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Weiß, Lorzz und Schneider bei der Unterschrift
© Stadt Offenbach
Die Gesellschaft hat sich verändert, in den meisten Familien sind beide Eltern berufstätig. Darauf, dass Schule heute auch über den Unterricht hinausgehende Angebote bieten muss, um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, muss auch Politik reagieren, so Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz bei der Unterzeichnung des „Pakts für den Nachmittag“ am Dienstag, 12. Juli, in der Eichendorffschule. Neben dieser erhalten die Goetheschule, Hafenschule, Mathildenschule, Grundschule Buchhügel und die Beethovenschule mit dem kommenden Schuljahr 180 Stellen in Form von Lehrerstellen und Finanzmitteln, um Grundschulkinder zwischen 7.30 und 17 Uhr verlässlich zu bilden und zu betreuen.

Dabei geht es nicht nur um Quantitäten, sondern auch um Qualität. „Wenn Kinder schon lange in der Schule sind, muss das Bildungs- und Betreuungsangebot stimmen.“ Die Eichendorffschule gilt als ‚Best-Practice-Modell‘. Sie kooperiert bereits im zehnten Jahr mit dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach (EKO), der in allen teilnehmenden Schulen das Ganztagsmodell trägt. Dieses Modell der Verzahnung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften hat sich bewährt und ist inzwischen auch an den anderen sechs Grundschulen etabliert. „Uns ist besonders wichtig, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt werden, sondern die schon bewährten etablierten Strukturen ergänzt und noch besser miteinander verzahnt werden.“ Mit den Mitteln des Landes kann das Angebot an den sechs Grundschulen weiter ausgebaut werden. Zunächst auf fünf Jahre angelegt, können mit dem „Pakt für den Nachmittag“ insgesamt 122 hessische Grundschulen ihr Ganztagsangebot aufstellen. Dabei gebe es bewusst weder Tempo- noch Zielvorgaben, so Lorz weiter: „So kann jede Schule den für sie geeigneten Weg beschreiten.“ „Offenbach kann nun von den Erfahrungen der Pilotschulträger lernen“ – Bürgermeister Peter Schneider freut sich, dass seine Stadt ab dem nächsten Schuljahr dabei ist. Ursprünglich wollte Offenbach bereits 2015/2016 teilnehmen. „Die Verzögerung hatte lediglich administrative Gründe“, beruhigte Lorz. Zudem habe Offenbach nicht nur ein gut eingeführtes, sondern im Kultusministerium auch geschätztes Ganztagsmodell. Diese Wertschätzung komme in Offenbach auch an, so Schneider. „Die Bedarfe sind hier eklatant vorhanden“, ergänzt er. Der erst am vergangenen Freitag zum Bildungsdezernenten gewählte Paul-Gerhard Weiß begrüßte vor allem die Flexibilität des Landes bei der Ausgestaltung des Angebotes. In Anspielung auf die Vorführung der Musikklasse, die Minister Lorz mit Monty Normans James Bond Thema empfing, fügte er hinzu: „Sie haben die eine Mission beendet, jetzt wartet die Nächste.“ So müsse weiter an der Rhythmisierung des Betriebs gearbeitet werden. Die jetzt gesicherten Koordinierungsstunden, in denen unterschiedliche Berufsgruppen täglich um 12.30 Uhr im Sinne der Kinder zusammenkommen, sind da ein guter Anfang.

Gruppenbild
Pakt für den Nachmittag“ Unterzeichnung in der Eichendorffschule: v.l.n.r.: Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Bürgermeister Peter Schneider mit Schul- und Kitaleitungen sowie Vertretern des Stadtschulamtes und des Eigenbetrieb Kindertagesstätten (EKO). © Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 13.07.2016

Musikvorführung an der Eichendorffschule © Stadt Offenbach am Main