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Offenbach am Main, 5. September 2019 – Während der bereits erfolgten Rathaussanierung lag der Fokus auf Brandschutzmaßnahmen, Gebäudetechnik und Innenausbau. Aus Kostengründen blieben die Fenster dabei unberücksichtigt. Mit einem Beschluss des Stadtparlaments von 2009 konnte ein Bericht erstellt werden, welche Auswirkungen ein Austausch der Fenster unter energetischen Gesichtspunkten haben würde. Trotz des damals vorgelegten Berichtes wurde der Austausch 2010 erneut verschoben.

Jetzt konnten Fördermittel aus dem KIP-Programm beantragt werden. Ab 2020 sollen die maroden und nicht thermoisolierten Fenster ersetzt werden. „Bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sind die Fenster im Büro undicht oder die Mechanik funktioniert gar nicht mehr. Durch die schlechte Glas- und Rahmenqualität entsteht Kaltluftzug – auch Ersatzteile gibt es nicht mehr für die 1970 eingebauten Fenster“, erläutert Ute Listmann, die als Projektleiterin für den Sanierungsprozess jede Ecke des Rathauses wie ihre Westentasche kennt. Nach fast 50 Jahren haben die Fenster ihre Lebenserwartung auch deutlich überschritten. Mit einem schlechten Wärmedämmwert erzeugen die Fenster – vor allem auch im Foyer – hohe Wärmeverluste und einen starken Kaltluftabfall. Manche Scheiben sind auch angelaufen.

Die Kosten sind auf 6.270.000 Euro kalkuliert. Der Bund unterstützt das Projekt aus dem Kommunalinvestitionsprogramm mit 4.752.000 Euro.

Für die Sanierung wurden verschiedene Varianten geprüft, von Teilerneuerung bis zu vollständigem Austausch. Aus verschiedenen Gründen hat sich der vollständige Austausch als beste Lösung ergeben. Die Maßnahme ist auch mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt.

Der Umbau erfolgt sukzessive und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Stockwerke ziehen während der Einbauzeit an vorbereitete Übergangsarbeitsplätze in anderen Stockwerken.