Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedecktC
Suche
Suche

Dachausbau Goetheschule
Schülerinnen und Schüler unter dem ausgebauten Dach der Goetheschule. © georg-foto.de
Die Stadt Offenbach leistet bei Neubau und Sanierung ihrer Schulgebäude aktuell ein riesiges Pensum. Die Investitionssumme aller Projekte, die aktuell in Arbeit sind oder in Kürze angegangen werden, beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Euro. Jährlich zwei Millionen Euro stellt die Stadt jetzt außerdem für kleinere bis mittelgroße Sanierungsmaßnahmen an Schulen zur Verfügung, die vorerst noch nicht generalsaniert werden können. Ausführen wird diese Arbeiten die GBM Service GmbH aus der Stadtwerke-Gruppe.

Zusätzliche Schulen in Bieber-Nord, der Innenstadt und in Offenbach-Ost

Nach wie vor fließen die meisten städtischen Investitionsmittel in den Bildungsbereich, werden Schulen und Kindertagesstätten gebaut, erweitert oder saniert. Dabei geht es jedoch längst nicht mehr nur nach baulichen Notwendigkeiten. „Wir können nicht wie früher Schritt für Schritt eine Prioritätenliste abarbeiten, sondern müssen erst einmal unsere Kapazitäten erhöhen und mit neuen Bildungsstätten dem raschen Bevölkerungswachstum unserer Stadt Rechnung tragen“, so Stadtplanungs- und Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. Die Hauptinvestitionen fließen daher augenblicklich vor allem in Neu- und Erweiterungsbauten. So sind in Bieber-Nord und in der Innenstadt (Bachschule) zwei neue Grundschulen und in Offenbach-Ost ein neues Gymnasium geplant.

Erweiterungen und Grundsanierungen laufen

Erweitert und grundsaniert werden aktuell die Mathildenschule, die Edith-Stein-Gesamtschule und die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Bieber. Die Ernst-Reuter-Schule in Rumpenheim erhält einen Neubau für die Erweiterung ihres Grundschulzweiges. Die Fröbelschule wird komplett neu errichtet. Bauherr der neuen Förderschule ist hier die Stadtwerke-Immobiliengesellschaft GBO (Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH).

Flur der Grundschule Bieber-Waldhof
Gelungen präsentiert sich der Neubau der Grundschule Bieber-Waldhof. Eines von vielen Projekten des Schulsanierungsprogramms. © OPG

2 Millionen pro Jahr für dringende Einzelmaßnahmen

Weitere Generalsanierungen seien bis auf weiteres nicht möglich, sagt der Stadtrat. Um dennoch dringende Einzelmaßnahmen oder wichtige Verbesserungen an den nicht sanierten Schulen realisieren zu können, hat der Magistrat beschlossen, jährlich zwei Millionen Euro für allgemeine Schulsanierungsmaßnahmen bereitzustellen. „Damit können wir schneller und flexibler auf dringende Sanierungsanforderungen an einzelnen Schulen reagieren“, erklärt Stadtrat Paul-Gerhard Weiß.

„Durch die neue Haushaltsstelle ‚Allgemeine Schulsanierungsmaßnahmen‘ können wir einzelne Vorhaben vorziehen, so dass diese Schulen beispielsweise beim Austausch von Heizungen, Sanitäranlagen und Fenstern oder auch bei raumakustischen Verbesserungen nicht warten müssen, bis ihre Gesamtsanierung beginnt“, erläutert Anna Heep, Leiterin des städtischen Hochbaumanagements im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement.

Zur Beschleunigung wird Stadtwerke-Gesellschaft GBM mit Arbeiten beauftragt

Die Haushaltsstelle war bereits 2017/2018 von Stadtkämmerer Peter Freier aufgelegt worden. Aus diesen Jahren stehen Rückstellungen in Höhe von 1,74 Millionen Euro zur Verfügung. Soweit die Stadtverordneten die Mittel beschließen, stehen damit 2019 für die „Allgemeinen Schulsanierungsmaßnahmen“ 3,74 Millionen Euro und für 2020 zwei Millionen Euro zur Verfügung. Um die Arbeiten zügig ausführen zu können, werden die Mittel der GBM Service GmbH übertragen. Stadtrat Paul-Gerhard Weiß: „In Absprache mit dem Bauamt kann die GBM direkt über die Mittel verfügen. Das trägt zur Beschleunigung bei.“ Wenn sich diese Vorgehensweise zur Beschleunigung der Maßnahmen als zielführend erweist, könne die Stadtverordnetenversammlung 2020 entscheiden, ob der GBM auch in den Folgejahren die Mittel direkt zur Verfügung gestellt werden, so Weiß weiter.

GBM sorgt für reibungslosen Schul- und Kitabetrieb

Die Immobilientochter der Stadtwerke-Gruppe ist per Rahmendienstleistungsvertrag bereits für die bauliche, technische und kaufmännische Unterhaltung der städtischen Schulen und Kindergärten verantwortlich und verfügt für die Instandhaltung der Immobilien über ein jährliches Budget von zwei Millionen Euro. „Die zusätzliche Übertragung kleinerer bis mittlerer Sanierungsaufgaben an die GBM ist fachlich absolut sinnvoll“, begrüßt Geschäftsführerin Annette Schroeder-Rupp den Beschluss des Magistrats. Zusammen mit Daniela Matha verantwortet sie in der Stadtwerke-Gruppe den gesamten Immobilienbereich.

In Abstimmung mit dem Bauamt und den Schulleitungen ermöglichten die Objektleiter und Hausmeister des Stadtwerke-Unternehmens bereits einen „Rundumservice“ und sorgten auf diese Weise für einen reibungslosen Kita- und Schulbetrieb, so Schroeder-Rupp. Durch ihre fachliche Kompetenz sei die GBM in der Lage, die nun anstehenden zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Bauunterhaltung mit zu übernehmen.

2019: Neue Fenster für die Goethe- & die Friedrich-Ebert-Schule

Im Zuge dieser „Allgemeinen Schulsanierungsmaßnahmen“ ist an der Goetheschule der Austausch von Fenstern und Sonnenschutz vorgesehen. Die GBM schätzt die Kosten auf rund 1,47 Millionen Euro. An der Friedrich-Ebert-Schule sollen Heizung, Fenster und Sonnenschutz erneuert werden. Weiterhin sind Mittel für die Sanierung und Erneuerung von Sanitäranlagen an weiteren Schulen geplant. Die Arbeiten sollen möglichst in der unterrichtsfreien Zeit erfolgen. So, wie die Grundreinigung, Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten, die die GBM weitgehend in den Sommerferien erledigt.

In diesem Jahr ragen dabei an größeren Bauunterhaltungsprojekten Schallschutzmaßnahmen an der Goetheschule zur Verringerung des Nachhalls, die Kanalsanierung an der Schillerschule und die Sanierung der Sanitärräume der Kita 7 in der Uhlandschule in Bürgel heraus. Darüber hinaus ist das Immobilienunternehmen der Stadtwerke damit befasst, Containeranlagen als Interimsquartiere für die Modernisierung der Kita 3 (Rödernstraße) und Kita 16 (Johannes-Morhart-Straße) aufzustellen. Die Projektleitung dabei hat das Schwesterunternehmen aus dem Immobilienbereich der Stadtwerke-Gruppe, die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH.

28. Juni 2019