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Offenbach am Main, 31. Juli 2017 – Die Bauarbeiten am Kaiserlei gehen in die nächste Phase. In den letzten Wochen wurden die beiden provisorischen Rampen zur A661 von und nach Süden fertig gestellt. Im Inneren des Kreisels sind die zwei neuen Spuren für die Strahlenbergerstraße entstanden, die schon weitgehend im Endzustand sind. Der Ausbau der Kaiserleipromenade ist gestartet und die Weiterführung bereits deutlich sichtbar.

Die erste provisorische Autobahn-Abfahrt im Süden aus Richtung Darmstadt kommend ist in Betrieb gegangen. Die westliche provisorische Auffahrt auf die A661 in Richtung Darmstadt konnte in dieser Woche noch nicht wie geplant in Betrieb genommen werden, da der Regen die Markierungsarbeiten verhinderte.

Bisher wurden Arbeiten vor allem in Bereichen mit keinem oder wenig Verkehr für die Einrichtung der Baustelle, den Straßenbau für die folgenden Bauphasen, die Verlegung von Rohren und Leitungen sowie zu Beginn des Projektes der Rückschnitt auf Grünflächen vorgenommen.

Geänderte Verkehrsführung

Die Vorbereitungen für den Übergang in die Bauphase II laufen im Baugebiet seit zwei Wochen. Die Aufstellung von Behelfsampeln und die Verlegung von Fußgängerquerungen haben das bereits angekündigt. In den kommenden Tagen wird die Verkehrsführung umgestellt: Der Verkehr von Frankfurt Richtung A661 nach Süden wird über den Kreisel auf die neue provisorische Auffahrt Süd-West geführt. Die Strecke nach Norden ändert sich nicht. Von Frankfurt Richtung Offenbach werden erstmals die fertigen neuen Spuren über die Innenfläche des Kreisels benutzt. Im Bereich zwischen Amsterdamer Straße und Warschauer Straße steht die neu gemachte Kaiserleipromenade demnächst wieder für den Verkehr als Einbahnstraße zur Verfügung.

„Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und auf die Verkehrsschilder zu achten. Fußgänger sollten unbedingt die vorhandenen Ampeln nutzen und nicht ungeschützt über mehrspurige Straßen gehen, auf denen Autofahrer nicht mit Fußgängern rechnen und zum Beispiel von der Autobahn kommend noch mit hoher Geschwindigkeit fahren“, betont Markus Eichberger, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagements. „Wir wissen, dass diese Phase auch für die Anlieger nicht ganz einfach ist und danken allen für ihre Geduld und ihr Verständnis“.

Die Bauarbeiten der zweiten Phase starten mit Verzögerung. Die Kampfmittelsondierung förderte zum Beginn des Projektes mehrere Brandbomben zu Tage, die entfernt werden mussten. Größere Mengen Altlasten als ursprünglich abgeschätzt mussten aufgenommen und entsorgt werden. Aus der Vielzahl der Beteiligten ergeben sich komplizierte Genehmigungen und Auflagen, um die Verkehrssicherheit sicher zu stellen, wie beispielsweise die Forderung nach speziellen Sicherungseinrichtungen mit längeren Lieferzeiten. Im Zuge der Sondierungsarbeiten ergab sich die Notwendigkeit, die Entwässerung der Hauptfahrbahn der A661 selbst mit einem zusätzlichen Kanal sicher zu stellen.

Überschwemmungen der Baustelle durch heftige Regenfälle im Mai 2017 erschwerten besonders die Arbeiten an den Rampen.

Bei der EVO-Tochter ENO hat sich während der Vorbereitung des Projektes ein neuer Bedarf für eine 110 KV Stromleitung ergeben. Diese musste und konnte in der ersten Bauphase noch mit verlegt werden.

Um mit den Bauarbeiten trotzdem voranzuschreiten, konnten einige kleinere Maßnahmen vorgezogen werden. Insbesondere wurden schon Vorbereitungen für den Brückenbau getroffen und die Arbeiten der Kaiserleipromenade schreiten gut voran.

Bauphase II

In den kommenden Monaten werden die neuen Brückenbauwerke für Auf- und Abfahrtsrampen zur Autobahn von und zur Strahlenbergerstraße gebaut. Dazu wird schweres Bohrgerät auf der Baustelle installiert. Bis zu 42 Meter tiefe Gruben werden für die Hühlsenpfähle nahe des S-Bahn-Tunnels gebohrt (siehe Grafik).

Teile der Berliner Straße und die Verbindung zur Kaiserleipromenade sowie die Anbindung an die Strahlenbergerstraße werden fertiggestellt. Im Bereich Gerbermühlstraße / Kaiserleipromenade wird eine provisorische 150 Meter lange Fahrspur gebaut, um in der nächsten Phase den neuen Verkehrsknoten Strahlenbergerstraße / Kaiserleipromenade gestalten zu können.

In der Strahlenbergerstraße werden Suchschächte gegraben, um die dort verlegten Leitungen mit den vorliegenden Plänen abzugleichen.


Daten und Fakten

Bauphase I

11.000 m³ Boden im Bereich der Baustelle ausgehoben (und zwischengelagert bzw. unter Zugabe von Bindemitteln beim Bau der Kaiserleipromenade direkt wiederverwendet)

1.100 m     Bordsteine in Strahlenberger Straße und Kaiserleipromenade eingebaut

800 m²       Gehweg-Pflaster hergestellt

5.000 m³    Frostschutzschicht, 840 t Asphalttragschicht, 170 t Binder und 500 t Deckschicht in Fahrbahnen, Radwege und provisorische Rampen eingebaut

500 m         Rohrgräben für die Versorgungsträger hergestellt und Gas-, Wasser, Fernwärme und Stromleitungen eingebaut

150 m³       Altlasten Beton und Asphalt ausgebaut

200 m         Entwässerungskanäle hergestellt

Teilweise sind die Lichtsignalanlagen schon an den neuen Straßen eingebaut.

Bauphase II

42 m           Tiefe der Bohrlöcher für die Hülsenpfähle der Brückenbauwerke (Rampen) nahe der S-Bahn, weitere unterschiedlich tiefe Pfähle

1,20 m        Durchmesser der Bohrpfähle

Die EVO-Tochter ENO installiert insgesamt:

6700 m      Versorgungskabel verlegt

30               Kragarm-Masten,

60               Signal-Masten,

260             Signalgeber

80               Akustik-Geräte für Hörbehinderte,

36               Kameras für Video-Verkehrsdetektion installiert

Allgemeine Zahlen

37,28          Millionen Euro voraussichtliche Gesamtkosten des Bauprojektes

2017           Start des Bauprojektes

2019           voraussichtliches Ende der Bauarbeiten