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Offenbach am Main, 3. August 2017 - Nur noch wenige Tage, dann gehören Hafenschule und Kita den Kindern aus dem Nordend und dem Hafenviertel. Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres am 14. August wird die neue Bildungs- und Sportstätte an der Hafenallee bezugsfertig sein. Am 30. August wird die Eröffnung gefeiert.

„Das städtische Hochbaumanagement  und die Stadtwerke-Gruppe mit ihrem Immobilienunternehmen OPG haben hier ganze Arbeit geleistet“, lobt Oberbürgermeister Horst Schneider die Kooperation zwischen Verwaltung und Stadtdienstleister.

Für 26,6 Millionen Euro hat die Stadt Offenbach in einer Bauzeit von rund zwei Jahren eine vierzügige Grundschule für rund 420 Kinder mit zwei Sporthallen und einer Kindertagesstätte für rund 170 Kinder errichtet und damit das bislang größte Einzelprojekt ihres mehrere Hundert Millionen Euro schweren Schulsanierungsprogramms umgesetzt.

Der Bau der Kita wurde mit 5,6 Millionen Euro aus dem Regionalfonds Fluglärmschutz, Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung, bezuschusst. 

Die Projektleitung lag beim Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Mit der Projektsteuerung und treuhänderischen Bauabwicklung war die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH beauftragt. Das Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe (SOH) entwickelt und vermarktet das gesamte Hafenviertel.

In den Klassen- und Gruppenräumen stapeln sich schon die bunten Tische und Stühle. Handwerker legen noch letzte Hand an. In den vergangenen Ferienwochen herrschte Hochbetrieb, wurden letzte Fliesen verlegt oder die nach Maß geschreinerten Einbauschränke in die Klassenzimmer eingefügt. Die Flure erhielten Sitzbänke und Garderoben.

In der Kita stehen in den Sanitärräumen der Krippengruppen schon die Wickelkommoden und Toiletten für die Kinder unter drei Jahren bereit. Eine kleine bunte Kletterwand wartet darauf, dass es ambitionierte Kletterkünstler bis hinauf zu einem Glöckchen am oberen Ende schaffen.

In der Gemeinschaftsküche von Schule und Kita (Tageskapazität: 400 Portionen) mit ihren großen Kochkesseln und der riesigen Kipp-Bratpfanne wird der ausladende Dunstabzug noch einem letzten Test unterzogen.  

Mit Blick auf das Hafenbecken 

Alles wirkt freundlich, hell und luftig. Im Süden schottet ein fünfgeschossiger, fast 20 Meter hoher  Gebäudetrakt mit Fachklassen, Verwaltungsräumen und – als bauliche Besonderheit – zwei übereinander  angeordneten Einfeld-Sporthallen die dahinter liegenden zweigeschossigen Gebäudeteile mit den Klassen- und Gruppenräumen von der Hafenallee ab. An der Nordseite hingegen geben große Glasflächen  den Blick auf die Hafentreppe und das Hafenbecken mit dem Blauen Kran frei.

Wie die gesamte, nach den Plänen der Darmstädter waechter + waechter Architekten BDA entstandene Architektur, strahlt auch der Innenraum Großzügigkeit und Qualität aus. Die Hafenschule fügt sich damit nahtlos in die hochwertige Infrastruktur ein, die die Stadtwerke-Tochter OPG im neuen Stadtviertel schafft. Um die städtebaulich und architektonisch bestmögliche Planungslösung zu erhalten, hatte die Stadt eigens den Weg eines Realisierungswettbewerbs gewählt.

Der in sich geschlossene, 100 mal 60 Meter große Gebäudekomplex mit seiner optisch ansprechenden Klinkerfassade reagiert mit seiner Struktur auf die historische Blockrandbebauung des benachbarten Gründerzeitviertels: Mit einer Bruttogrundfläche von rund 11.000 Quadratmetern dehnt er sich exakt bis an die Grenzen des rund 7.100 Quadratmeter großen Grundstücks aus.

Der Eingang zur Schule befindet sich im Südwesten an der Ecke Hafenallee/Kranweg, der Eingang zur Kita im Nordwesten an der Ecke Hafenallee/Hafendeck. Ein zweigeschossiger Querriegel mit gemeinsam nutzbarer Cafeteria trennt inmitten des Baukomplexes Schule und Kita voneinander ab. Durch diese Mittelspange sind zwei Innenhöfe zum Spielen und Lernen entstanden.

