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Offenbach am Main, 14. Juni 2019 – Definitionsgemäß spricht man von Diskriminierung, wenn sich eine Person herabgesetzt, benachteiligt oder sogar verunglimpft fühlt. Die vermeintlichen Ursachen können vielfältig sein, meist sind Ethnie, Geschlecht, Behinderung, Alter oder sexuelle Orientierung Gründe für Diskriminierungen. Weil es dabei auch um subjektiv empfundene Einschätzungen geht, bedarf es manchmal eines Vermittlers.
Dr. Enno Knobel ist seit Anfang Juni Ansprechpartner für alle Bewohner in Offenbach, die sich seitens der städtischen Verwaltung und Betrieben diskriminiert fühlen. Sein Selbstverständnis ist dabei weniger das eines Mediators, sondern vielmehr das einer Clearingstelle: „Also erst einmal alle Seiten anhören und dann den nächsten Schritt gehen.“ Zunächst einmal hat das betroffene Amt vier Wochen Zeit, zu dem Sachverhalt Stellung zu nehmen, dann geht es, wenn nötig in die nächste Instanz. Das allerdings war in der Vergangenheit selten nötig, die ehrenamtliche Antidiskriminierungsstelle wurde bereits 2017 bei der Stadtverwaltung eingerichtet, die Zahl der Fälle blieb dabei überschaubar. Immerhin gilt die ebenfalls 2017 erlassene Antidiskriminierungsrichtlinie verbindlich für alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

„Trotzdem bedarf es eben manchmal der Vermittlung“, weiß Knobel auch aus seinen politischen Ämtern, „nicht alle Entscheidungen sind sofort klar nachvollziehbar“. Seit es den promovierten Historiker und Politologen 1977 der Liebe wegen von Frankfurt nach Offenbach verschlagen hat, war er von 1987 bis 2016 als Ehrenamtlicher Stadtrat und Stadtverordneter aktiv. Als langjähriger Dezernent für den Ausländerbeirat der Stadt sind ihm Diskriminierungsfragen nicht fremd. Heute trägt er die Ehrenbezeichnung "Stadtältester". Seit 2013 ist er zudem Vorsitzender der Jugendkunstschule Offenbach e.V..     

Der Antidiskriminierungsbeauftragte Dr. Enno Knobel ist telefonisch unter 8065-2702 und per E-Mail an antidiskrimnierungsstelleoffenbachde erreichbar. Gespräche und Beratungen sind selbstverständlich vertraulich und kostenlos.    

Bildinformation:

Die Antidiskriminierungsstelle ist im Sozialdezernat (Dezernat III) angegliedert, Stadträtin und Sozialdezernentin Sabine Groß begrüßte Dr. Enno Knobel in seinem neuen Ehrenamt. Foto: Stadt Offenbach/georg-foto.de