Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 22. November 2017 – Handgemalte Strafzettel für Falschparker, rote Herzchen, Danke-Kärtchen mit Süßigkeiten, Blümchen und grüne Daumen nach oben für diejenigen, die zur Fuß zur Schule kommen, am Zebrastreifen halten und auf die Schulkinder achten. Auch in diesem  Jahr honorierten  Kinder, Eltern und Lehrkräfte vorbildliches Verhalten von Verkehrsteilnehmern und ließen fehlende Rücksichtnahme nicht durchgehen. Mitarbeiter der Stadtpolizei begleiteten die Aktionen zur Verkehrssicherheitswoche und unterstützten, wo nötig.

„Obwohl wir mit Kindern, Lehrern, Eltern und Ordnungskräften auf der Straße waren, gab es auch diesmal wieder Verkehrsteilnehmer, die vor den Schulen die Halteverbote ignorierten, insbesondere die Mama-und Papa-Taxen“, schildert Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und zuständig für kommunale Prävention, die Situation vor Ort. Allerdings setzten sich in diesem Jahr weniger Verkehrsteilnehmer über die Regeln hinweg als in den Vorjahren, so sein Eindruck. „Die Schülerinnen und Schüler waren auch in diesem Jahr mit großem Engagement dabei und waren mit ihren Strafzetteln nicht zimperlich.

Dass auch Familienbande nicht vor Strafe schützen, zeigte ein Schüler der Friedrich-Ebert-Schule, der seine falschparkende Mutter bei Schulschluss ermahnte und ihr einen Strafzettel in die Hand drückte. Stadtpolizisten nutzten vor der Erich Kästner-Schule die Gelegenheit, Tipps zu geben für eine sichere Nutzung des Zebrastreifens über die Geleitsstraße. Ein vor dem Fußgängerüberweg haltender Autofahrer revanchierte sich für das süße Dankeschön der Schüler nicht nur mit einem freundlichen Lächeln, sondern spontan auch mit einer kleinen Spende für die Klassenkasse.

Ordnungsdezernent und Bürgermeister Peter Schneider, auch Vorsitzender des Offenbacher Präventionsrates, freute sich über das Engagement der Kleinen und Großen für mehr Sicherheit vor Schulen: „Verkehrserziehung darf auch Spaß machen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die sich hier vorbildlich engagiert haben!“

Das Ordnungsamt hatte auch in diesem Jahr Offenbacher Grund- und Förderschulen zu einer gemeinsamen Verkehrssicherheitswoche eingeladen und angeboten, die Schulen dabei zu unterstützen. Ziel der seit 2011 jährlich stattfindenden Verkehrssicherheitswoche ist es, vorbildliches Verhalten von Verkehrsteilnehmern durch Eltern, Kinder, Lehrkräfte zu belohnen und Fehlverhalten anzusprechen, beides auf originelle Weise. Mitarbeiter der Stadtpolizei waren auch in diesem Jahr dabei und schritten ein, wo nötig.

Beteiligt hatten sich an der diesjährigen Verkehrssicherheitswoche die Wilhelmschule, die Eichendorffschule, die Erich Kästner-Schule, die Friedrich-Ebert-Schule und die Anne-Frank Schule. Organisiert wird die jährlich stattfindende Verkehrssicherheitsaktion durch das Ordnungsamt der Stadt Offenbach im Rahmen der kommunalen Präventionsarbeit.

Bildinformation:

  1. Vor einem Plakat, das auf Schulwegunfälle aufmerksam macht, präsentieren die Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule zusammen mit Schulelternbeirat und Schulleiterin Alma Obradovac (4.v.l.) sowie dem Bürgermeister Peter Schneider und Mitarbeitern der Stadtpolizei die grünen Daumen.

  2. Mit roten Strafzetteln und kreativen Sprüchen „bestraften“ die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Schule rücksichtslose Parker.
  3. So funktioniert der Wechsel des Gehweges in der Geleitsstraße: Schüler der Erich Kästner-Schule unterstützt von einem Stadtpolizist.
  4. Die Verkehrsdetektive der Friedrich-Ebert-Schule unterstützt von Stadtpolizei, Ordnungsamt und Lehrern.
  5. An der Friedrich-Ebert-Schule kamen handgemalte Strafzettel zum Einsatz.
    Fotos: Stadt Offenbach / Ordnungsamt

  6. Aktive der Wilhelmschule verteilten rote Herzchen mit süßem Anhang an rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer.
    Foto: Stadt Offenbach / georg-foto.de