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Offenbach am Main, 15.09.2016 – Am heutigen Tage – dem voraussichtlich letzten heißen Tag des Jahres – geht auch die Badesaison am Schultheisweiher zu Ende. Das Naturschutzgebiet war trotz des schlechten Wetters zu Beginn des Sommers letztlich sehr gut besucht: 300.000 Besucher, einschließlich Spaziergänger, Radfahrer und Badegäste, wurden an den Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben seit 1. Mai gezählt. Für den Rest des Jahres gehört das Gelände wieder den „Ureinwohnern“: den verschiedenen Vogel- und Tierarten. Während die Badeaufsicht heute eingestellt wird, bleibt die Geländeaufsicht weiterhin an Ort und Stelle. Das Naturschutzgebiet, für dessen Unterhaltung sich die GBM Service GmbH Offenbach im öffentlichen Bereich verantwortlich zeigt, ist zum Spazierengehen ganzjährig offen. Die nächste Badesaison startet am 1. Mai 2017.

„Das Baden erfolgt immer auf eigene Gefahr, daher ist besonders das tödliche Unglück am Schultheisweiher in diesem Sommer sehr zu bedauern“, betont Umweltamtsleiterin Heike Hollerbach. „Ergebnisse zu dem Unglück liegen uns bislang nicht vor.“ Am Rande des Badegeschehens gab es trotz zahlreicher Kontrollen durch die Geländeaufsicht sehr viele Falschparker. „Auch die ausgestellten Strafzettel konnten leider nicht verhindern, dass immer wieder Badegäste bis an den See fuhren.“

Im Vorfeld der Badesaison hatte das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz, das die administrative Verantwortung für das Naturschutzgebiet trägt, wieder einige Maßnahmen zur Stabilisierung der Seewasserqualität durchgeführt: Vom 18. bis 22. April wurden zur Verbesserung der Wachstumsbedingungen für Wasserpflanzen (aquatische Makrophyten) und als Gegenspieler der Blaualgen (Cyanobakterien) 8.000 Liter Fällmittel in den See durch Verteilerrohre von zwei Booten aus eingebracht. „Diese Herausnahme von überschüssigem Nährstoff aus dem Seewasser hat zur weiteren deutlichen Verbesserung der Wasserqualität beigetragen“, erläutert Hollerbach. „Die Wasserqualität nach Badegewässerrichtlinie war konstant sehr gut, wenn auch in den letzten zwei Wochen die Zerkarien, die in Einzelfällen zu der Bade- oder Zerkariendermatitis geführt haben, durch die hohen Temperaturen begünstigt wurden.“

Unentbehrlich für den Erhalt der Wasserqualität sind die Wasserpflanzen. Da der Weiher nicht sehr tief ist, wachsen die Wasserpflanzen teilweise bis zur Oberfläche. Dies konnte beim Schwimmen zwar zu leichten Einschränkungen oder Umwegen geführt haben, war aber nach Ansicht der Badeaufsicht kein sicherheitsrelevanter Aspekt.