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Offenbach am Main, 15.11.2016 – Seit dieser Woche verstärken sechs Neuzugänge bei der Stadtpolizei die uniformierte Präsenz von Ordnungskräften im öffentlichen Raum. Die sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben seit ihrer Anstellung im vergangenen August den überwiegenden Teil der erforderlichen Lehrgänge (Grundlehrgang, Anhalten von Kraftfahrzeugen sowie die Ermächtigung zum Zwang) absolviert und unterstützen nun die bestehenden drei Dienstgruppen der Stadtpolizei. Ab sofort ist montags bis samstags, jeweils von 10 bis 22 Uhr, eine permanente Doppelstreife zu Fuß in der Fußgängerzone und an Markttagen auch auf dem Wilhelmsplatz unterwegs.

„Ein besonderes Augenmerk hat die Fußstreife auf den Fahrzeugverkehr in der Fußgängerzone, da immer wieder Fahrzeuge außerhalb der erlaubten Ladezeiten die Zone benutzen, ohne die hierfür erforderliche Ausnahmegenehmigung zu besitzen“, erläutert Ordnungsamtsleiter Peter Weigand. „Auch Radfahrer, die dort mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs sind, werden zu einer angemessenen Fahrweise aufgefordert.“ Weitere Schwerpunkte sind alle „Unordnungserscheinungen“ im öffentlichen Raum, besonders zu nennen sind: nicht angeleinte Hunde, aggressives Betteln oder das Entsorgen von Kleinmüll abseits der aufgestellten Papierkörbe. Ebenso im Fokus steht das „störende Verhalten“ von Personengruppen, die sich meist in den Abendstunden an bestimmten Stellen in der Fußgängerzone treffen, das Umfeld verunreinigen oder Lärm verursachen.

Darüber hinaus legt Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Schneider großen Wert auf das allgemeine Erscheinungsbild der Fußgängerzone: Sind Verkaufsstände oder Plakatwerbung genehmigt? Sind Warenauslagen, Werbeständer und Außengastronomie so platziert, dass Fußgänger, unter anderem mit Sehbehinderung, nicht beeinträchtigt werden? Grundlage der Kontrollen, die bisher von zwei Mitarbeitern des Gewerbeaußendienstes wahrgenommen wurden, ist die städtische Sondernutzungssatzung. Aber auch Verstöße gegen die Bestimmungen der Offenbacher Wochenmarktordnung können nun von der Stadtpolizei intensiver kontrolliert werden. So dürfen beispielsweise Fahrräder oder Tiere nicht auf den Wochenmarkt gebracht werden.

Mit der personellen Verstärkung steigt die Zahl der in einer Dienstgruppe eingesetzten Stadtpolizisten auf neun Personen an, wovon zwei die Stadtwache im Innendienst besetzen und sieben im Stadtgebiet auf Streife unterwegs sind. Da die Stadtwache montags bis samstags von 6.30 Uhr bis 0 Uhr durchgängig besetzt ist, bedarf es insgesamt dreier Dienstgruppen, um diesen Schichtbetrieb aufrecht zu erhalten.

Schneider betont, dass Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum politisch mit höchster Priorität verfolgt werden. „Die Menschen müssen sich sicher und wohl fühlen können, da müssen wir noch einiges tun“, sagt er. Um Verhaltensweisen zu ändern und Gefahren im öffentlichen Raum zu beseitigen, bedürfe es einer effektiven Kontrolle und Sanktion: „Es zahlt sich langfristig aus, wenn wir die erforderlichen Mittel dafür einsetzen.“ In diesem Zusammenhang kündigt Schneider weitere Maßnahmen an, um Sauberkeit und Sicherheit, unter anderem im Straßenverkehr, zu erhöhen. „Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nicht immer einen ganz leichten Job haben. Ich wünsche Ihnen alles Gute und sichere Ihnen meine volle Unterstützung zu.“

Neue Beschwerdestelle beim Karree Offenbach

Parallel zur Innenstadtstreife der Stadtpolizei hat das Karree Offenbach, ein Zusammenschluss von Einzelhändlern und Immobilieneigentümern in der Innenstadt, die selbst finanzierte Stelle einer „Karree-Beauftragten“ geschaffen. Sie steht als Ansprechpartnerin für Besucher, Geschäfte und Eigentümer zur Verfügung – eine Ergänzung zu den ursprünglichen Aufgaben der Stadt durch City-Management, Ordnungsamt, ESO Stadtservice GmbH und der Energieversorgung Offenbach (EVO).

Die neue Karree-Beauftragte, Nicole Nensel, ist in Teilzeit beim Ordnungsamt der Stadt beschäftigt, ihr Einsatzgebiet aber ausschließlich der Bereich des Karrees zwischen Berliner Straße, Frankfurter Straße und Geleitsstraße sowie dem Marktplatz, also der Fußgängerzone in der Innenstadt. Sie nimmt unter anderem Beschwerden zu Graffitischmierereien, überfüllte Mülleimer, Befahren der Fußgängerzone ohne Genehmigung, parkende Fahrzeuge, lose Bodenplatten, illegale Straßenhändler und Nutzung der Außenflächen entgegen. Ähnlich wie die Streife der Stadtpolizei wird sie tägliche Runden drehen und regelmäßig bei den Gewerbetreibenden vorbeischauen. Wöchentlich im Wechsel ist sie montags bis freitags und dienstags bis samstags zu unterschiedlichen Tageszeiten zwischen 10 und 20 Uhr im Karree anzutreffen.

Nicole Nensel ist verheiratet, zweifache Mutter, in Offenbach aufgewachsen und gut vernetzt. Die gelernte Bürokauffrau hat durch ihre frühere Tätigkeit beim Frankfurter Straßenverkehrsamt bereits viel Erfahrung im öffentlichen Raum gesammelt. „Die Vielfältigkeit der Aufgaben und vor allem der Kontakt zu den Menschen sind es, die mich bei der Tätigkeit reizen. Und es gibt in Offenbach doch immer wieder Neues zu entdecken“, sagt Nensel.

Bei Fragen und Anregungen ist die Karree-Beauftragte tagsüber telefonisch unter 0171 2148153 oder per E-Mail an ssokarree-offenbachde erreichbar.