Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 25. Juli 2019 – Wenn ein neues Wohngebiet entstehen soll, rufen die Planungen nicht selten Befürchtungen in der Nachbarschaft aus. Umgekehrt können sinnvolle Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung hilfreich für die Planer sein. Aus diesen Gründen hat die Stadt Offenbach für die Entwicklung des Wohnbaugebiets Bieber-Waldhof West größtmögliche Transparenz und Beteiligung vorgesehen.

„Mit dem Projektbeschluss zum Ideenwettbewerb für Waldhof West hat die Stadtverordnetenversammlung eine Bürgerbeteiligung fest verankert. Diese Beteiligung wird im Rahmen des Wettbewerbs stattfinden“, teilte Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß mit. „Der Ideenwettbewerb ist dem späteren verbindlichen Planungsprozess für das Neubaugebiet vorgeschaltet und ist damit ein über die übliche Bürgerbeteiligung hinausgehendes Angebot der Stadt an die Bürgerinnen und Bürger, sich in die Planungen einzubringen. Unser Ziel ist es, den Wettbewerbsteilnehmern bereits erste Bürgervorschläge mitzugeben, die sie in ihrer Ausarbeitung berücksichtigen sollen.“ Damit widerspricht Weiß nicht nur Vorwürfen, die Stadt beteilige nicht ausreichend, sondern er verdeutlicht, dass bereits ab einem sehr frühen Zeitpunkt Beteiligung gewünscht ist.

Der Termin für die Bürgerveranstaltung am 1. August begründet sich in dem sehr engen Zeitrahmen, den das Städtebauförderungsprogramm „Nachhaltiges Wohnumfeld“ vorgibt. Der Ideenwettbewerb wird in diesem Programm gefördert und muss bis Oktober abgerechnet sein. Weiterhin müssen die Ergebnisse des ersten Beteiligungsformats sehr zeitnah an die Wettbewerbsteilnehmer übermittelt werden. „Eine zeitliche Verschiebung der Bürgerveranstaltung bis nach den Ferien ist unter diesen Bedingungen nicht möglich, da ansonsten die Bearbeitungszeit der Planer zu stark eingeschränkt würde und wir nicht mehr mit guten Ergebnissen rechnen könnten“, so Weiß.

Mit Blick auf die geplante Bebauungsdichte verweist der Planungsdezernent darauf, dass „die planerischen Rahmenbedingungen heute extrem anspruchsvoll sind: Wir benötigen im wachsenden Ballungsraum deutlich mehr Wohnungen und dürfen zu unserem eigenen Schutz gleichzeitig nicht mehr alle Grünflächen versiegeln.“ Aus diesem Grund gebe auch der Landesentwicklungsplan für Oberzentren heute eine dichtere Bebauung vor. „Die Frage der Bebauungsdichte ist durchaus sensibel und deshalb ist sie sowohl Teil der Veranstaltung am 1. August als auch zentrale Aufgabenstellung des städtebaulichen Wettbewerbs. Aus den Wettbewerbsarbeiten erhoffen wir uns als Diskussionsgrundlage für das spätere Bebauungsplanverfahren vielfältige alternative Lösungen, wie die Dichtevorgabe des Landes erreicht werden kann.“

Über die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und der Wettbewerbsarbeiten informiert die Stadt im Internetportal www.offenbach.de. Bereits jetzt sind dort und im politischen Informationssystem PIO einige wesentliche Punkte der Aufgabenstellung an die Planer nachzulesen.