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Offenbach am Main, 20. September 2018 – Unter fachlicher Begleitung des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz sowie des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement ist die für September angekündigte Reusenbefischung im Teich des Dreieichparks erfolgt. Drei Tage lang hatte ein Berufsfischer Reusen ausgelegt, um den Bestand von Raubfischen zu ermitteln. In der Vorrichtung befanden sich am Ende unter anderem ein zirka 70 Zentimeter großer Wels, ein Giebel, eine Schleie, rund 40 Flussbarsche verschiedenster Größe (bis zu 18 Zentimeter) sowie eine 15 Zentimeter große Gelbwangenschmuckschildkröte.

Der Wels wies keine Anzeichen einer Erkrankung auf, wurde als transportfähig begutachtet und anschließend in einem Fischtransportbehälter mit Sauerstoff gemäß den Vorgaben der zuständigen Behörden in ein Gewässer bei Darmstadt umgesiedelt. Dort wurde er gesund und munter in sein neues, wesentlich größeres Zuhause ausgesetzt. Die nicht in Europa ansässige Wasserschildkröte wurde in die Obhut des Waldzoos Offenbach übergeben. Alle anderen Fische wurden in den Teich zurückgesetzt.

Die Begutachtung des Besatzes erfolgte in Vorbereitung auf die anstehende  Gewässersanierung im Zuge des Parkentwicklungskonzeptes, mit dessen mehrjähriger Umsetzung 2019 begonnen werden soll. Bereits 2017 war der Fischbestand mittels Elektrobefischung ermittelt worden. Seinerzeit war ein rund 1,30 Meter großer Wels entdeckt worden. Während der jüngsten Sommerferien hatten Meldungen von Passanten, wonach ein großer Raubfisch artgeschützte Entenküken fresse, zu großer medialer Aufmerksamkeit geführt. Bei der daraufhin zum Schutz der Entenbrut angeordneten Befischung wurde jedoch kein besonders großer Wels mehr gefunden. Mit der jetzt beendeten Aktion besteht aus Sicht der zuständigen Fachämter keine Notwendigkeit mehr für weitere Maßnahmen.

Bildinformation:

Die Fotos zeigen den Berufsfischer, den gefangenen Wels sowie die Gelbwangenschmuckschildkröte. Copyright: georg-foto.de/Stadt Offenbach