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Offenbach am Main, 29.11.2016 – Zwischen Rollenbildern, Tradition und Moderne, Traum und Realität: Jugendliche in Offenbach schufen in drei Projekten kreative Ausdrucksformen der Fragen, die sie bewegen. Zum dritten Male förderte die „Ich-kann-was-Initiative“ der Deutschen Telekom die Jugendarbeitsprojekte des Offenbacher Jugendamts. Unter dem Titel „HeimOffenbachde - ich, du, wir, ihr.“ diskutierten, produzierten und präsentierten junge Besucher des Kindertreff KJK Sandgasse, des Juz Nordend und der Mädchen-Etage themenorientierte Beiträge, um ihre Sicht der Dinge in kreativ-künstlerischer Form auszudrücken. Insgesamt nahmen 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren an dem Projekt teil. Dabei reichte die Zeitspanne der Projektdauer einzelner Unterprojekte von 12 Stunden bis zu knapp 60 Stunden. Jede Gruppe hatte dabei eine eigene Themenstellung zu bearbeiten. So setzten sich die männlichen Besucher des Juz Nordend mit der Frage „Wann ist ein Mann ein Mann und was bedeutet Mann sein für junge Männer in Offenbach“ sowohl mit Rollenbildern und Rollenerwartungen aber auch mit ihren eigenen Zukunftsentwürfen auseinander. Deutlich wurde dabei, dass es ist für viele männliche Jugendliche nicht einfach ist, in einer pluralen Gesellschaft mit vielfältigen Verhaltensoptionen und den hierzu passenden Anforderungen aufzuwachsen. Auf vier Plakaten wurden ihre Arbeitsergebnisse grafisch festgehalten. Unter dem Titel „Weil ich ein Mädchen bin – Mädchen sein in Offenbach“ diskutierten die jungen Besucherinnen der Mädchen – Etage ihre Mädchenbilder zwischen Traum und Realität, Tradition und Moderne, Herkunftskultur und der Kultur der Aufnahmegesellschaft. Ausgehend von diesen Diskussionen entstand ein kleines Theaterstück einschließlich per Video eingespielter Szenen, das erfolgreich im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum (KJK) Sandgasse anlässlich des Jahresthema-Präsentationstags am 7. Juni 2016 und des Tags der Offenen Tür am 122. Mai 2016 vorgestellt wurde. Die dritte Gruppe entstand im Kindertreff des KJK Sandgasse. Hier erarbeiteten 5 Jugendliche Musik und Texte für einen Hip Hop – Song und nahmen zusätzlich einen Videoclip auf. Dokumentiert wurden diese Beiträge auf CD und DVD. Die Telekom-Stiftung „Ich – kann – was“ hat das Offenbacher Projekt, das gemeinsam von den Jugendamtsmitarbeitern Patrick Probst und Dr. Michael Koch entwickelt wurde, mit 4000 Euro bezuschusst. Für viele der beteiligten Kinder und Jugendlichen war diese Erfahrung Anlass auch zukünftig an solchen Projekten wieder teilzunehmen, denn eines hatten sie hierbei mit Sicherheit erfahren – nämlich „ich kann was“.