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Offenbach am Main, 15. September 2020 –  Bis Ende Dezember zeigt die Volkshochschule Offenbach die Ausstellung „Umbruch Ost“ in den Fluren des 1. Obergeschosses in der Berliner Straße 77. Die Bildertafeln können an Wochentagen zwischen 8 Uhr und 21:30 Uhr kostenlos besichtigt werden.

Die Sammlung wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit. Im Zentrum stehen dabei die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Die Schau thematisiert auf 23 Tafeln mit Bildern und Texten die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Sie ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung und erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Dokumentiert wird die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging und die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten. Weitere Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien und einer Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Die Schau präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Ausstellungskonzeption sowie Texte stammen vom Historiker und Publizisten Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können sowie Infografiken zur deutschen Einheit vom Hamburger Unternehmen Statista ergänzen die Schau. Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.