Von der Planung und dem Bau bis hin zum Betrieb der neuen Schule und Kita: „Die Stadtwerke bringen hier die ganze Kompetenz ihres Geschäftsfeldes ein und können so für einen reibungslosen Übergang vom Bau in den Betrieb sorgen“, erklärt Geschäftsführerin Daniela Matha, die den Immobilienbereich der Stadtwerke zusammen mit ihrer Kollegin Annette Schroeder-Rupp verantwortet.

Das für die technischen Abläufe und Hausmeisterdienste verantwortliche Schwesterunternehmen der OPG, die GBM Service GmbH, war schon früh eingebunden gewesen und hatte sich etwa mit der Heiz- und Lüftungstechnik oder auch der Alarm- und Brandmeldeanlage vertraut gemacht. Hausmeister Domenico Mazzilli ist bereits seit Juni täglich vor Ort. 

Die Hafenschule ist die erste Offenbacher Schulneugründung seit Jahrzehnten und neben dem Rückbau des Kaiserleikreisels, dessen Projektsteuerung ebenfalls die OPG versieht, das derzeit größte Bauprojekt der Stadt. „Für das Nordend und das neue Hafenviertel ist sie ein wichtiges Bindeglied“, erklärt Daniela Matha.


Hohe Schule des Projektmanagements

Für die OPG, die auch schon den Stadionbau auf dem Bieberer Berg managte, sei  der Schulbau ein weiterer Meilenstein, freut sich Frank Tyron, Bereichsleiter Projektrealisierung des Stadtwerke-Unternehmens. Aufgrund der Förderrichtlinien des Regionalfonds Fluglärmschutz war eine Vergabe nach Einzelgewerken erforderlich. Insgesamt wurden für das Projekt rund 50 Einzelausschreibungen und -vergaben durchgeführt.

„Ein aufwendiges Verfahren mit hohen Anforderungen an das Projektmanagement, so Geschäftsführerin Annette Schroeder Rupp. „Dadurch war es allerdings möglich, auch viele Mittelständler und kleinere Unternehmen einzubinden.“

Die Koordination so vieler Einzelgewerke war denn auch eine große Herausforderung für OPG-Projektleiter Hubert Schieck. Wie Bauleiter Werner Faust vom gleichnamigen Architekturbüro ist er unablässig vor Ort und steht in regelmäßigem Austausch mit Projektleiterin Astrid Reese vom städtischen Hochbaumanagement.

„Mit der neuen Hafenschule hat Offenbach optimale Bedingungen für Bildung, Erziehung und Sport“ geschaffen, sagt Oberbürgermeister Horst Schneider. Und davon, so Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, profitierten nicht nur das Nordend und das Hafenviertel. Durch die neue Grundschule und den geänderten Zuschnitt des Schulbezirks würden auch andere Innenstadt-Grundschulen entlastet.

Vor allem an der zuvor sieben- bis achtzügig betriebenen Goetheschule im Nordend gehört die drangvolle Enge im Schulhaus und Pausenhof jetzt der Vergangenheit an.

Hier werden durch den Wechsel von insgesamt vier Klassen in die Hafenschule laut Stadtschulamtsleiter Thomas Löhr nicht nur Räume für Fach- und Differenzierungsunterricht frei, sondern wird auch die hohe Lärmbelastung spürbar abnehmen. 

Mit der neuen Kindertagesstätte im Hafen trage die Stadt dem steigenden Bedarf an Kindertagesbetreuung in der Innenstadt Rechnung, erklärt Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. Gerade im Nordend herrsche schon seit Jahren der höchste Bedarf an Betreuungsplätzen, so Claudia Kaufmann-Reis, stellvertretende Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach (EKO).

 

Zwei Hallen auch für den Vereinssport

Bedeutung hat die Hafenschule aber auch als Sportstätte. Die beiden übereinanderliegenden Sporthallen verfügen über die gleichen Ausmaße, unterscheiden sich jedoch in der Höhe. Die untere, 5,5 Meter hohe Halle wird außerhalb der von Schule und Kita genutzten Zeit dem Judo-Club Samurai, die obere, sieben Meter hohe Halle anderen Sportvereinen wie dem Box-Club Nordend oder der TGS Bieber, aber auch der VHS für Sportangebote zur Verfügung stehen, erläutert Manfred Ginder, Leiter des städtischen Sportmanagements.

