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Offenbach am Main, 27.12.2016 – Die Kommunale Weiterbildungsberatungsstelle webb, die an der Volkshochschule Offenbach angesiedelt ist und dort auch die Bildungsberatung für Hessencampus Offenbach (HC) durchführt, zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2016.

240 Personen und mehrere Institutionen wurden in über 300 Erst- und Folgeberatungen zu unterschiedlichsten Bildungs- und Arbeitsmarktthemen informiert und beraten. Der Frauenanteil der Ratsuchenden lag bei 70 Prozent. Zahlenmäßig stark vertreten war die Altersgruppe zwischen 30 und 40, darunter viele Frauen in der Elternzeit oder geringfügig beschäftigt. Sie suchen nach Lösungen, wie sie Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren können. Wiederholt besteht hier auch der Wunsch sich beruflich zu verändern, eine Tätigkeit auszuüben, die einen gesellschaftlichen Nutzen bringt, zum Beispiel als Erzieherin.

Der Anteil der Ratsuchenden mit Migrationshintergrund ist auf über 65 Prozent gewachsen, eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Beraterin Pia Hamm führt diesen Anstieg auf ihre persönliche Vorstellung in den fortgeschrittenen Deutsch- und Orientierungskursen an der vhs zurück. Seit April 2016 hatten 200 Teilnehmende die Gelegenheit, sie persönlich kennenzulernen und Fragen zu ihrem Angebot zu stellen. „Topthema ist hier die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen“, sagt Hamm. „Welche Chancen habe ich im erlernten Beruf zu arbeiten? Was muss ich dafür tun? Welche Deutschkenntnisse werden dafür verlangt?“, sind häufig gestellte Fragen. Aber auch eine berufliche Neuorientierung und das Nachholen von Bildungsabschlüssen ist ein wichtiger Beratungsgegenstand. Die Weiterbildungsberaterin freut sich über das rege Interesse und die hohe Motivation dieser Personen, die teilweise große Anstrengungen unternehmen, um sich und ihrer Familie eine existenzsichernde Zukunft aufzubauen.

Allerdings ist unter den Ratsuchenden auch eine gleichgroß bleibende Gruppe von Menschen (etwa 15 Prozent), die sich den steigenden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht gewachsen fühlen oder aufgrund von Krankheit schon länger aus dem Arbeitsleben ausgeschlossen sind. Diese Menschen haben große Schwierigkeiten beruflich wieder Fuß zu fassen oder eine andere Perspektive für sich zu finden. Oft fehlt auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Die Beratung versucht, die aktuelle Situation mit der nötigen Sensibilität, aber auch realistischem Blick zu betrachten und mit den Betroffenen Handlungsoptionen zu erarbeiten.

webb und HC Offenbach (ein Kooperationsverbund der Gewerblich-technischen Schulen, Theodor-Heuss-Schule und vhs Offenbach, gefördert vom Land Hessen) bieten im Haus der Volkshochschule Offenbach eine kostenfreie, trägerneutrale und vertrauliche Bildungsberatung an, informieren über aktuelle Trends auf dem Arbeitsmarkt und Finanzierungsmöglichkeiten von Weiterbildung und helfen bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven.

Wer einen Beratungstermin vereinbaren möchte oder an weiteren Informationen interessiert ist, kann sich mit der Weiterbildungsberaterin Pia Hamm in Verbindung setzen. Die Beratungsstelle ist von Montag bis Donnerstag besetzt und telefonisch unter der Nummer 069 8065-3133 oder per Mail webboffenbachde zu erreichen.

 

Bis 08.01.2017 ist die Beratungsstelle geschlossen.