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Stolz präsentierten 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 in der Aula der Waldschule Tempelsee ihre künstlerischen Werke. Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß eröffnete im Beisein der jungen Künstlerinnen und Künstler die Ausstellung als Teil des Projektes „Brückenschlag“. Zahlreiche Elternteile und interessierte Einwohnern aus dem Stadtteil waren bei der Präsentation anwesend.

Mit Unterstützung und Anleitung des Schulkünstlers Thomas Rodin lernten in den letzten Monaten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in zwei Kursen spielerisch verschiedene Maltechniken kennen. Ohne Notendruck konnten die Kinder in dem Kunstprojekt malen oder basteln. Die Kurse waren in die Schritte Aquarellmalerei und Buntstifte, Grundlagen, Techniken und Anwendungsbeispiele sowie Interpretation von komplexen alltäglichen Szenen unterteilt.

„Die Schülerinnen und Schüler hatten erkennbar Freude am Experimentieren mit Farben und Formen“, resümierte Thomas Rodin. „Ziel dieses Projekts mit Schwerpunkt Bildende Kunst war“, so Rodin, „dass die dargestellten Objekte überwiegend dreidimensional wiedergegeben wurden“. Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung durch Auftritte des schuleigenen Chors und der Trommlergruppe sowie einer Cheerleader-Vorführung der Schülerinnen und Schüler der Waldschule Tempelsee.

Das Projekt Offenbacher Brückenschlag wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zur Öffnung der Schulen zu leisten: beispielsweise den Austausch zwischen Schule und Hochschule zu fördern und Schülerinnen sowie Schülern ein Forum anzubieten. Im Rahmen der ersten Veranstaltung waren 6 Wissenschaftler mit Schülerinnen und Schülern in einen Dialog eingetreten. Jenseits aller formalen Bildungsgänge und außerhalb der „Schulmauern“ sind die Schüler mit Persönlichkeiten ins Gespräch gekommen, die in Offenbach zur Schule gegangen sind.

Eng mit unserer Stadt verbundene Personen aus Wirtschaft, Handel und Handwerk führten 2005 den Dialog mit dem neuen Schwerpunkt „Lokale Wirtschaft und Handwerk“ fort. Von 2006 bis heute liegt der Schwerpunkt des Projekts Brückenschlag auf der künstlerischen Ebene.

„Es gibt vielfältige Angebote kultureller Bildung innerhalb und außerhalb der Offenbacher Schulen. Die Verantwortlichen haben sich deshalb dafür ausgesprochen, als zusätzliches Angebot in den Schulen die Kunst den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen“, betont Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß.

Der renommierte Offenbacher Künstler Johannes Kriesche und seine Künstlerkolleginnen und –kollegen wie beispielsweise Thomas Rodin, Gabriela Saur-Burmester, Klaus Schneider-Grimm, Angela Freiberg haben sich zur Zusammenarbeit mit den Schulen bereit erklärt.

Bis heute haben sich 111 Projekte entwickelt, an denen ca. 2.750 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben Die Projekte laufen in der Regel über ein komplettes Schuljahr, manche über ein Schulhalbjahr. In wöchentlichen Kunststunden erarbeiten die Schüler unter Anleitung verschiedene Projekte. Alle Arbeiten werden am Ende in der Schule jeweils in einer Ausstellung präsentiert. Teilnehmen können alle Klassen von der Grundschule bis zur Oberstufe.

„Es ist jedoch weit mehr als ein bloßes Kunstprojekt“, hebt Paul-Gerhard Weiß hervor „die Kinder haben neben Kunst vor allem auch Deutsch in den Projektstunden gelernt. Insbesondere hilft ein solches Projekt, dass sich die Kinder integrieren; sie hören Geschichten aus Deutschland und erfahren auch so gegenseitig etwas über andere Kulturen“. Die Stadt Offenbach stellt jährlich dafür rund 20.000 Euro zur Verfügung.

Offenbach am Main, 13.02.2017