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Offenbach am Main, 25.04.2016 – Mit dem Ziel die Arbeit in den Abteilungen effizienter erledigen zu können hat Stadtkämmerer Felix Schwenke im Auftrag des Oberbürgermeisters die früheren Ämter Kämmerei und Kassen- und Steueramt zusammengelegt. Amtsleiter des Amtes Kämmerei, Kassen und Steuern mit vier Abteilungen wird Winfried Ermert.

„Wir wollen nicht Personalkosten sparen, sondern durch eine Verdichtung auf der Leitungsebene mehr Ressourcen in die Abteilungen stecken“, erklärt Felix Schwenke die von ihm initiierte Umstrukturierung. Gleichzeitig soll die Vereinfachung von Fachverfahren – unter anderem durch einheitliche Software – Einsparungen bringen. Etwa 90.000 Euro könnten so in mehr Manpower fließen. Das Ziel sei, die Arbeitsfähigkeit des gesamten Bereichs zu stärken – dafür wurden Zuständigkeiten abgesteckt, Aufgaben unter den 58 Mitarbeitern neu verteilt und klare Vertretungsregeln für die Arbeitsbereiche festgelegt.

Mit einer Organisationsverfügung des Oberbürgermeisters wird die neue Struktur am 1. Mai eingeführt. Danach können sich Mitarbeiter für die Leitungsfunktionen und die in einigen Bereichen aufgestockte Zahl an Stunden bewerben. Die neue Struktur soll unter anderem gewährleisten, dass die Jahresabschlüsse schneller vorgelegt werden können. „Unser Ziel ist es, alle Abschlüsse für das Jahr 2015 erstmals im Folgejahr, also noch in 2016, vorzulegen“, so Schwenke. Auch der Abschluss für 2014 komme zeitnah. Die Abschlüsse sind die Voraussetzung für die Genehmigung des städtischen Haushaltes und haben damit indirekt großen Einfluss auf aktuelle Projekte und damit die Bürgerinnen und Bürger.

„Für die Kommune ist es zentral, dass der Finanzbereich gut arbeitet“, sagt Dezernent Schwenke. Als neue Aufgabe kommt jetzt der Gesamtabschluss von Stadtverwaltung und Stadtkonzern hinzu, der einen Gesamtüberblick über das städtische Vermögen ermöglichen wird.

Neue Personal-Ressourcen fließen unter anderem in die Mitwirkung der Stadt Offenbach an der Steuerermittlung. Hierbei unterstützt die Kommune das Finanzamt, damit Grund- und Gewerbesteuern zeitnah erhoben werden können. Vermeiden will die Kommune auch, dass über lange Zeiträume zu viele Steuern bezahlt werden – und diese dann mit sechs Prozent Zinsen zurückgezahlt werden müssten. „Das ist ein vitales Eigeninteresse der Kommune hier unterstützend tätig zu sein“, so Schwenke. Mehr Kapazitäten fließen im neuen Amt auch in die Kapital- und Schuldenverwaltung sowie den Umgang mit der geänderten steuerlichen Bewertung kommunaler Aktivitäten durch den neuen Umsatzsteuerparagraphen 2b.