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Offenbach am Main, 1. November 2019 – Über einen positiven Abschluss beim kommunalen Jobcenter MainArbeit für das Wirtschaftsjahr 2018 freut sich Stadträtin Sabine Groß nach der Beratung des Berichts der Wirtschaftsprüfer in der Betriebskommission des Eigenbetriebs. Wie bereits im Vorjahr sei auch für 2018 ein deutlich positiver finanzieller Abschluss der Tätigkeit der MainArbeit zu verzeichnen gewesen. Unter dem Strich betrage das Ergebnis 751.000 Euro. Die MainArbeit könne damit ihre Rücklagen für Risiken und für notwendige Investitionen stärken. „Die Wirtschaftsprüfer haben dem Eigenbetrieb wie in den Vorjahren eine gute Führung der Geschäfte, eine ordnungsgemäße Buchhaltung und eine sorgfältige Steuerung von Risiken bescheinigt. Das auch im letzten Jahr positive Ergebnis zeigt zudem, dass der Eigenbetrieb kostenbewusst und wirtschaftlich arbeitet“, erläuterte Groß. Die MainArbeit könne damit notwendige Investitionen, etwa für die weitere Digitalisierung der Dienstleistungen, aber auch für die Verbesserung der Räumlichkeiten aus eigener Kraft stemmen. „Der Haushalt der Stadt muß dafür nicht in Anspruch genommen werden.“

Auch bei den inhaltlichen Arbeitsergebnissen im Jahr 2018 stehe die MainArbeit gut da. Bei allen maßgeblichen Kennzahlen für die Leistung des Jobcenters konnten Ergebnisse verzeichnet werden, die deutlich besser als der Durchschnitt waren. So ging, wie Geschäftsführer Matthias Schulze-Böing berichtet, die Zahl der Personen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) bezogen zu Ende 2018 im Jahresvergleich um 6,6 Prozent trotz deutlich steigender Einwohnerzahlen der Stadt auf rund 16.700 in rund 7550 Bedarfsgemeinschaften zurück. In Hessen insgesamt ging die Zahl nur um -4,7 Prozent zurück. Die Ausgaben für Geldleistungen reduzierten sich um rund 6,5 Prozent (Hessen: minus drei Prozent). Die Quote der Integration in Erwerbsarbeit lag bei 26,4 Prozent (Hessen: 25,9 Prozent), die Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden konnte um 6,2 Prozent reduziert werden. Im hessischen Durchschnitt stieg deren Zahl dagegen um drei Prozent. 3100 Leistungsberechtigte konnten in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt werden.

„Die anhaltend guten Arbeitsergebnisse der MainArbeit sind auch Ausdruck des hohen Enga-gements und der qualifizierten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die ich mich im Namen des Magistrats ausdrücklich bedanken möchte“, lobte Groß.

Die Sicherung einer guten Qualität der Arbeit habe in der MainArbeit hohe Bedeutung. Regelmäßige Kundenbefragungen, Mitarbeiterfortbildung, ein dichtes Controlling und systematisches Qualitätsmanagement seien seit vielen Jahren etabliert. Der hohe Standard des Qualitätsmanagements im Jobcenter sei zuletzt auch durch eine externe Begutachtung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätssicherung DQS gewürdigt worden. Die MainArbeit habe, wie Geschäftsführer Schulze-Böing in diesem Zusammenhang berichtet, inzwischen als erstes Jobcenter Hessens die Zertifizierung gemäß der internationalen Qualitätsnorm DIN ISO 9001 erhalten.

Für das Jahr 2020 hat die Betriebskommission einen Wirtschaftsplan verabschiedet, der neben rund 110 Millionen Euro für Geldleistungen zur Unterstützung der Leistungsberechtigten auch Ausgaben in Höhe von gut 11 Millionen Euro für Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen vorsieht. Für Personal- und Sachausgaben werden knapp 20 Millionen Euro veranschlagt. 31,4 Millionen der geplanten Gesamtausgaben des Jobcenters sind von der Stadt Offenbach als Träger der Leistungen des SGB II zu tragen. Der größte Teil der Ausgaben wird vom Bund erstattet.

Schwerpunkte der Ausgaben im Bereich der Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt werden, wie Groß erläutert, Ausbildung und Qualifizierung, die Förderung der Integration von Langzeitarbeitslosen und nicht zuletzt auch zur Förderung der Integration von Frauen und Alleinerziehenden in Erwerbsarbeit sein. Daneben solle die berufliche Orientierung, Aktivierung und die Sprachqualifizierung weiter intensiv gefördert werden. „Der Bund hat die Mittel für Eingliederungsmaßnahmen in den letzten beiden Jahren deutlich erhöht. Das ist zu begrüßen. Wir wollen die erfreuliche Reduzierung der Fallzahlen nutzen, um die Betreuung der Klienten der MainArbeit weiter zu intensivieren, also auch die Betreuungsschlüssel der Beraterinnen und Berater im Jobcenter weiter verbessern“, kommentierte die Sozialdezernentin.

Ein ausführlicher Bericht der MainArbeit zur Arbeit im Jahr 2018 kann unter der folgenden Adresse im Internet heruntergeladen werden: https://www.mainarbeit-offenbach.de/uploads/media/Bericht-der-Gesch%C3%A4ftsfuehrung-Geschaeftsjahr-2018.pdf