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Mit modernster Elektronik überwachen die neuen Geräte den Wasserkonsum im Gebäude. Wasserschäden sollen so in Zukunft verhindert werden.

Als kommunaler Dienstleiter ist im Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Unternehmensgruppe die GBM Service GmbH für das bauliche, technische, infrastrukturelle und kaufmännische Gebäudemanagement von rund 100 Liegenschaften der Stadt Offenbach zuständig. Um Arbeitsabläufe zu verbessern, Unterhaltskosten zu senken und damit den städtischen Haushalt zu entlasten, prüft sie kontinuierlich Betriebsabläufe und setzt sich für Prozessoptimierungen in der Bestanderhaltung ein. Ein Beispiel hierfür ist die Installation von Wasserverlustanzeigern an Offenbacher Kindertagesstätten, mit der Liegenschaften durch den Einbau innovativer Technik effektiv nachgerüstet werden konnten.  

So hilft der Wasserverlustanzeiger konkret:

In den vergangenen Jahren mussten drei Offenbacher Kitas aufgrund von Wasserschäden gesperrt und geräumt werden. Damals hatten undichte Wasserleitungen unter dem Estrich die Schäden verursacht. Aufgrund ihrer Position konnten diese Leckagen nicht frühzeitig entdeckt werden. Um solche Schäden zukünftig vermeiden zu können, hat die GBM mit Unterstützung der Kommunalen Versicherung GVV nun Präventivmaßnahmen vorgenommen. So wurden in den vergangenen anderthalb Jahren alle 21 Kindertagesstätten, die im Aufgabenbereich der GBM liegen und bei denen es sich um alleinstehende Objekte handelt, mit Wasserverlustanzeigern ausgestattet. Die kleinen Bauteile der Marke SYR Safe-T Connect, die seit 5 Jahren auf dem Markt sind, wurden im Wasserkreislauf direkt nach der Wasseruhr, d.h. dem ersten Übergabepunkt am Gebäude eingebaut. Die Installation erfolgte im Rahmen der Sanierungsarbeiten oder im Zuge notwendiger Nachrüstungen der Objekte. Als wichtige Voraussetzung für den Einsatz von Wasserverlustanzeigern musste die GBM zunächst Strom- und Netzwerkanschlüsse vor Ort einrichten. Der Einbau der Wasserverlustanzeiger selbst ist verhältnismäßig einfach; die Wirkung hingegen sehr groß: Mit modernster Elektronik überwachen die Geräte im Sekundentakt den aktuellen Wasserkonsum im Gebäude und gleichen die gelesenen Messwerte mit dem Sollwert ab. Da sie permanent online sind, kommunizieren die einzelnen Module übers Internet miteinander und errechnen aus den programmierten Verbrauchswerten, ob ein erhöhter Wasserverlust und damit ein möglicher Leckagefall vorliegt.

Leitungssystem wird automatisch gesperrt

Werden die individuell einprogrammierten Verbrauchswerte überschritten, sperren die Geräte umgehend das gesamte Leitungssystem des Gebäudes ab und benachrichtigen per Smartphone oder Email den Nutzer – in diesem Fall die GBM als Betreiber – über außergewöhnliche Vorfälle. Von hier aus kann dann gehandelt werden: Zunächst setzt sich ein GBM-Mitarbeiter mit der Kita in Verbindung und fragt nach, ob es vielleicht eine außergewöhnliche Aktion oder Veranstaltung gab, bei der mehr Wasser verbraucht wurde, als für den Zeitraum kalkuliert war. Eine Veranstaltung, wie z.B. ein Elternabend, die außerhalb der gewöhnlichen Nutzerzeiten liegt, bei der mehrere Kannen Kaffee gekocht werden, fällt da bereits ins Gewicht. Wenn eine Erklärung so schnell gefunden ist, kann der Wasserkreislauf mit einem Klick wieder aktiviert werden. Wenn sich der Wasserverlust nicht so problemlos klären lässt, rückt das Technikteam der GBM aus, prüft vor Ort die Lage und kümmert sich um die Mängelbeseitigung. Nach der Reparatur kann das Leistungssystem von extern wieder zum Laufen gebracht werden.
Hand hält ein Smartphone mit geöffnter Technik-App
Mit einer App alles im Blick: Per Smartphone werden GBM-Mitarbeiter nun über außergewöhnlichen Wasserverlust frühzeitig informiert. © SOH

Mit Hilfe der Wasserverlustanzeiger können öffentliche Gebäude wie Kindertagesstätten nicht nur rund um die Uhr und das gesamte Jahr wirksam vor Leckageschäden geschützt werden. Gleichzeitig können auch kleine Schwachstellen im Wassersystem – wie eine permanent laufende WC-Spülung oder ein tropfender Wasserhahn – frühzeitig erkannt werden. Solche Mängel können dann vom Einsatzteam der GBM schnell und problemlos behoben, und auf diese Weise Nebenkosten gespart werden.

Schlussendlich zeigt der Einbau der Wasserverlustanzeiger einmal mehr, wie erfolgreich die Bereiche Projektentwicklung und der Bestandsbewirtschaftung im Geschäftsfeld Immobilien in ihrer Zusammenarbeit Hand in Hand gehen. Oft kann ohne große Investitionen die betriebliche Effizienz von Gebäuden schon im Vorfeld verbessert werden. Gerade im Rahmen von Bau- und Sanierungsmaßnahmen kann bereits in der Planungs- und Bauphase die entsprechende Infrastruktur für den zukünftigen Betrieb der Liegenschaften geschaffen werden kann.

17.06.2016