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700.000 Menschen leben in der Stadt, etwa 9,2 Millionen in der Region Yangzhou. Im Atlas findet man sie rund 350 Kilometer nordwestlich der 13-Millionen-Metropole Schanghai. Zur Stadt gehören mehrere Häfen an den Kanälen, die die flache Region durchziehen.

Yangzhou weist eine Geschichte auf, die vor nahezu 2500 Jahren begann. Einen enormen Aufschwung erfuhr sie, als in der Epoche der Sui-Dynastie (6./7. Jahrhundert) der Peking-Hangshou-Kanal eröffnet wurde. In der vorangegangenen Zeit genoss sie Ruhm als ein Hort der Dichtkunst. Auch Maler und Drucker trugen dazu bei, sie zu einem kulturellen Zentrum werden zu lassen. Der erste Europäer, der Yangzhou sah, hat sie enthusiastisch beschrieben. Es war der Venezianer Marco Polo ( 1254-1324). Die Gunst des Großkhans Kubai habe ihn zwei Jahre lang als Gouverneur von Yangzhou eingesetzt, berichtete der Weitgereiste. Jedenfalls ist ihm in der Stadt ein Museum gewidmet.

Das Museum gehört zu den Sehenswürdigkeiten, wie die Wasserwege, die hier wie Straßen genutzt werden, wie die kunstvoll gepflegten Gärten und der Shouxi-See, der sich fünf Kilometer lang durch einen Park zieht. Auch mehrere Klöster und ein berühmter Blumen- und Vogelmarkt sind dort Teil der Erlebniswelt. Doch das ist nicht nur eine Stadt mit historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Vorkommen von Erdöl, Erdgas und Ton bilden die Basis für Maschinenbau, Chemie und Textilproduktionen. Hinzu kommen die Elektronik und ein umfangreicher Handel mit Schweinen, Fisch und Geflügel.

Yangzhou gilt als Hochburg der südchinesischen Küche. Als weitere Markenzeichen sind eine Universität und der Kunsthandel, unter anderem mit kunstvoll verarbeiteter Jade, zu nennen.