Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 21. Juni 2017 - Die Stadt Offenbach soll mehr Geld für den Maßnahmenplan aus der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ bereitstellen, der die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Fürsorgetätigkeiten, berufliche Weiterbildung und Lebenswelt verbessert. In der letzten Kommissionssitzung zur gesellschaftlichen Gleichstellung der Frau am 24.04.2017 wurde sich für die Weiterarbeit an systematische Umsetzung der EU-Charta ausgesprochen und dem Magistrat empfohlen, 32.000 Euro zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. Begründet wird die Erhöhung, da die Resonanz der Bürger, insbesondere der Offenbacher Unternehmen auf die Ausschreibung der Auszeichnung für „Familienfreundliche Unternehmen 2017“ mit 18 Unternehmensbewerbungen größer ist als erwartet. Der Magistrat hat zugestimmt, das Stadtparlament muss noch darüber abstimmen.

Familienfreundliche best-practice-Modelle sollen durch Maßnahmen gefördert werden, um Lösungen für die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf in Betrieben weiter entwickelt zu können. Im Rahmen der Arbeit an den Aktionsplänen entstehen flexible und passgenaue Betreuungsdienstleistungen, die mit den Unternehmen, der Jugendhilfe sowie Berufsbildungsträgern abgestimmt und veröffentlicht werden. Unternehmen können zu väter- und männerorientierten Beteiligungsmöglichkeiten an Familienaufgaben beitragen, indem Beratungs- und Vermittlungshilfen für Unternehmen und Beschäftigte eröffnet werden. Das Konzept der Teilzeitausbildung wird in Unternehmen bekannter gemacht, indem mit der MainArbeit, der Agentur für Arbeit Offenbach und den Kammern eine Informationskampagne gestartet wird. Für gute Betreuungsdienstleistungen wird jetzt bereits von Unternehmen Bereitschaft signalisiert, Belegerechte in Kitas und Krabbelstuben für Beschäftigte zu erwerben.

Der Maßnahmenplan wird den Stadtverordneten zur Beschlussfassung 2018 vorgelegt werden. Die Inhalte und Maßnahmen für die Aktionspläne werden gemeinsam von der Offenbacher Bürgergesellschaft und Fachleuten sowie der Kommunalverwaltung unter Federführung der Kommunalen Frauenbeauftragten in Form von Dialogforen und Workshops, Informationskampagnen sowie Firmengesprächen auf der Basis von Bedarfsanalysen erarbeitet. Die Arbeit mit der EU-Charta hat das Ziel, die Stadt Offenbach familienfreundlicher und somit zukunftsorientierter zu entwickeln.