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Offenbach am Main, 5. April 2017 – Besonders Eltern, die aus dem Ausland nach Offenbach ziehen, wissen wenig über die Wege in Kita und Schule. Aus dem Grund erhalten sie seit Juni 2016 mit der Anmeldung im Bürgerbüro einen kurzen Informationsbrief. Die Idee dazu kam vom städtischen Beirat „Übergang/Kita Grundschule“.

In den vergangenen zehn Monaten haben rund 300 Familien mit Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren bereits diesen Informationsbrief erhalten. Nach dieser Pilotphase legt die an der Volkshochschule angesiedelte Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung, die das Projekt mit dem Bürgerbüro umsetzt, den „Infobrief für Neubürger/-innen“ in Form einer Broschüre vor. Sie enthält auch eine englische, bulgarische und rumänische Übersetzung. Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß freut sich über die gelungene Kooperation mit dem Bürgerbüro: „Ein schneller Zugang in das Bildungssystem ist wichtig für eine gelingende Integration und Bildung. Bei der Anmeldung erreichen wir die Familien zu einem frühen Zeitpunkt und können sie entsprechend sensibilisieren.“

Zeit ist ein bedeutender Faktor. Neuzugewanderte sollten schnell in das Bildungssystem vor Ort einmünden, damit sie Förderangebote wahrnehmen können. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Dauer des Kita-Besuchs und den Deutschkenntnissen der Kinder, wie der Erziehungs- und Bildungsbericht Offenbach (EBO) belegt. Ein weiterer EBO-Befund: Viele Kinder in der Stadt Offenbach werden verspätet eingeschult. Dies hängt auch mit der Zuwanderung und einer verspäteten Schulanmeldung zusammen. Dem soll mit der Ausgabe des Informationsbriefs an die Eltern entgegengewirkt werden.

Der Informationsbrief als Broschüre steht auch als Download zur Verfügung: www.offenbach.de/bildungsbuero/

Kontakt: Kai Seibel, Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung, Tel. 069 8065-3153, E-Mail: kai.seibeloffenbachde