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Offenbach am Main, 10. Dezember 2018 – Auf eine wechselvolle Geschichte blicken die beiden Skulpturen, die am Mittwoch, 5. Dezember 2018, im Depot des  Haus der Stadtgeschichte angeliefert wurden, zurück: Die 1914 entstandenen Arbeiten des Bildhauers Paul Seiler im griechisch-antiken Stil waren bis 1928 am Kaufhaus Oppenheimer in der Frankfurter Straße in Offenbach am Main angebracht und zierten auf Wunsch des Architekten Peter Petermann ab 1938 bis zu deren Abriss im Jahr 2016 die „Volkswohnungen“  an der Sprendlinger Landstraße / Ecke Odenwaldring. Petermann war mit Seiler befreundet und hatte die Statuen nach dessen Tod aus dem Nachlass erworben. Jetzt wurden die Skulpturen aus der Hand des Frankfurter Bildhauers Paul Seiler von der Steinwerkstatt Schneider ausgebessert, gereinigt und im Haus der Stadtgeschichte angeliefert.

„Eigentlich sollten die beiden Figuren an unserem Neubau angebracht werden“, erklärt Tanja Kötzel von der Baugenossenschaft Odenwaldring, die die Steinmetze beauftragt hatte, „aber dann erschien das doch als echter Stilbruch. Im Haus der Stadtgeschichte sind sie um einiges besser aufgehoben.“ Sehr zur Freude von Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer: „Paul Seiler ist kein Unbekannter, er hat in Frankfurt zahlreiche Statuen und Brunnen, wie die Figur der Flora in der Taunusanlage oder den Kaskadenbrunnen vor dem Bahnhof in der heutigen Bruno-Asch-Anlage in Frankfurt-Höchst, gestaltet. Dass wir jetzt diese beiden Statuen hier haben ist ein schöner Neuzugang.“ Vorerst sind die beiden im Depot des Hauses in bester Gesellschaft neben der Urversion des Streichholzkarlchens  von Judith Quartier untergebracht.

Bildinformation:

Anlieferung und Details der Skulpturen, Fotos: Stadt Offenbach