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Offenbach am Main, 05.09.2016 – „Sie haben die richtige Entscheidung getroffen“, begrüßte Oberbürgermeister Horst Schneider die neuen Auszubildenden der Stadtverwaltung, denn die Stadt Offenbach bietet eine qualifizierte Ausbildung. Neben der Praxis in den Fachämtern der Stadtverwaltung lernen die sieben Berufsanfänger das Verwaltungsrecht in allen seinen Facetten kennen: Drei im Beruf des Verwaltungsfachangestellten und vier vertieft im Rahmen ihres dualen Studiums Bachelor of Arts – Public Administration an der Hochschule für Polizei und Verwaltung. Wer allerdings einen ruhigen Beamtenjob suche, dem riet Schneider, sich besser umzuorientieren: „Wir sind eine reformfreudige Verwaltung, hier ist, wie man so schön sagt, `ordentlich Druck im Kessel´“

Das war auch die Wahrnehmung von Tarek Mazrouh. Der Gießener hat sich bewusst für Offenbach entschieden, weil die Stadt, im Vergleich zu seiner ebenfalls unter den Bedingungen des Schutzschirms arbeitenden Heimatkommune, mehr bewege: „Offenbach hat mir für ein reformfreudiges Image, deshalb wollte ich hierher.“ Svenja Kadner aus Froschhausen hat sich von der Begeisterung einer Nachbarin anstecken lassen, sie freut sich auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit in der Verwaltung. Dem „Ruf Offenbachs als familiäre Großstadt“ ist Christian Schindlbeck aus Lohr gefolgt. Der junge Mann hat nach dem Abitur ein soziales Jahr absolviert und sich bewusst für ein duales Studium in der Stadtverwaltung Offenbach entschieden. „Das bietet mehr Sicherheit“, findet auch Janina Kindermann aus Limburg. Sicherheit, aber auch Mitgestalten: Für Robin Mosch einen der aus Offenbach- Bieber stammenden Auszubildenden, auch eine persönliche Herausforderung: „Ich habe schon länger als Techniker für das Kulturamt gearbeitet, jetzt möchte ich einen anderen Weg innerhalb der Stadt beschreiten.“ Die Beweggründe der jungen Menschen seien so unterschiedlich wie sie selbst, bilanzierte Ausbildungsleiter Manfred Keller, „das passt gut zu unserer Stadt. Unsere Auszubildenden sind nicht stromlinienförmig und keine homogene Gruppe, jeder hat seine individuellen Stärken und Schwächen.“ Die die jungen Menschen in den nächsten Tagen im Rahmen eines mehrtägigen Einführungspraktikums ausloten werden können. „Sie werden schnell feststellen, welche Ämter und Inhalte ihnen liegen und welche nicht.“ Vorher jedoch werden alle die Stadt kennen lernen, es steht eine gemeinsame Tour durch die Innenstadt und die Außenbezirke im Lehrplan.

Die Ausbildung zur beziehungsweise zum Verwaltungsfachangestellten beinhaltet für Florian Fritsch, Svenja Kadner und Carina Ulrich in drei Jahren 14 Lernfelder in der Berufsschule und zusätzlich noch einen Lehrgang am Verwaltungsseminar. Nach bestandener Prüfung können qualifizierte Tätigkeiten in der Stadtverwaltung übernommen werden. Hierzu gehören öffentlich-rechtliche Dienstleistungen, wie beispielsweise KFZ-Zulassungen im Bürgerbüro.

Das Studium an der Hochschule für Polizei und Verwaltung stellt für Janina Kindermann, Tarek Mazrouh, Christian Schindlbeck und Robin Mosch im Schwerpunkt die Auseinandersetzung mit verwaltungsrechtlichen Fragestellungen dar. Ergänzt wird das Studium um ökonomische und sozialwissenschaftliche Inhalte. Im Anschluss an das Studium können qualifizierte Tätigkeiten in fast allen Bereichen der Stadtverwaltung im gehobenen Dienst wahrgenommen werden. Dazu zählen zum Beispiel das Sozialamt, das Ordnungsamt, aber auch die Kämmerei oder das Hauptamt.

Foto: Stadt Offenbach