrere ehrenamtliche Helfer vor Ort an und gewann einen positiven Eindruck. „Die Angebote sind von den Menschen gerne angenommen worden“, sagt Knecht. Er bedankte sich bei den Helfern im Namen der Stadt.

Voraussichtlich noch bis Mitte 2017 wird es laut BAMF Anhörungen in Offenbach geben. Dann sollen alle Rückstände aufgearbeitet sein.