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Offenbach am Main, 4. Juli 2017 – Die Stadt Offenbach am Main hat nicht nur vom Städtebauförderungsprogramm des Bundes an mehreren Stellen profitiert – sie dient jetzt auch als gutes Beispiel für die Umsetzung des Stadtumbaus. Beim 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik mit rund 400 Fachleuten aus Politik, Verwaltung und Forschung sowie Gutachtern und Planern in Hamburg wurde Offenbach als Programmstandort vorstellt. Marion Rüber-Steins, Referatskoordinatorin der Stadtentwicklung im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, präsentierte den Offenbacher Weg zur Umstrukturierung der Werkbrache des ehemaligen MAN Roland Stammwerkes in das neue Senefelder Quartier.

Während dieses Quartier noch Programmstandort des „Stadtumbau West“ war nutzt Offenbach nach der Zusammenlegung der Förderprogramme in Ost und West jetzt das neue Bundesprogramm „Stadtumbau“ zur Revitalisierung des ehemaligen chemischen Farbwerks am Main.

Zum Kongress hatte die Bundesministerin Barbara Hendricks eingeladen. Er startete mit der Stadtumbaukonferenz und dem Blick auf die Förderprogramme: Bisher wirkten mit den Programmen „Stadtumbau West“ und „Stadtumbau Ost“ auf Bundesebene zwei finanziell unterschiedlich ausgestattete und auch inhaltlich unterschiedlich umrissene Förderprogramme, die nun offiziell abgeschlossen und durch ein neu profiliertes gemeinsames Stadtumbauprogramm für alle Bundesländer ersetzt wurde.

Grundlage der Neuprofilierung des bundesweiten Stadtumbauprogramms war neben dem politischen Willen zur Vereinheitlichung eine wissenschaftliche Evaluierung der „alten“ Förderprogramme Stadtumbau Ost und West. Die Institute Weeber & Partner (Berlin) und InWIS (Bochum) legten hierzu einen umfassenden Bericht vor, der in seiner Erarbeitung auch unmittelbar auf Erfahrungen der Stadt Offenbach zurückgreift. Insgesamt konnten seit Einführung des Programms bundesweit 1024 Kommunen bei der Umsetzung ihrer Stadtumbauprojekte von der Städtebauförderung profitieren. Offenbach hat bisher 4.85 Millionen Euro aus dem Programm zugesagt bekommen und davon bis zum Bau einer weiteren Kindertagesstätte rund 2,5 Millionen Euro abgerufen.

Die Zusammenführung erfolgt 2017 und wird derzeit vertraglich zwischen Bund und den Ländern i.R. einer Verwaltungsvereinbarung ausgehandelt.

Bei der Konferenz wurden zur Darstellung der inhaltlichen Bandbreite des Stadtumbaus zu den drei thematischen Schwerpunkten „Umbau von Wohnsiedlungen“, „Umgang mit Brachen“, „Belebung von Innenstädten“ je ein ost- und ein westdeutsches Beispiel vorgestellt, miteinander in Bezug gesetzt und in Podiumsgesprächen auch vor dem Hintergrund der Neuprofilierung des Stadtumbauprogramms analysiert. Das ostdeutsche Pendent zu Offenbach war Saalfeld. Bei den vorgestellten „guten Beispielen“ wurden insbesondere die Prozessgestaltung, die entscheidenden Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren, aber auch Hürden und Stolpersteine in der Programmumsetzung herausgearbeitet.

Anlage:

Gute Beispiele der Städtebauförderung in Hessen / Offenbach: Der Senefelderpark – eine neue „grüne Lunge“ im ehemaligen Industriequartier (PDF)

Links:

Hintergrundinformationen unter: http://www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de/NSP/DE/Home/_Funktionen/Buehne_2017_06_NSP-Kongress/NSP-Kongress_11_ergaenzt.html?nn=1038048

Stadtumbauprogramm: http://www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/Stadtumbau/stadtumbau_node.html

Offenbach als Beispiel: https://nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de/gute-beispiele/freiraum-und-stadtklima/offenbach-senefelderpark-suh.html