Am Montag, 14. August, starten Kinder und Lehrkräfte der Hafenschule ins neue Schuljahr. Tags darauf werden drei erste Klassen eingeschult. Insgesamt geht die Hafenschule  einschließlich einer Vor- und einer Intensivklasse mit 13 Klassen, davon vier vom EKO betriebene Ganztagsklassen, an den Start. Künftig wird sie vierzügig sein und über zwei Ganztagsklassen pro Jahrgang verfügen.

Der EKO startet an der Hafenschule mit zwei bis drei Krippengruppen und drei bis vier Kita-Gruppen. Die Kinder werden gestaffelt aufgenommen, um ihnen eine ausreichende Eingewöhnungszeit zu ermöglichen. Die Kita hat eine Gesamtkapazität von vier Krippen- und fünf Kindergartengruppen.

Am Mittwoch, 30. August, um 11 Uhr, wird die Hafenschule im Rahmen eines Festes mit Tanz und Chorgesang, Seilsprung und Artistik feierlich eröffnet.     

Schule und Kita eng verzahnt

Bei der Neuordnung des Schulbezirks Nordend/Hafenviertel waren das Offenbacher Stadtschulamt und  das Staatliche Schulamt für Stadt und Kreis Offenbach zusammen mit den Schulleitungen der Goetheschule und der Hafenschule um die pädagogisch verträglichste Lösung bemüht.

 

  • Die wichtigsten Leitgedanken dabei: Bestehende Klassengemeinschaften an der Goetheschule sollen durch den Wechsel an die Hafenschule möglichst nicht getrennt werden. In Härtefällen sind Sonderregelungen möglich. Und: Den Viertklässlern an der Goetheschule wird zum Ende ihrer Grundschulzeit nicht noch ein Wechsel in den Hafen zugemutet. Die komplette vierte Jahrgansstufe verbleibt somit an der Goetheschule.

 

  • Mit Schuljahresbeginn werden an der Goetheschule eine Vorklasse, vier bis fünf erste Klassen, vier zweite Klassen, vier dritte Klassen und weiterhin sechs vierte Klassen unterrichtet. An die neue Hafenschule wechseln zwei (zukünftige) zweite Klassen und zwei (zukünftige) dritte Klassen.

 

  • Die Hafenschule war bereits vor zwei Jahren in mehreren Raummodulen am Interimsstandort Schillerschule gestartet. Dort wurden vier Schulklassen (zwei erste und zwei zweite Klassen) unterrichtet. Dieser Interimsstandort ist jetzt aufgelöst worden. Ein Teil der Raummodule findet am Standort neben der Sporthalle der Gewerblich-technischen Schulen und der Rudolf-Koch-Schule weitere Verwendung.

 

  • An der Hafenschule werden zum Start eine Vorklasse und eine Intensivklasse, drei erste Klassen, vier zweite Klassen und vier dritte Klassen unterrichtet. Eine vierte Jahrgangsstufe wird es erst im nächsten Schuljahr geben. Die Kapazität der Schule ist auf insgesamt rund 420 Kinder ausgelegt.

 

Die Kindertagesbetreuung an der Hafenschule von maximal 173 Jungen und Mädchen verteilt sich auf zwei neue Kitas. Die „Kita an der Hafenschule“ (27) betreibt die Ganztagsklassen, die „Kita am Hafen“ (28) unterhält die Krippen- und Kindergartengruppen.

 

  • An der „Kita an der Hafenschlule“ (27) sind pro Jahrgang zwei Ganztagsklassen geplant. Da die Hafenschule vierzügig sein wird, werden somit künftig acht Ganztagsklassen angeboten.

 

  • Zum Start wird es in der ersten Jahrgangsstufe zwei Ganztagsklassen, in der zweiten Jahrgangsstufe eine Ganztagsklasse (Übernahme aus den Raummodulklassen vom Interimsstandort Schillerschule) und ebenfalls in der dritten Jahrgangsstufe eine Ganztagsklasse (Übernahme aus den Raummodulklassen Schillerschule) geben.

