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Gruppenfoto mit Vertretern der Partnerschaftsstädte Offenbachs
v.l.n.r.: Vize Bürgermeister Daniel Codello und Stadtrat Christian Weis (beide aus Esch-Sur-Alzette/ Luxemburg), Giorgio Fiocco (Consigliere Comunale aus Velletri), Bettina Jöst und Werner Frei (beide Offenbach), Adjoint au Maire Anne-Marie Amsellem (Puteaux), Bürgermeister Hans Stefan Hintner (Mödling), Romina Trenta (Consigliere Comunale Velletri), David Monguillon (Directeur du service des sports, Puteaux), Dolmetscherin Heide Uhl (Offenbach), Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber (Offenbach), Andreja Wirtz (Wirtschaftsförderung, Tourismus & Internationale Beziehungen, Luxemburg), Gemeinderat Michael Danziger (Mödling), Stadtverordnetenvorsteherin Sabina Ponzo (Velletri), Giuseppe Spadaro (Offenbach) und Stadtrat Robert Mayer (Mödling) © georg-foto/ Stadt Offenbach

Freundschaften wollen gepflegt werden. Erst recht, wenn sie über lange Distanzen lebendig bleiben sollen. Seit 60 Jahren besteht nun der Europäische Städtepartnerschaftring. Dieses besondere Jubiläum nahm Oberbürgermeister Horst Schneider zum Anlass die Partnerstädte nach Offenbach einzuladen: „Es ist unser gemeinsamer Wunsch, die Städtepartnerschaften sicht- und erlebbar zu machen.“ Anfang Dezember kamen Vertreter der Städte Esch-Sur-Alzette, Velletri, Puteaux und Mödling nach Offenbach und erlebten den Facettenreichtum der Stadt.

Impressionen aus dem Workshop im Klingspor Museum
Impressionen aus dem Workshop im Klingspor Museum © georg-foto/ Stadt Offenbach

Auf den Spuren der Schriftkunst

Der Weg führte unter anderem ins Klingspor Museum: Mit der Sammlung von Kalligrafie, Schriftprobe, Illustration, Bilderbuch, Bucheinband, Künstlerbuch, Grafikdesign und Plakat von 1900 bis zur Gegenwart hat sich das Haus weltweit als Institution für Schriftkunst und Typographie etabliert. Corinna Krebber gehört zu den regelmäßig im Museum vertretenen Künstlern, außerdem lädt sie in verschiedenen Kursen zum Spiel mit Druck und Buchkunst ein. Die Idee, Krebber für einen Workshop mit den Delegationen aus den europäischen Partnerstädten zu gewinnen, entstand im Gespräch mit Museumsleiter Dr. Stefan Soltek, berichtete Bettina Jöst, bei der Stadt Offenbach zuständig für Ehrungen und Partnerstädte. Unter Anleitung der Künstlerin wurde am Nachmittag mit unterschiedlichen Stempeln zum Thema „Freundschaft“ gearbeitet und gedruckt. Die dabei entstandene Seite wird nun in einem Buch im Klingspor Museum gehütet, dass bei anderen Gelegenheiten mit weiteren Seiten gefüllt werden soll: „Wir haben buchstäblich ein neues Kapitel in dem unendlichen Buch der Partnerschaften aufgeschlagen“, resümiert Jöst. „Alle hatten viel Freude beim Gestalten, zudem hat sich „en passant“ eine Idee des Kreativstandorts Offenbach vermittelt.“

Auftritt der Rhein Main Vokalisten in der Alten Schlosserei
Auftritt der Rhein Main Vokalisten in der Alten Schlosserei © georg-foto/ Stadt Offenbach

Kantaten in der Alten Schlosserei

Am Abend stand ein Konzert in der Alten Schlosserei auf dem Gelände der Energieversorgung (EVO) auf dem Programm. Bereits die Architektur der zum Veranstaltungsort umgebauten Halle beeindruckte die Besucher. Dass die Halle auch eine gute Akustik besitzt, bewiesen die 40 Sängerinnen und Sänger der Rhein Main Vokalisten, die kraftvoll vielstimmige Advents- und Weihnachtsliedkantaten anstimmten. „C´est magnifique“, entfuhr es daher auch einem Vertreter der französischen Partnerstadt Puteaux. Begeistert zeigten sich aber auch alle anderen Zuhörer in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal. Bei freiem Eintritt nutzen viele Offenbacher die Gelegenheit zum Konzertbesuch. „Wir hatten 300 Plätze und hätten gut eine doppelt so große Halle füllen können“, berichtet Jöst. Der im Jahr 2000 von Prof. Dr. Jürgen Blume gegründete Chor verbreitete anlässlich des 70. Geburtstags des Chorleiters auch mit einer Auswahl romantischen Liedguts feierliche Stimmung in der Alten Schlosserei. Für einen Auftritt in Rom im kommenden Jahr sind die Rhein Main Vokalisten bereits gebucht, eventuell ergibt sich auch ein Gastspiel in der italienischen Partnerstadt. Die Vertreter aus Velletri zeigten sich sehr angetan vom Gehörten.

Architektur zeichnen

In der Alten Schlosserei konnten die Gäste aus den Partnerstädten auch 200 Architekturzeichnungen in einer Sonderausstellung sehen, die 2014/2015 in Puteaux, Paris, Mödling und Wien im Vorfeld der Jumelage entstanden. Gezeichnet haben sie Mitglieder einer Gruppe von Architekturzeichnern um den 2015 verstorbenen Offenbacher Sepp Held. Er bewahrte sich auch im Ruhestand seine Leidenschaft für Häuser, Plätze und das Zeichnen und gründete mit Gleichgesinnten die Zeichengruppe. Seine Mitstreiter führen die Arbeit fort – ihre nächste Reise wird wohl in die Partnerstadt Esch-Sur-Alzette führen.

2017 treffen sich die Partnerstädte in Esch-Sur-Alzette. Auch dort wird es inhaltlich um das Thema Freundschaft gehen. Esch-Sur-Alzette lädt dann auch zwei Jugendliche als Teil der öffentlichen Delegation mit nach Luxemburg ein, die sich mit Europa und Freundschaft beschäftigen.

04.01.2017

Impressionen aus dem Workshop im Klingspor Museum georg-foto/ Stadt Offenbach
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