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Offenbach am Main, 29.11.2016 – Mit seinem Besuch in der Stadt Offenbach am Main würdigte Bundespräsident Joachim Gauck, am heutigen Dienstag die Integrationsleistungen der Stadt und ihrer Bevölkerung. Drei Stunden lang nahm sich der Bundespräsident am Vormittag Zeit, um mit Schülerinnen und Schülern der Bachschule, der Albert-Schweitzer-Schule und der Theodor-Heuss-Schule über das Zusammenleben in Deutschland zu diskutieren, sich im Goldenen Buch der Stadt Offenbach einzutragen und vor geladenen Gästen eine Rede zu halten.

Für Oberbürgermeister Horst Schneider ist der Besuch des Bundespräsidenten am Berufsschulzentrum Buchhügel die höchste Anerkennung, die die Stadt und ihre Schulen in den jahrzehntelangen Bemühungen um die Integration von zugewanderten Menschen erfahren hat. „Wir fühlen uns außerordentlich gewürdigt durch den Bundespräsidenten“, sagte Schneider. „Wir betrachten dies als Anerkennung, Dank und vor allem Motivation für die Lehrkräfte und Schüler in Offenbach. Aber auch für alle anderen Menschen, die sich oft ehrenamtlich in unzähligen Projekten für ein friedvolles Miteinander in unserer Stadt engagieren.“

Schneider erinnerte daran, dass der Besuch des Bundespräsidenten bereits die zweite Anerkennung Offenbachs in diesem Jahr nach der Internationalen Architektur-Biennale in Venedig ist. Dort war Offenbach am Main im Pavillon der Bundesrepublik als „Arrival City“ (Ankunftsstadt) thematisiert worden, der es gelingt, die unterschiedlichen kulturellen Milieus der Zuwanderer anzuerkennen und ein respektvolles und friedliches Zusammenleben zu befördern.

Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß bedankte sich insbesondere dafür, dass der Bundespräsident das Gespräch mit jungen Offenbacherinnen und Offenbachern suchte. „Alle drei Schulen sind durch besondere Integrationsleistungen aufgefallen.“ Erst in diesem Jahr war die Bachschule mit dem Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes und Mercedes-Benz ausgezeichnet worden. Die Theodor-Heuss-Schule bietet unter anderem eine Sprachstandserhebung für die Muttersprache und weitere Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund an. Intensivklassen zur Sprachförderung bieten alle 3 Schulen, wobei die Albert-Schweitzer-Schule als Gymnasium damit auch Schülerinnen und Schüler anspricht, die eine mögliche Eignung für diese Schulform aufweisen. „Alle Schulen in Offenbach strengen sich auf diesem Gebiet an – diese drei Schulen sind zuletzt mit besonderen Angeboten aufgefallen“, betonte er.

Weiß erhofft sich von dem Besuch mehr Aufmerksamkeit für das Gelingen von Integration, insbesondere aufgrund der sehr intensiven Bildungsanstrengungen der Stadt. Eine „Arrival City“ ist auch eine Stadt der Chancen: „Wir möchten zeigen, dass Offenbach eine Stadt ist, die auf das Thema Bildung setzt und damit sehr gut fährt. Das bedeutet nicht, dass es keine Probleme gibt. Man hat gelernt damit umzugehen und wir haben Erfolge in der Integration vorzuweisen.“ Insbesondere Statistiken zu Bildungsbiografien zeigen, so Weiß weiter, dass es immer mehr Menschen mit gutem Abschluss gibt.