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Seit Mitte März findet die Kundgebung "Pulse of Europe" auch auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz statt - jeden Sonntag um 14 Uhr setzen Bürgerinnen ein Zeichen für die gemeinsamen Werte Europas
Oberbürgermeister Horst Schneider mit Europa-Plakat
Oberbürgermeister Horst Schneider mit Europa-Plakat © Stadt Offenbach
Mehrere tausend Menschen versammeln sich seit Februar jeden Sonntag auf dem Frankfurter Goetheplatz, um für ein offenes und freiheitliches Europa zu demonstrieren. Nachdem sich Mitte März erstmals auch eine große Offenbacher Delegation an der Kundgebung „Pulse of Europe“, die parallel in 39 deutschen Städten stattfand, beteiligte, schlägt der Puls Europas sonntags um 14 Uhr inzwischen auch auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz.

Schneider: „Ich bin am Sonntag auf sehr viele Offenbacherinnen und Offenbacher gestoßen, die sich dem Aufruf des Offenbacher Magistrats angeschlossen haben. Das hat mich ebenso begeistert wie animiert, diese Bürgerbewegung weiterhin zu unterstützen.“ Für Schneider stehen wichtige Errungenschaften stehen auf dem Spiel: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, politische Stabilität und Sicherheit, gemeinsame Rechts- und Sozialstandards, offene Grenzen und der freie Warenverkehr.

Insbesondere vor den richtungsweisenden Wahlen in diesem Jahr in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland, aber auch vor dem Verfassungsreferendum in der Türkei ist es wichtig, so Schneider, ein bürgerliches Gegengewicht zu setzen: „Die demokratischen Werte Europas werden heute selbst in unserem Land in einem nie dagewesenen Ausmaß angegriffen. Das zeigt, dass Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Toleranz keine Selbstläufer sind. Diese Werte müssen immer wieder verteidigt werden.“

Die in Frankfurt gegründete Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ hat mittlerweile Unterstützer in sechs EU-Staaten gefunden. Offenbach mit seinem hohen Anteil an EU-Bürgern nimmt regional eine besondere Rolle ein: In der 132.000-Einwohner-Stadt leben rund 28.000 Menschen aus 25 EU-Mitgliedsstaaten. Hinzu kommen Bürgerinnen und Bürger aus anderen europäischen Staaten wie Albanien, der Ukraine oder Mazedonien.

Zudem zählt Offenbach als Gründungsmitglied des europäischen Partnerschaftsrings zu den Pionieren der europäischen Verbrüderung: Mit der französischen Stadt Puteaux bei Paris startete Offenbach 1952 Jugend- und Sportbegegnungen, die 1955 in eine Städtepartnerschaft mündeten. Zur bilateralen Partnerschaft gesellten sich nach und nach das britische Tower Hamlets, das luxemburgische Esch-sur-Alzette, das österreichische Mödling, das belgische St.-Gilles-lex-Bruxelles, das italienische Velletri und das serbische Zemun. Zeitweise gehörte auch das niederländische Tilburg zum europäischen Partnerschaftsring. Mehrmals jährlich treffen sich Delegationen der Partnerschaftskommunen zu Austauschprogrammen und Arbeitstreffen.

Mehr Informationen zu den Kundgebungen und den teilnehmenden Städten finden sich auf www.pulseofeurope.eu.

Mehr zu Offenbachs Städtepartnerschaften:

http://www.offenbach.de/rathaus/stadtinfo/staedtepartnerschaften/index.php

OB mit Radlern
© Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 14.03.2017