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Offenbach am Main, 13.12.2016 – „Wie läuft das bei Euch? Was macht Ihr anders als wir und was können wir voneinander lernen?“ Bei den regelmäßig stattfindenden Treffen von Quartiersmanagern und städtische Koordinatoren aus ganz Hessen werden aktuelle Fragen rund um die soziale Stadtentwicklung und Stadtteilarbeit besprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Rund 30 Vertreter größerer und kleinerer Kommunen trafen sich am 5. Dezember in den Räumlichkeiten des Jobcafés in der Hassia-Fabrik in Offenbach. Sie informierten sich vor Ort über die Umsetzung des Quartiersentwicklungsprogramms HEGISS (Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt). Besondere Aufmerksamkeit galt der Einbindung von Jugendlichen, die mit eigenen Projekten zur Lebensqualität im Quartier beitragen.

Brückenschlag von der Theorie zur Praxis

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen (LAG) setzt sich dafür ein, „Lebensbedingungen in Sozialräumen mit verdichteten Armutslebenslagen und Teilhabeproblemen von dort lebenden Menschen zu verbessern und Entstehungsbedingungen derartiger Sozialräume aufzuzeigen“. Lynn Stovall und Katharina Drechsel vom Jugendbildungswerk der LAG berichteten von ihren Erfahrungen. Die „Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen e.V.“ mit Sitz in Frankfurt arbeitet in hessischen Kommunen mit örtlichen Partnern zusammen, dazu zählen Jugendbildungswerk, Frauennetzwerk und natürlich auch Stadtteilbüros. Marcus Schenk vom Quartiersmanagement Offenbach informierte über die Projektarbeit vor Ort.

Jugend stärken im Quartier

Mit Mitteln aus dem Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Angebote für junge Menschen, die zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf beitragen. In Offenbach arbeiten Jugendamt und Quartiersmanagement Hand in Hand, gemeinsam mit den Jugendlichen werden Ideen entwickelt und umgesetzt. So sind Jugendliche beispielsweise mit einem eigenen Crêpes-Stand bei Stadtteilfesten und Veranstaltungen des Quartiermanagements vertreten oder tragen mit eigenen Gestaltungsideen zur Aufwertung ihres Wohnumfeldes bei.

„Wir bewältigen in Offenbach schon viele Aufgaben und Fragstellungen, denen sich andere Kommunen erst später stellen müssen“, sagte Bürgermeister Peter Schneider bei seiner Begrüßungsrede. Aktuell geht es beispielsweise darum, Wachstum und Zuzug in der inmitten des Rhein-Main-Gebietes gelegenen Stadt zu gestalten, da sind Aktivitäten eines Quartiermanagements gefragter denn je.