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Albert-Schweitzer-Schule
Hofeinfahrt der Albert-Schweizer-Schule. Ein zweiter Neubau ergänzt nun das ursprüngliche Gebäude an der südlichen Grundstücksgrenze. © georg-foto.de
Rechtzeitig zum Ende der Ferien sind die Klassenraummodule an der Leibniz- und Ernst-Reuter-Schule fertig gestellt. In Rumpenheim sind zwei temporäre Klassenraummodule durch 9. Klassen der Realschule bezogen worden. Bis zu 30 Schülerinnen und Schüler lernen hier für den Realschulabschluss.

Module können rückstandslos entfernt werden

An der Leibnizschule ist die Zahl der Klassenräume für das Gymnasium um fünf erweitert worden. Für zusätzliche 150 Schülerinnen und Schüler wurden bedarfsgerecht in einem Zuge zum Schuljahresbeginn die neuen Räume fertig. Beim Bau hat die mit der Projektsteuerung beauftragte OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus der Stadtwerke-Gruppe darauf geachtet, dass die Raummodule nicht nur den aktuellsten baulichen Vorschriften entsprechen sondern sich später auch rückstandslos wieder entfernen lassen. Eine Wärmepumpe heizt umweltfreundlich an beiden Schulen die neuen Räume. An der Leibnizschule spart eine LED-Beleuchtung zusätzlich Energie ein. Für die Schulen sind die zusätzlichen Räume eine große Erleichterung.

 

Aufbau der Container an der Schillerschule
Aufbau von Containermodulen sind eine schnelle Lösung zur Erweiterung von Bildungsbauten. Hier ein Foto vom Containerbau auf dem Hof der Schillerschule 2016. © SOH

Neubau statt Pavillons

Für die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ist an Stelle der alten Pavillons aus den siebziger Jahren ein zweigeschossiger Neubau in Holzmodulweise für acht statt bisher vier Klassen neben dem Hauptgebäude aus der Gründerzeit geplant. Hier hat das Ausschreibungsverfahren gezeigt, dass in der Bauwirtschaft die Nachfrage aktuell das Angebot deutlich übersteigt. Besonders in Ballungsgebieten wie dem Rhein-Main-Gebiet bleiben deshalb immer wieder Ausschreibungen unbeantwortet. Selbst bei den Planungsbüros wird der Markt als nicht mehr vorhersehbar bezeichnet. Hinzu kommt die Konzentration von Schulbauprojekten vor allem auf die Ferien. In der ersten Ausschreibung wurden für die ASS keine Angebote abgegeben. Erst im zweiten Verfahren reichten drei Anbieter ein Gebot ein. Der wirtschaftlichste Bieter erhielt den Zuschlag.

Höhere Baukosten an der Albert-Schweizer-Schule

Dennoch erhöhen sich durch den volatilen Markt nun die Bau- und Planungskosten im Vergleich zum Projektbeschluss um 375.351,56 Euro, wobei Zusatzkosten und Einsparpotentiale bereits verrechnet sind und die Summe vom Revisionsamt geprüft wurde. Zu den Kostensteigerungen tragen auch Abwasserleitungen bei, die aktuelle Vorgaben für Starkregen erfüllen müssen und deshalb erneuert werden. Längere Fahrten von Abbuchmaterial zu Deponien erhöhen die Kosten zusätzlich, weil die nahe gelegenen Deponien Kapazitätsengpässe haben.

Die Gesamtkosten von rund 2,97 Millionen Euro werden für den dauerhaften Erweiterungsbau der 1830 als „Schule für höhere Mädchen“ eröffneten Einrichtung mit modernen und doppelt so vielen Klassenräumen aufgewendet. Damit kann das Gymnasium um einen sechsten Zug erweitert werden. Das Hauptgebäude wurde 1911 fertig gestellt und steht unter Denkmalschutz. Die neuen Klassenräume sollen schon Ende September 2019 für die Schulgemeinschaft zur Verfügung stehen.

16.08.2019