Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 7. Juni 2018 – An der Schillerschule in Offenbach starten in den Sommerferien Arbeiten in Fluren und Räumen, die ein ruhigeres Arbeits- und Lernumfeld schaffen sollen. Gleichzeitig wird die Einrichtung der naturwissenschaftlichen Räume erneuert. Die Gasversorgung war dort 2017 außer Betrieb genommen worden, da sie undicht war. Jetzt werden sowohl die Laboreinrichtungen erstmals seit 1974 erneuert, als auch eine dezentrale Gasversorgung pro Raum installiert – diese ist sicherer und kostengünstiger als ein neuer Anschluss an das öffentliche Netz. Die in der Goethestraße 109 im Stadtteil Nordend gelegene Schillerschule besteht aus dem 1910 errichteten, denkmalgeschützten Altbau sowie dem 1974 fertig gestellten Neubau, in dem auch die naturwissenschaftlichen Räume untergebracht sind.

Da die Akustik in den hohen Räumen des Altbaus mit Deckenhöhen von rund vier Metern ungünstig für Unterrichtszwecke ist, sollen die Nachhallzeiten im Gebäude durch bauliche Maßnahmen reduziert werden. Zu lange Nachhallzeiten können die Verständlichkeit von Sprache verschlechtern, da die vorangehenden Silben die nachfolgenden überdecken. Vor allem Kinder und Jugendliche mit Gehör- und Sprachverarbeitungs- oder Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefiziten sowie leistungsschwache Schüler können darunter leiden. . Aus diesem Grund wurde bereits in den vergangenen Jahren immer wieder  in einzelnen Räumen und  Fluren des Altbaus der Nachhall verringert, wenn Schülerinnen und Schüler mit Gehörschädigung eine entsprechende ärztliche Empfehlung für akustische Verbesserungen vorlegten.

Die nun vom Magistrat beschlossene Maßnahme umfasst – entsprechend dem Wunsch der Schulleitung – die restlichen Räume und Flure, in denen durch entsprechende schallabsorbierende Akustikplatten ein ruhigeres Arbeits- und Lernumfeld geschaffen wird.

Fördermittel beantragt das zuständige Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement als Bauherr für dieses Projekt beim Land Hessen im Rahmen des Gesetzes über den Regionalen Lastenausgleich betreffend den Flughafen Frankfurt Main (Regionallastenausgleichsgesetz – RegLastG). Die GBM Service GmbH Offenbach wird das Projekt realisieren in Kooperation mit den Planungsbüros DieWerkplaner und Lenz Weber Ingenieure.

Sofern das Stadtparlament der Maßnahme in seiner nächsten Sitzung zustimmt, starten die Arbeiten in den Sommerferien und sollen im Herbst beendet sein. Die Erneuerung der Gasversorgung und der Laborräume wird voraussichtlich 296.000 Euro  kosten. Der Einbau der schallabsorbierenden Platten ist mit 84.000 Euro kalkuliert.