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Offenbach am Main, 24. November 2017 – Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV, in Offenbach begleitet die AIDS-Hilfe über einhundert Infizierte in ihrem Alltag. Dank der medizinischen Entwicklung ist für die Erkrankten inzwischen ein weitgehend normales Leben möglich, aber noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung.
Mit dem Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember wird für ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung geworben. Auch in Offenbach: Schon jetzt sind die „AIDS-Bären“, knuddelige Botschafter der AIDS-Hilfe, gegen eine Spende ab 6 Euro im Bürgerbüro und im Einzelhandel erhältlich. Mit dem Erlös kann die AIDS-Hilfe weiterhin über die Immunschwächekrankheit informieren, beraten und Betroffene unterstützen.

AIDS-Bären sind Kult- und Sammlerobjekt

Seit „AIDS“-Pfarrer“ Heiko Sobel in den 1980er Jahren die Teddys in San Francisco entdeckte, die Bürgermeister Art Agnos als Zeichen der Solidarität im Hospital an Menschen mit HIV und AIDS-Erkrankungen verschenken ließ, wirbt jedes Jahr eine neue Bärengeneration für Mitgefühl und um Spenden. Auch der 2017er Bär steht mit seinem grauen Fell seinen Vorgängern in puncto Kuschelfaktor und Charme in nichts nach und wird, ist Kalle Ohnemus von der AIDS-Hilfe sicher, „bestimmt wieder viele Liebhaber finden“.

Kult- und Sammlerobjekt sind die Bären schon jetzt, einige wenige 2016er Bären hat Christina Ott, Geschäftsstellenleiterin im Offenbacher Bürgerbüro, sorgfältig zwischen den Neuankömmlingen drapiert. Aus den vergangenen Jahren weiß sie, dass die Bären immer gerne mitgenommen werden.

Aufklärung und Unterstützung

Oberbürgermeister Horst Schneider ist ganz verzückt von den neuen Bären: „Die sind ja fast noch kuscheliger als die Vorgänger.“ Weil sich noch immer Menschen mit dem HI-Virus infizieren, unterstützt er die Aktion auch in diesem Jahr wieder gerne: „Prävention ist das A und O, darauf machen die Bärchen auf nette Art und Weise aufmerksam.“

Auch der in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Quartiersmanagement veranstaltete Kranlauf rund um das Hafenbecken war ein schöner Erfolg, viele liefen zugunsten der AIDS-Hilfe mit und so kamen rund 4.800 Euro am 3. Oktober zusammen. „Mit den Spenden finanziert die AIDS-Hilfe unter anderem gemeinnützige Hilfsprojekte wie begleitete Selbsthilfegruppen, Sportangebote, Ausflüge, betreutes Wohnen und Streetworker“, erläutert Sonja Morlock, die Anfang Dezember die Leitung der AIDS-Hilfe Offenbach übernimmt. Darüber hinaus bietet die Geschäftsstelle zahlreiche Aufklärungsangebote, die Möglichkeit zum Test sowie psychosoziale Betreuung. Außerdem ist sie online mit einem Videoangebot von Migranten für Migranten vertreten, in dem das Team in lockerer Form in verschiedenen Sprachen über AIDS und andere Geschlechtskrankheiten aufklärt.

Auf die Bären,los!

Die Bärchen der AIDS-Hilfe gibt es im Bürgerbüro und in den folgenden Geschäften ab sofort gegen eine Spende ab 6 Euro: Tee- und Kaffeehaus No. 15 Regina Noe, Kaffee Laier, Buchladen am Markt, Optik Guck, Foto Woehl, Strandperle Taunusstraße, Koffer Roth, Neues Bettenhaus Herrnstraße, Friseur Vicenzo, Optik Kruse und Löwen Apotheke.

Bildinformation:

Foto 1: Patrick Griehl vom Bürgerbüro, Karl-Heinz Ohnemus von der Aids-Hilfe Offenbach, Oberbürgermeister Horst Schneider und Sonja Morlock, ebenfalls  Aids-Hilfe Offenbach  mit der diesjährigen Bären-Edition

Foto 2: Großer und kleiner Bär

Fotos: Stadt Offenbach