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Offenbach am Main, 5. Februar 2021 –  Seit Juli 2020 können Gründerinnen und Gründer bis zu 50 Prozent ihrer Investitionen für ihre Geschäftsmodelle im Nordend, in der südlichen Innenstadt und im Senefelder-Quartier fördern lassen. Nun dokumentiert eine von der städtischen Wirtschaftsförderung beauftragte dreiteilige Doku-Serie die Erfolgsstory Offenbach Ground Floor und seine bisher geförderten Projekte. Die Beiträge werden schrittweise auf der Website www.groundfloor.city veröffentlicht.

„Das städtische Förderprogramm “Offenbach Ground Floor” legt den Fokus auf innovative Konzepte im Erdgeschoss sowie die Belebung von Leerständen in Erdgeschosslagen. Denn diese prägen in besonderen Maße die Wahrnehmung einer Straße und eines Viertels. Bereits neun Unternehmen aus den Bereichen Produktdesign, Handwerk, Fotografie, Einzelhandel, Event, Co-Working und Gastronomie wurden mit dem Programm unterstützt“, so Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke in seiner Funktion als Wirtschaftsdezernent. Diese Unternehmen wurden nun mit Mitteln der Wirtschaftsförderung in drei Clips vorgestellt und portraitiert. „Durch die Portraits über die geförderten Unternehmen werden Erfolgstorys auch in sehr harten Zeiten sichtbar. Solche positiven Unternehmergeschichten machen Mut“, freut sich Oberbürgermeister Schwenke.

Die Filme

Die drei filmischen Kurzdokumentationen mit den Titeln “Creative Corner”, “Neue Räume” und “Nordend Update” erzählen von der individuellen Entstehungsgeschichte zwischen ursprünglicher Idee und Realisierung des eigenen Ladenlokals. „Offenbach Ground Floor wirkt da, wo viele Gründungsinitiativen ins Stocken geraten: bei der Finanzierung, bei der professionellen Beratung, beim Netzwerk oder der geeigneten Lokalität”, sagt die Dezernentin für Arbeitsförderung und soziale Stadtentwicklung Sabine Groß. „Es freut mich, mit diesen Filmen nochmals zu sehen, dass die Förderung zur Verwirklichung spannender Ladenkonzepte beiträgt und Leerstände wieder mit Leben füllt. Das ist ein wertvoller Beitrag zur Quartiersentwicklung in unserer Stadt und das Programm hat in seiner kurzen Existenz schon viel bewegt!”

Raus auf die Straßen

So führen die Kurz-Dokus in die Ludwigstraße / Ecke Andréstraße. Das Gebäude gegenüber der Heyne-Fabrik erfährt schon seit ein paar Jahren eine Belebung durch Neueröffnung der renovierten Ladenflächen mit großzügig verglasten Schaufenstern. Im November 2020 eröffnete Marlon Navarro sein Geschäft mit integrierter Ledermanufaktur auf der Ludwigstraße 193. „Es war immer mein Traum, einen solchen Laden zu eröffnen, der das Lederhandwerk auf die Straße bringt”, erzählt der gebürtige Kubaner und gelernte Sattler, der mit der Lederstadt die richtige Wahl für sich getroffen hat.

Wenige Meter nebenan begegnet man Tamara Pesic. Die Wände sind frisch gestrichen, der Boden muss noch neu verputzt werden. Ein Keramikofen steht halb ausgepackt im Raum. „Hier entsteht ein Studio für Design mit Schwerpunkt auf Keramik mit einer offenen Werkstatt für öffentliche Workshops”, sagt die Designerin, die nach Umwegen über Japan, Berlin und Dänemark zurück an den Main gekommen ist.

An der Ecke desselben Gebäudes planen die zwei Freunde Fabian Bierwolf und Oliver Hundemer ein Künstlercafé mit Eventagentur namens Klub Liebe Studio: „Das Nordend ist underdog und aufstrebend und somit der perfekte Ort für unser Vorhaben. Wir hatten schon länger die Absicht, etwas gemeinsam zu gründen. Aber nicht trotz, sondern wegen Corona hatten wir endlich Zeit für reifere Überlegungen und Planungen.”

Des Weiteren lernen die Zuschauer das Zweitlof.ft kennen, das nach den Plänen der Grafikerin Bobbel Jacobs und des Bühnenbildners Matthias Bringmann zu einem vielseitigen Möglichkeitsraum wird. In einem Hinterhof der Bernardstraße skizzieren die Partner eine Location für Kulturevents, Seminare, Tagungen oder Workshops. Und auch im südlichen Zentrum in der Wilhelmstraße werden Flächen im Parterre reaktiviert. Unter dem Namen Bureau Noorden entstehen hier Arbeitsräume. Die Umbau- und Schreinerarbeiten führt der Hfg-Student Jan Palme in Eigenregie durch.

„Beim Sichten der Filme wird ganz klar, welche Anziehungskraft aber auch Ausstrahlung Offenbach in den letzten Jahren entwickelt hat: wer hart arbeitet, kann hier in Offenbach seinen Weg gehen“, so Oberbürgermeister Schwenke.

Hintergrund

Mit Mitteln aus dem Europäischen Strukturfond fördert die Stadt Offenbach innovative Geschäftsideen im Nordend und dem Senefelder Quartier, um neue Wege der Nutzung von Gewerbeflächen in Erdgeschosslagen vor allen in leerstehenden Läden zu ergründen. Dabei handelt es sich um hybride Modelle aus Geschäft, Werkstatt, Studio, die sich die besondere Zugänglichkeit von Flächen in Erdgeschosslagen zu Nutze machen. Angesprochen sind Unternehmen fast aller Branchen, insbesondere Handel, Dienstleistungen und Handwerk. Es gibt Zuschüsse für Investitionen, aber auch für Beratung und Expertise, die sich Unternehmen im Rahmen der Umsetzung förderungswürdiger Projekte einkaufen. Über 600.000 Euro Fördermittel stehen bis zum Jahr 2023 zur Verfügung. Unternehmen können bis zu 50 Prozent der Mittel für Investitionen als Zuschuss erhalten, wenn das Unternehmen und das Investitionsvorhaben die Förderkriterien erfüllen. Die Fördersumme beträgt mindestens 6.000 und maximal 25.000 Euro.

Pressekontakt

Urban Media Project GmbH & Co. KG
Kaiserstraße 61
63065 Offenbach am Main
Rufnummer 069-247436836
www.urbanmediaproject.de
infourbanmediaprojectde
INFO: https://www.groundfloor.city