 

  • Der Start für die neuen Ganztagsklassen-Kinder ist identisch mit dem Schulstart. Die schon vorhandenen Kinder vom Interimsstandort sind zwischenzeitlich in der ersten und der letzten Ferienwoche in der Kita 06 betreut worden. Dazwischen war Sommerpause. 

 

  • An der „Kita am Hafen“ (28) wird es fünf Kindergartengruppen (mit maximal 125 Kindern) und vier Krippengruppen (mit maximal 48 Kindern) geben. Die Kita startet zunächst mit drei bis vier Kindergarten- und zwei bis drei Krippengruppen. Um eine Eingewöhnung zu ermöglichen, soll die Kita gestaffelt öffnen.

 

  • Die „Kita am Hafen“ wird zunächst von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet sein, um den Betrieb zu „Normalbedingungen“ ins Laufen zu bringen. Je nach verfügbarem Fachpersonal und derzeit noch nicht genau absehbarem Elternbedarf sollen später auch verlängerte Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr ermöglicht werden. Für diese Randzeitenbetreuung könnte als Pilotprojekt eine Gruppe mit 25 Kindern eingerichtet werden.         

 

Hafenschule und Kita in Zahlen

 

Adresse: Hafenallee 13-15, Offenbach

 

Grundschule: vierzügig mit Vorklasse (rund 420 Kinder)

Kindertagesstätte: neungruppig (Kita 5, Krippe 4, maximal 173 Kinder)

 

Grundstücksgröße: 7.093 Quadratmeter

Bruttogrundfläche gesamt: 10.748 Quadratmeter (8.551 Schule, 2.197 Kita)

 

Ausmaße: zwei bis fünf Geschosse, ca. 100 Meter Länge, ca. 60 Meter Breite, bis 20 Meter Höhe

 

Baubeginn: Juni 2015

Grundsteinlegung: Dezember 2015

Fertigstellung Rohbau: August 2016

 

Gesamtfertigstellung: August 2017

 

Kosten: 26,61 Millionen Euro

 

Förderung: 5,6 Millionen Euro als Zuschuss für den Bau der Kita am Hafen nach den Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung (Regionalfonds Fluglärmschutz).

   

Hochbaumanagement

Das Hochbaumanagement des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement ist als Eigentümervertreter der Stadt Offenbach Bauherr für die Sanierungs- und Neubauprojekte öffentlich genutzter städtischer Gebäude in Offenbach wie z.B. der Hafenschule und der Kindertagesstätte am Hafen. Die Planung, Vorbereitung und Finanzierung über den städtischen Haushalt sowie über Fördermittel, die Herbeiführung der Magistrats- und Stadtverordnetenbeschlüsse bis hin zur treuhänderischen Beauftragung der OPG und die Projektleitung obliegen dem Hochbaumanagement.

 

Stadtwerke Offenbach Immobilien

Zum Geschäftsfeld Immobilien gehören die Unternehmen GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, GBM Gebäudemanagement GmbH Offenbach sowie die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH. Die OPG unterstützt als Partnerin der Stadt Offenbach die Stadt- und Standortentwicklung. Mit ihren Dienstleistungen aus den Bereichen Projektentwicklung, Projektmanagement, Erschließung und Projektvermarktung begleitet die OPG den Wandel Offenbachs
von einer Industriestadt zu einem modernen Kreativ- und Wirtschaftsstandort.

Die OPG trägt dazu bei, das Stadtbild Offenbachs positiv und zukunftsweisend zu verändern. Im Auftrag der Stadt setzt sie strategisch bedeutsame Projekte kompetent und zuverlässig um. Die Aufgabenbereiche der OPG sind vielfältig. Zu den aktuellen Projekten zählen die Entwicklung des Hafenareals, die Entwicklung und Vermarktung des Neubaugebietes "An den Eichen" sowie die Projektsteuerung zahlreicher Schul- und Kita-Projekte für die Stadt Offenbach. Für die Entwicklung des Hafens Offenbach ist die OPG in der Kategorie Stadtentwicklung mit dem Immobilienmanager Award 2017 ausgezeichnet worden.

 

Pressekontakte

Stadtverwaltung
Fabian El Cheikh
Leiter Amt für Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 069 8065-2846 
E-Mail: infooffenbachde

Stadtwerke Unternehmensgruppe
Regina Preis
Leiterin Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 840004-110
E-Mail: regina.preissoh-ofde