Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbach am Main, 17. März 2021 – Schon von weitem erkennbar ist der Aussichtsturm, von dem sich bei klarem Wetter bis zu den Höhenzügen des Taunus schauen lässt. Der 13 Meter hohe Turm ist eine von aktuell 13 Stationen auf dem 20.000 Quadratmeter großen Areal des Wetterparks. Sie erklärt das Thema Lufttrübung, beispielsweise durch Dunst und Nebel. Nicht minder eindrucksvoll sind auch die anderen Stationen, die das Zusammenspiel von Sonne, Luft und Wolken sinnlich erfahrbar machen. Wie sich daraus Vorhersagen ableiten lassen, wissen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Sitz in Offenbach. Der DWD und der Regionalpark RheinMain sind Partner der Offenbacher Stadtmarketinggesellschaft für den Betrieb des Wetterparks. Gemeinsam präsentieren sie und die Stadt Offenbach in der bevorstehenden Saison, die abhängig von der Corona-Lage ab Ostern beginnen soll, eine neue 14. Station: das Wetterradar.   

„Weil Wettervorhersagen das Ergebnis von genauen Beobachtungen und Messergebnissen sind, freue ich mich, dass wir diesen Zusammenhang bald noch deutlicher im Wetterpark zeigen können“, teilt Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes, mit. „Unsere Meteorologinnen und Meteorologen nutzen Wetterradare, um die Atmosphäre mittels Radarmessungen engmaschig abzutasten und dadurch besser auf Starkregen oder Unwetter vorbereitet zu sein. Das sich daraus ergebende Bild kennt heute jeder in Form eines Niederschlagsradars in Echt-Zeit. Es hat schon vielen Menschen geholfen, den sommerlichen Grillabend zu planen oder das lokale Eintreffen der angekündigten Schneefront zu bestimmen.“ Das acht Meter hohe, im Aufbau befindliche Wetterradar – auch Radom genannt – war zuvor in Dreieich-Offenthal im Einsatz. Ende April soll die auf einer Stahlkonstruktion aufsitzende Kuppel mit ihren weißen Sechsecken und einem Durchmesser von fast sechs Metern eingeweiht werden. Das Projekt wird vom Regionalpark RheinMain mit Unterstützung des Landes Hessen und der Fraport AG gefördert. Planung und Umsetzung erfolgen durch das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement der Stadt Offenbach.

Für Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke ist die neue mit Fördermitteln unterstützte Station ein klares Bekenntnis für den Wetterpark Offenbach, der mit jährlich mehr als 30.000 Besuchern aus Deutschland und dem Ausland ein touristisches Highlight in der Region darstellt: „Das neue Radom und die ebenfalls in Planung befindliche Wetter- und Klimawerkstatt in der Innenstadt zeigen, dass das Thema Wetter noch lange nicht fertig erzählt ist. Wir wissen heute um die Auswirkungen der Industrialisierung und der durch sie erzeugten Schadstoff-Emissionen, aber bei sehr vielen Fragen gerade mit Blick auf die Klimaveränderungen stehen wir auch erst am Anfang. Der Wetterpark ist die ganzjährige Einladung an alle, den Blick zu schärfen und Zusammenhänge besser zu verstehen.“

„Ob Hobbymeteorologen oder Erholungssuchende, der Wetterpark an Kilometer 113,8 der Regionalpark Rundroute ist ein besonderer Ort. Er ist Treffpunkt und Lernort zugleich und verbindet Wissen mit Erlebnis. Wir freuen uns, dass das Radom hier einen weiteren Beitrag leistet, um Meteorologie verständlich zu erklären“, so Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhardt Weiß, der die Stadt Offenbach im Aufsichtsrat des Regionalparks vertritt.  

Das Wetterradar wird nach seiner Fertigstellung eine neue Wegmarke im Wetterpark sein -  inmitten des Landschaftsraums südlicher Buchhügel. Sofern die Corona-Entwicklung es zulässt wird die Saison jedoch noch vor dessen Fertigstellung starten – voraussichtlich am Ostermontag, 5. April. Dann werden bis Oktober wieder Führungen im ganzjährig zugänglichen Park angeboten. Und auch das Besucherzentrum, dessen zinkverkleidete Architektur an ein Forschungslabor auf der grünen Wiese erinnert, wird dann wieder geöffnet. In dessen Innerem lädt die interaktive Ausstellung Besucherinnen und Besucher ein, einen Regenbogen zu erzeugen, mit dem Fön Windgeschwindigkeiten zu simulieren oder einen eigenen kleinen Tornado zu entfachen. Zudem gibt es hier Informationen rund um das Thema Regionalpark RheinMain, Tipps für Touren und Ausflüge, Freizeitkarten und vieles mehr.

Bis zur Öffnung des Besucherzentrums ist der Wetterpark für Anfragen per E-Mail erreichbar: wetterparkofinfocenterde. Für die Saison ist ein angepasstes Hygienekonzept vorgesehen. Buchungen für öffentliche Führungen sind in Kürze wieder möglich. Aktuelle Informationen finden sich unter www.wetterpark-offenbach.de.

Bildinformation:

Noch besteht es aus Einzelteilen – das neue Radom. Die Achtecke, aus denen es zusammengebaut wird, wurden bereits gereinigt. Derzeit wird das Fundament gegossen. Ende April soll das neue Exponat fertiggestellt sein. Foto: Stadt Offenbach

Die Einzelteile liegen zum Aufbau des Radoms bereit.
© Stadt Offenbach