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Offenbach am Main, 18.02.2016 – Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16. Juli 2015 trifft die Stadt Offenbach mit dem ehrenamtlichen Projekt wellcome eine Vereinbarung mit einer mehrjährigen Zuwendung in Höhe von insgesamt 22.500 Euro. Bürgermeister Peter Schneider überreichte die Zuwendungsvereinbarung am 16. Februar dem Träger des Projekts in Offenbach, der Evangelischen Familienbildungsstätte.

Die Einrichtung befindet sich im Stadtzentrum und bietet konfessions- und religionsübergreifend Kurse, Veranstaltungen sowie offene Treffen an. Sie ist für alle Menschen offen und hilft bei der Lebensgestaltung von Anfang an bis zum Lebensende. Viele Angebote berühren neben dem Thema „Eltern und Kind“ auch die Gesundheitsförderung.

Das Projekt wellcome bietet praktische Unterstützung für Familien direkt nach der Geburt an und hilft Familien, die besonderen Belastungen in der ersten Zeit zu bewältigen; vor allem dann, wenn sie keine Unterstützung durch andere Familienmitglieder oder Freunde erhalten können. Diese Hilfe spricht Familien aus allen Schichten der Bevölkerung an.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen besuchen je nach Bedarf ein- bis fünfmal pro Woche die Familien zu Hause und bieten wie „gute Engel“ praktische Hilfen an Ort und Stelle an. Beispielsweise beschäftigen sie sich mit dem Baby oder den Geschwisterkindern, oder sie bieten ihre Begleitung an bei Arztbesuchen und Einkäufen oder im Haushalt. Für die häufig überforderten Mütter (auch für diejenigen, die sich auf die Geburt vorbereitet haben) ist es sehr hilfreich, wenn Ehrenamtliche ruhig zuhören und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

wellcome stellt damit eine Form von moderner Nachbarschaftshilfe dar, die präventiv dafür sorgt, dass aus belasteten keine „überbelastenden“ Familien werden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen werden regelmäßig geschult und haben in ihrer Koordinatorin eine unterstützende Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Die Familien zahlen für diese Hilfe nur einen kleinen Betrag, mit dem die Fahrtkosten der Ehrenamtlichen erstattet werden. Familien, die hilfsbedürftig sind, zahlen einen reduzierten symbolischen Betrag oder werden von der Zahlung befreit. wellcome arbeitet mit Kliniken, Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzten, dem Jugendamt (Familienhebammen) sowie den Beratungsstellen der Caritas und Pro Familia zusammen. wellcome ist Mitglied im Netzwerk „Frühe Hilfen“ der Stadt Offenbach.

Hintergrund:

wellcome wurde 2002 als Projekt in Hamburg von Rose Volz-Schmidt gestartet und ist heute ein mehrfach ausgezeichnetes Sozialunternehmen mit 250 Standorten. Das Angebot wird nach einem Social-Franchise-Verfahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. wellcome entwickelt Angebote für Familien und möchte Eltern ermutigen, sich auf das Abenteuer Familie einzulassen. Das Kern-Angebot von wellcome ist die „Praktische Hilfe nach der Geburt“ – hierin verbindet sich bürgerschaftliches Engagement mit professionellen Hilfesystemen.

wellcome engagiert sich dafür, dass alle Familien die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um den Wunsch nach Kindern zu realisieren und sie in einem sicheren Umfeld gesund aufwachsen zu lassen. Die Angebote sind für alle Familien da – unabhängig vom sozialen Hintergrund. Die Hilfe erfolgt individuell, unbürokratisch, effizient und nachhaltig. wellcome hilft Familien von Anfang an. Mit einem niedrigschwelligen Ansatz gelingt es, unabhängig vom sozialen Kontext der Familien primärpräventiv tätig zu sein. Weitergehende Informationen gibt es im Internet auf: www.wellcome-online.de/

Bildinformation:

Das Foto (Stadt Offenbach) zeigt von links: Bürgermeister Peter Schneider, Reinhard Knecht (Leiter Referat Ehrenamt), Şebnem Erhan-Dammasch (Fachstelle Frühe Hilfen beim EKO – Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach), Ingrid Wagner (wellcome-Koordinatorin), Ute Hohmeier (Projekt Leiterin Evangelische Familienbildungsstätte)