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Offenbach am Main, 26. Oktober 2018 – Das  Quartiersmanagement und das Projekt „Besser leben in Offenbach“ (BliO) arbeiten in den Stadtteilen Hand in Hand zusammen und werden daher oft in einem Atemzug genannt. Künftig sollen die beiden Bereiche wieder unabhängiger werden und sich auf ihre jeweiligen Aufgaben zurückbesinnen. Das hat der Magistrat der Stadt Offenbach beschlossen.

„Sauberkeit ist die Visitenkarte einer Stadt“, stellt Bürgermeister Peter Freier klar. „In Offenbach kümmern sich die Stabsstelle Sauberes Offenbach, das Quartiersmanagement und das Projekt „Besser leben in Offenbach“ (BliO) um dieses Thema. Durch die enge Zusammenarbeit haben sich die Zuständigkeiten in den letzten Jahren allerdings mehr und mehr vermischt. Nun sollen sich die Stellen wieder stärker auf ihre jeweiligen Aufgaben fokussieren.“

Während die Stabsstelle Sauberes Offenbach eine Koordinierungsfunktion einnehme und dafür sorge, dass „der Dreck von der Gasse geräumt wird“, wie Bürgermeister Peter Freier erläutert, ist „Besser leben in Offenbach“ dafür zuständig, durch viele kleine Maßnahmen für ein angenehmeres Wohnumfeld und höheres Sicherheitsempfinden in den Quartieren zu sorgen. Dazu werden Akteure vor Ort, beispielsweise Anwohner und Gewerbetreibende, eingebunden.

„Besser leben in Offenbach“ ist bei der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach mbh (GBO) angesiedelt und wird auch aus deren Mitteln finanziert. „Die GBO engagiert sich in den Stadtteilen, weil sie dort viele Wohnungen besitzt“, erklärt Bürgermeister Peter Freier. „Wenn dort die Lebensqualität steigt, profitieren aber nicht nur Mieterinnen und Mieter der GBO sondern alle Anwohner.“ Eine Aufwertung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass  Grünflächen neu bepflanzt und dann durch Bürgerinnen und Bürger, sogenannte Grünflächenpaten, gepflegt werden. Koordiniert werden die Maßnahmen durch Projektleiterin Sabine Süßmann.

Künftig wird sich „Besser leben in Offenbach“ wieder stärker auf Konzepte und Maßnahmen für einzelne Quartiere konzentrieren. So plant Sabine Süßmann 2019 vor allem Maßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt. Hier gilt es beispielsweise Schilder, Laternenmasten und Verteilerkästen von Schmierereien und Aufklebern zu befreien und ansprechend zu gestalten.

Das Quartiersmanagement ist bei der Stadtverwaltung angesiedelt und verknüpft Stadtentwicklung mit bürgerschaftlichem Engagement, sozialer Arbeit im Quartier und Initiativen für Bildung und soziale Entwicklung. Als Räume der Begegnung betreibt es die Stadtteilbüros.

„Das Quartiersmanagement sorgt dafür, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Verständnis für ihre gegenseitige Lebenssituation entwickeln“, erklärt Sozialdezernentin Sabine Groß. Konkret verbessert das Quartiersmanagement das Zusammenleben in den Stadtteilen beispielsweise durch die Organisation von Stadtteilfesten und indem es Bürgerinnen und Bürger bei ihren Aktivitäten und dem Aufbau von Netzwerken vor Ort unterstützt. Darüber hinaus werden Bürgerbeteiligungen in den Stadtteilen organisiert. „Gleichzeitig sind die Stadtteilbüros für die Bürger Anlaufstellen vor Ort, um Missstände anzusprechen“, so Groß. Finanziert wurde das Quartiersmanagement bisher aus GBO-Mitteln, Förderprogrammen wie „Soziale Stadt“ (Hegiss) und kommunalen Mitteln. Die GBO zieht sich aus dieser Finanzierung jetzt zurück.